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RMCG, 23.05.2016

RMC Germany: Auftakt nach Maß

Endlich hatte das Warten ein Ende: Am 21. und 22 Mai 2016 startete die ROTAX MAX Challenge Germany als eine der letzten großen deutschen Kartrennserien in die Saison 2016. Nachdem im April bereits das RMC Open zur Einstimmung und Vorbereitung abgehalten worden war, wurde es nun ernst für die rund 140 Teilnehmer. Gleich zum Auftakt feierte die beliebte Single-Brand-Serie zudem eine Premiere:

Timo Deck


Erstmals absolvierte die RMC Germany ein Auslandsgastspiel und reiste dafür ins grenznahe Genk nach Belgien. Auf der hochmodernen Anlage erlebten die Zuschauer entlang der 1.360 Meter langen Piste, aber auch die zahlreichen Fans vor den Live-Streams daheim ein spannendes und abwechslungsreiches Wochenende. Dazu trug auch das Wetter bei, das Flandern am Samstag noch mit viel Sonnenschein verwöhnte, bevor der Sonntag zum „Wet Race” ertklärt wurde.

Micro: Moritz Schmeiss dominiert
Das 17-köpfige Feld der Micro-Kids stand beim Auftakt ganz im Zeichen von Moritz Schmeiss (Beule Kart Racing Team). Der Youngster aus Schwerte sicherte sich die Pole-Position, gewann alle drei Rennläufe und zeigte sich damit sowohl unter trockenen als auch nassen Streckenbedingungen unschlagbar. Im ersten Lauf erkämpften sich noch Maximilian Tarillon (TBKart) und Farin Megger (B&W Kartteam) die Ehrenplätze. Mit dem Wetterumschwung am Sonntag holten sich dann Rafael Baltzer (Sodi) und Maximilian Burkhardt (Intrepid) die Positionen zwei und drei, bevor Jonas Teichmann (Mach 1) und Dennis Thiem (Praga) im entscheidenden Finalrennen die Podestplätze einnahmen.



Mini: Gehrsitz setzt sich durch
Eng ging es bei den Mini-Piloten zur Sache: Hier überraschte Gianni Andrisani (RS Competiton) die Konkurrenz mit der Bestzeit im Zeittraining. Im ersten Rennen musste sich Tony Kart-Pilot dann allerdings mit Position drei begnügen, während Ben Dörr (CRG Performance) einen klaren Sieg vor Finn Gehrsitz (Solgat Motorsport) nach Hause fuhr.
Die Regenrennen am Sonntag wurden vom Duell Gehrsitz / Dörr geprägt. Das Duo sorgte für einen beeindruckenden Schlagabtausch, der letztlich in beiden Läufen nur knapp zu Gunsten von Gehrsitz ausging. Hinter Dörr, der sich jeweils mit Rang zwei begnügen musste, lief Luca Thiel (B&W Kartteam) zweimal als Dritter ein und erkämpfte sich damit seinen ersten Podestplatz bei den Minis.



Junioren: Sieg für Lund – Jubel bei Estner
Tamino Bergmeier (TeamTKP) setzte im Feld der 24 Junioren die Bestmarke im Qualifying. Dass der Euro-Challenge erfahrenen Youngster sich viel vorgenommen hatte, zeigte er auch im ersten Wertungsdurchgang, den er knapp vor Sebastian Estner (RS Competition) und Dennis Siemens (RS Competition) für sich entschied.
Im verregneten zweiten Lauf musste Bergmeier allerdings der rutschigen Piste Tribut zollen und fiel auf Platz fünf zurück. Vorne katapultierte sich hingegen der dänische Gaststarter Mathias Lund (RS Competition) zum Sieg. Mit über 15 Sekunden Vorsprung verdrängte er Andre Walter (Kart Perfomance Racing) als besten Deutschen auf Platz zwei, während Sebastian Estner als Dritter einlief.

Auch im Finalrennen demonstrierte Mathias Lund seine Regenqualitäten. Mit fast 17 Sekunden Vorsprung gewann der Däne unangefochten vor Sebastian Estner, der sich als bester Deutscher über die vollen Meisterschaftspunkte freuen durfte. Als Dritter komplettierte Tamino Bergmeier das Podium, nachdem er den letzten Podestplatz tapfer gegen den Viertplatzierten Phil Dörr (CRG Performance) verteidigen konnte.



Senioren: Dreyspring dominiert auf Umwegen
Die Senioren stellten mit 37 Teilnehmern das größte Feld des Wochenendes. Aufgrund der hohen Beteiligung wurden nicht nur separate Qualifyings gefahren, sondern auch Vorläufe absolviert. Gleich zu Beginn sorgte der Österreicher Nicolas Schöll (RS Competition) für Furore, indem er gruppenübergreifend die absolute Bestzeit in den Asphalt brannte. Auch nach den Vorläufen ließ er keinen Zweifel aufkommen. Mit dem Punkte-Optimum empfahl er sich als Favorit auf die Finalsiege. John Kevin Grams (Team TKP), Bennet Ahrens (RS Competition), Daniel Machacek (Machacek Racing Team), Felix Kotyk (VPDR) und Titelverteidiger Christopher Dreyspring (VPDR / TAD Racing) komplettierten den Reigen der Jäger nach den Vorläufen.

