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RMC, 18.04.2016

Furioses RMC Open 2016 in Wackersdorf

Am 16. und 17. April 2016 fand die bereits zweite Auflage des RMC Open statt. Organisiert von den Machern der ROTAX MAX Challenge Germany, hat sich das RMC Open zu einem festen Bestandteil im alljährlichen Kartsport-Kalender gemausert. Zur 2016er Auflage meldeten sich rund 120 Teilnehmer an, um sich unter Wettbewerbsbedingungen auf die anstehende Saison der ROTAX MAX Challenge Germany vorzubereiten.

Timo Deck


Im Prokart Raceland von Wackersdorf warteten gleich mehrere Neuerungen auf den ROTAX-Zirkus: Dank Zweitagesveranstaltung fuhren alle Klassen erstmals drei Wertungsläufe, die Micro-Klasse erhielt einheitliche Leihmotoren und das Event wurde live im Internet übertragen. Hinzu kam die modifizierte Strecke in Wackersdorf: Eine neue Gerade, die das Geschlängel im Infield ersetzt und neue Curbs sowie Asphalt-Erweiterungen am Streckenrand sorgten für neue Begebenheiten in der Oberpfalz.



Eine zusätzliche Herausforderung stellte das Wetter dar. Petrus zeigte sich an beiden Tagen wenig gnädig und ließ das Prokart Raceland immer wieder von Regenschauern heimsuchen, sodass der Regenreifen hoch im Kurs stand. Während die Zeittrainingssitzungen noch bei trocken Bedingungen über die Bühne gingen, wurden sämtliche Wertungsläufe unter nassen Verhältnissen ausgetragen. Einzig das DD2-Finale wurde aufgrund einer abtrocknenden Bahn zur Reifenlotterie ...

Micro: Maximilian Tarillion holt Micro-Sieg

Eine Premiere feierte die RMC in der Micro-Klasse. Zum ersten Mal wurden aus Gründen der Chancengleichheit und Kostenreduzierung einheitliche Leihmotoren ausgebeben. Zudem wurden die Übersetzung sowie das Vergaser-Setup vorgeschrieben. Das neue Konzept trug auf Anhieb Früchte, denn mit 19 Nachwuchspiloten war die Micro-Klasse deutlich stärker besetzt als noch im letzten Jahr.



Sportlich gesehen bestimmte zu Beginn Giuseppe Fico (B&W Kartteam) die Pace. Im Zeittraining markierte er die Bestzeit und bestätigte seine Performance auch in den folgenden zwei Wertungsläufen, die er jeweils als Sieger beendete. Dabei verdrängte er im ersten Durchgang den Österreicher Marcel Reisenberger (VPDR) und Moritz Schmeiss (Beule Kart Racing Team) auf die Ehrenplätze. Im zweiten Lauf holte sich Hannes Borde (CRG Perfomance) Rang zwei vor Reisenberger.
Spannend wurde es im letzten Rennen, denn hier meldete sich Maximilian Tarillion (TBKart) zu Wort. Der Youngster war im ersten Lauf aufgrund falschen Benzins aus der Wertung genommen worden und musste fortan zur Aufholjagd blasen. Das tat der Wiener mit Bravour und so schaffte er es am Ende, die Spitze und den Sieg zu erobern. Giuseppe Fico lief dahinter als Zweiter ein, während Lenny Ried (Solgat Motorsport) das Podium der RMC Open 2016 komplettierte.

Mini: Finn Gehrsitz in Topform

Finn Gehrsitz (Solgat Motorsport) und Ben Dörr (CRG Racing Team) waren die Hauptdarsteller der Mini-Piloten. Im trockenen Qualifying hatte Dörr noch relativ deutlich die Nase vorn, doch ab den verregneten Rennen übernahm Gehrsitz das Zepter. Er hatte alle Rennen unter Kontrolle und sah dreimal als Sieger die Zielflagge – selbst ein Ausritt in die Botanik konnte daran nichts ändern. Ben Dörr konnte als Einziger annähernd das Tempo des Dreifachsiegers mitgehen und wurde in allen Rennen mit dem zweiten Platz belohnt. Der dritte Platz war hart umkämpft. Hier behaupteten sich Henrik Seibel (Kosmic), Flint Schniggenberg (OK) und Gianni Andrisani (RS Competetiton) in den drei Rennen, wobei Andrisani im entscheidenden Finale die Oberhand behielt und damit auf das Podest klettern durfte.

Junioren: Siemens und Seifried jubeln

Dirk-Laurenc Seifried (Team TKP) bestimmte zu Beginn das Geschehen bei den Junioren. Der FA-Pilot sicherte sich die Pole-Position mit der Bestzeit im Qualifying. Diese Leistung bestätigte er im ersten Lauf, den er vor Dennis Siemens (RS Competition) und Andre Walter (Kart Performance Racing) gewinnen konnte. Auch im zweiten Durchgang setzte sich Seifried – diesmal vor Sebastian Estner (RS Competition) und Dennis Siemens – durch.
Im entscheidenden Finale musste der Favorit allerdings Federn lassen. Mit einem Katapultstart und einer extrem hohen Pace bugsierte sich Dennis Siemens an die Spitze. Diese baute der Bielefelder auf über vier Sekunden aus, bevor er als verdienter Sieger den Zielstrich kreuzte. Dirk-Laurenc Seifried lief dahinter auf Rang zwei ein und Phil Dörr (CRG Performance) schaffte als Dritter den Sprung auf das Podium.