Besonders Dreyspring hatte in den Vorläufen ein Glanzstück vollbracht: Nach einer Kollision im Zeittraining war der Nürnberger nur auf dem vorletzten Platz gelandet, hatte sich in den Heats aber nahezu spielerisch die Plätze fünf und zwei erkämpft. An diese Leistung sollte er auch im ersten Hauptrennen anknüpfen: Er heftete sich im ersten Finale schnell an die Fersen des Führenden Nicolas Schöll. Doch bevor der Kampf der beiden richtig Fahrt aufnehmen konnte, musste der Österreicher sein Kart mit abgesprungener Kette abstellen. Fortan war der Weg frei für Dreyspring. Er baute seinen Vorsprung auf über fünf Sekunden aus und gewann vor seinem Teamkollegen Felix Kotyk und Jan Frederik Bock (KSM Schumacher Racing Team).

Unspektakulär verlief das Finale: Vom Start weg enteilte Dreyspring dem Feld. Sein Sieg stand zu keinem Zeitpunkt in Frage und so machte der Titelverteidiger nach 13 Runden den Doppelsieg perfekt. Fast neun Sekunden dahinter kreuzte Bennet Ahrens als Zweiter den Zielstrich, wobei er sich nur knapp vor Felix Kotyk behaupten konnte.

DD2 Masters: 2 : 1 für Patrick Henke
Ex-Champion Thomas Piert (VPDR) gab sein Comeback in der Masters Klasse und untermauerte sein Können auf Anhieb mit der Trainingsbestzeit vor Titelverteidiger Tommy Helfinger (M-Tec Praga Racing) und den weiteren ehemaligen RMC-Meistern Patrick Henke (Beule Kart Racing Team) und Thomas Schumacher (Kartsport Klimm).
Das Samstagsrennen machten Thomas Piert und Tommy Helfinger unter sich aus. In einem spannenden Duell mit mehreren Führungswechseln behielt Piert die Oberhand und sicherte sich die volle Punktzahl vor Helfinger. Als Dritter komplettierte Thomas Schumacher den Zieleinlauf vor Michael Becker (Sodi) und Andreas Schindler (Kosmic).

Mit dem Regen am Sonntag wurden die Karten völlig neu gemischt, was im zweiten Wertungslauf eine Wachablösung an der Spitze zur Folge hatte. Thomas Piert geriet schon am Start in eine Rangelei und konnte am Ende nur noch Rang sieben retten. Patrick Henke fühlte sich auf der schmierigen Piste pudelwohl und wurde als Sieger abgewinkt. Andreas Schindler und Michael Becker folgten als Zweiter und Dritter der Rutschpartie.

Das Finale wurde zu einer souveränen Show von Henke. Der Dortmunder deklassierte die Konkurrenz und holte sich mit über 33 Sekunden Vorsprung eindrucksvoll den Tagessieg. Andreas Schindler konnte seinen zweiten Platz dahinter nicht wiederholen, da er mit technischen Problemen dem Feld hinterhereilen musste. Dafür erkämpfte sich RMC-Open-Gewinner Placido Andrisani (RS Competition) den zweiten Rang vor Thomas Piert, dem damit noch der Sprung auf das Podium gelang.

DD2: Wishofer gewinnt vor Marschall
Der Österreicher Mick Wishofer (VPDR) fuhr im Qualifying mit nur 0.074 Sekunden Vorsprung auf die Pole-Position der Königsklasse und verdrängte Martin Mortensen (RS Competiton) auf Rang zwei. Diese beiden machten auch den ersten Wertungslauf unter sich aus. Auf trockener Piste eroberte Mortensen frühzeitig die Spitze und damit auch den Sieg. Wishofer verteidigte seinerseits den zweiten Rang knapp gegen Maximilian Fleischmann (VPDR) und Pascal Marschall (Beule Kart Racing Team).



In den Regenrennen am Sonntag hatte es Mortensen nicht mehr so leicht: Mit Wishofer und Marschall meldeten sich zwei ebenbürtige Gegner zu Wort. Sowohl im zweiten als auch dritten Wertungslauf zeigte das Trio eine packende Regenschlacht mit zahlreichen Positionswechseln. Am Ende setzte sich Wishofer in beiden Rennen vor Marschall und Mortensen durch. Als undankbarer Vierter kam Titelverteidiger Luka Kamali (CRG Performance) ins Ziel, der zeitweise ebenfalls ganz vorne zu finden war, auf die Distanz aber abreißen lassen musste.


RMC-Initiator Andreas Matis war am Abend bestens gelaunt: „Das war ein Saisonstart nach Maß und Genk war für alle eine Reise wert. Die Rennen waren fair, spannend und abwechslungsreich. Das macht Lust auf mehr. Einzig am Wetter müssen wir noch arbeiten, denn Regen hatten wir für meinen Geschmack jetzt genug.”

Weiter geht es für die ROTAX MAX Challenge Germany am 18. und 19. Juni 2016. Auf dem Hunsrückring in Hahn findet dann der zweite Saisonlauf statt und man darf gespannt sein, ob die Auftaktsieger an ihre Leistungen anknüpfen werden.



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