Senioren: Dreifach-Sieg für Max Wissel

Mit 28 Teilnehmern stellten die Senioren das größte Feld des Wochenendes. Allen voran stach Max Wissel (Nees Racing) sofort heraus: Der Alzenauer setzte im Zeittraining die Bestmarke und gewann im Anschluss den ersten Wertungslauf souverän vor RMC-Champion Christopher Dreyspring (VPDR) und Daniel Woik (Woik Motorsport). Ähnlich deutlich siegte Wissel auch im zweiten Durchgang – diesmal vor Daniel Woik und Euro-Challenge-Ass Nicolas Schöll (Tony Kart).



Deutlich enger ging es im Finale zur Sache: Bis zu fünf Piloten balgten sich zeitweise um den Sieg, wobei es weitgehend nach einer Entscheidung zwischen Wissel und Schöll aussah. Doch zur Halbzeit meldete sich Emil Dose (KSB Racing Team) zu Wort. Vom zehnten Platz aus ins Rennen gegangen, pflügte der Kosmic-Pilot durch das Feld und schaffte letztlich den Sprung auf Platz eins. Die Freude darüber war allerdings nur von kurzer Dauer. Eine Zeitstrafe wegen Startvergehens, warf ihn auf den dritten Rang zurück. Damit erbte Max Wissel letztlich doch noch den Tagessieg vor Nicolas Schöll auf Position zwei.

DD2 Masters: Andrisani feiert Tagessieg

Die Sodi-Piloten Patrick Henke und Michael Becker (beide Beule Kart Racing Team) diktierten das Tempo bei den „alten Herren”. Sowohl im Zeittraining als auch in den ersten beiden Wertungsläufen machten sie die Spitze unter sich aus, wobei Henke letztlich stets die Nase vorn hatte.

Dabei hatte das Sodi-Duo die Rechnung aber ohne Placido Andrisani (RS Competition) gemacht. Der Tony-Kart-Pilot war im Qualifying aufgrund einer Abweichung am Vergaser ans Ende des Feldes strafversetzt worden, arbeitete sich in den ersten beiden Rennen sukzessive nach vorne und stellte rechtzeitig zum Finale den Anschluss zur Spitze her.



Im letzten Rennen des Tages lieferten Henke, Becker und Andrisani einen sehenswerten Dreikampf mit zahlreichen Führungswechseln ab. Am Ende der 15 Rennrunden behauptete sich Andrisani an der Spitze und verwies Becker auf den zweiten Rang vor dessen Teamkollegen Henke.

DD2: Luka Kamali gewinnt den Reifen-Poker

Ziemlich ausgeglichen gestaltete sich das Wochenende im Feld der DD2-Piloten. Die ROTAX-Debütanten Tom Lorkowski (Nees Racing) und Douglas Lundberg (Mach1 Motorsport) verwiesen die etablierte RMC-Elite im Zeittraining auf die Plätze. Auch im ersten Wertungslauf bestimmten die beiden das Tempo, wobei der Mach1-Werkspilot aus Schweden das Rennen vor dem Pole-Setter gewinnen konnte. Als Dritter trug sich derweil Martin Mortensen (RS Competition) in die Ergebnislisten ein.



Im zweiten Durchgang meldete sich Lorkowski zurück an der Spitze. Der Rösrather gewann vor dem zweifachen RMC-Champion Pascal Marschall (Beule-Kart Racing Team) und Martin Mortensen, der seinen dritten Rang verteidigen konnte. Lundberg fiel derweil auf Position sieben zurück und sollte fortan keine entscheidende Rolle mehr spielen.

Das lag nicht zuletzt an der Reifenlotterie des Finalrennens. Eine abtrocknende Piste machte die Wahl der Reifen nicht leicht und zunächst erwies sich der Regenreifen als richtige Wahl. Favoriten wie Lorkowski, Marschall, Mortensen und Lundberg hatten unter anderem auf profilierte Pneus gesetzt und waren nach wenigen Runden hoffnungslos unterlegen. Schnell wurde klar, dass die Slick-Piloten richtig gepokert hatten und so war es der amtierende RMC-Champion Luka Kamali (CRG Performance), der die Spitze eroberte. Ihm auf den Fersen war RMC-Neuzugang Tobias Müller (M-Tec Praga Racing). Mit den schnellsten Rennrunden machte er es Kamali richtig schwer, fand aber bis zum Schluss keinen Weg mehr vorbei. Einen starken dritten Platz holte sich Andre Matisic (Solgat Motorsport). Der ehemalige Deutsche Kart Meister schaffte bei seinem Debüt im DD2 auf Anhieb den Sprung auf das Podest.

Am Abend zeigte sich RMC-Initiator Andreas Matis zufrieden: „Trotz des widrigen Wetters haben wir eine gute Veranstaltung erlebt. Unsere Neuerungen haben sich durchweg bewährt – auch wenn es hier und da noch einige Feinheiten zu verbessern gilt. Das Konzept der Micro-Klasse geht sehr gut auf und unser Live-Stream hat hervorragende Resonanz bekommen. Ein Wermutstropfen ist die CIK-FIA-Spoiler-Regel, die leider zu zahlreichen Zeitstrafen führte. Ich hoffe sehr, dass dies der Eingewöhnung geschuldet ist und künftig weniger Probleme damit auftreten werden. Insgesamt ist die ROTAX MAX Challenge aber auf dem richtigen Weg und ich freue mich bereits auf den Saisonstart in Genk.” Und dieser liegt nicht in allzu weiter Ferne. Bereits am 21. und 22. Mai 2016 wird auf der hochmodernen Anlage von Karting Genk im belgischen Flandern die erste von fünf Meisterschaftsrunden ausgetragen.


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