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WM, PORTIMAO, 17.11.2015

World Final 2015 - Schlacht um den WM-Titel

Ein detailierter Bericht über das Abschneiden der Österreicher im ROTAX MAX World Final in Portimao von Michael Fiedler

Michael Fiedler




Tag 1 & 2:

Start des offiziellen Teils des Welt Finales!

2 Trainings und das Zeittraining!

Gestern in den freien Trainings waren einige Österreicher ganz vorne mit dabei.

Junioren
Nic Schöll: Session 2: 12. Platz Session 3 1. Platz

Senioren:
Niki Kresse : Session 2: 10. Platz Session 3: 17. Platz
Mick Wishofer: Session 2: 15. Platz Session 3: 27. Keijo Keke Platzer

DD2:
Max Hofer: Session 2: 1. Platz Session 3: 17. Platz
Constantin Schöll: Session 2: 7. Platz Session 3: 2 Platz
Jan Wünschek: Session 2: 13. Platz Session 3: 11. Platz

DD2 Masters:
Session 2: 21. Platz Session 3: 13. Platz
Rubens Barichello ebenfalls in der DD2 Klasse am Start war einmal 2


Tag 3:

Tag 3 war nicht so ganz der Tag der Österreicher...

Junioren:
Nic Schöll hatte eine freie Runde, ansonsten wurde im jede Runde im Zeittraining zerstört. In dieser Runde fuhr er eine 1.2.469 und wurde in seiner Gruppe 16. und Gesamt 19.

Senioren:
Auch hier konnte man nicht unbedingt, an die Super Leistungen vom freien Training anschliessen. Jedoch Beide Karts landeten bei Rotax und es wurden Probleme gefunden und Verbesserungen vorgenommen.
Niki Kresse landete am 38. Platz und Mick Wishofer auf P45.

DD2:
Consti Schöll traf es aber am härtesten. Im letzten freien Training hatte er einen Motorschaden und musste einen komplet neuen Motor übernehmen. Ohne Feintuningsarbeit und ohne Kilometer am Motor musste er das Zeittraining in Angriff nehmen. Er kam leider nicht an seine tollen Trainingszeiten heran und landete am Schluss auf P57.
Jan Wünschek hingegen kämpfte schon die ganze Woche mit dem nicht gewohnten BirelArt Kart. Doch im letzten freien Training hatte er die Umstellung schon einmal geschafft und war Gesamt unter den Top10. Im Zeittraining erging es ihm wie viele anderen. Eine schnelle freie Runde ohne Windschatten, danach die Entscheidung sich in eine Gruppe ein zu reihen, aber leider war dann immer einer im Weg und so reichte es mit dieser einen Runde auch nur für P38.
Max Hofer entschied gleich eher ohne Windschatten, dass ganze in Angriff zu nehmen. Solide Gute Leistung. Er wurde Gesamt 12.

DD2 Master:
Auch Alexander Gumpenberger hatte nicht unbedingt viele freie Runden.
Im Prinzip ist er mit P22 zu frieden, den von dieser Position kann man noch viel erreichen.

Grundsätzlich gilt, dass es hier sehr eng zu geht. 0,1 Zehntel schneller kann schon einmal so an die 5-15 Plätze bedeuten. Heute stehen 2 Heats auf dem Program.


Tag 4: Zwischen Racing und Krieg ist da nicht mehr viel Unterschied…



Die Rennleitung hat die Starterfelder leider nicht wirklich im Griff. Die Veranstaltung ist extrem Gut und es ist für mich immer wieder eine Freude dabei zu sein, aber heuer schafft es die Rennleitung nicht die Horde der Fahrer zu Bändigen. So viele unschöne Szenen und Crashes und Überschläge habe ich schon sehr lange nicht mehr gesehen…



Das Bild zeigt nur die Ersatzteile vom Australischen Team von einem Tag. Sie nennen es „The Wall of Shame“


Wie ist es unseren Fahrern ergangen:

Junioren:
Nic Schöll ist einfach extrem stark und zeigt das auch. Er startet Konservativ und mit Köpfchen. Danach lässt er es Krachen er kämpft sich in jedem Rennen nach vorne und hat die Platzierungen P8 und P5 und ist absolut auf Kurs.

Senioren:
Niki Kresse hatte einen Guten ersten Lauf mit vielen Fights und dieser endete mit P19. Doch in seinem zweiten Heat endete seine Aufholjagt in einem „Big One“ in Turn2.
Keiner gibt nach und viele Fliegen und erst nach Turn3 beginnt Real Racing.
Mick Wishofer war schon zwei Mal das Opfer in Turn 2 in Heat zwei konnte er wenigstens das Rennen beenden und landete auf P25.

DD2:
Constantin Schöll hatte 2 sehr Gute Läufe. Jedes Mal von P28 gestartet, gelang es ihm in den kurzen Sprintrennen, weit nach vorne zu kommen. P13 und P16 sind noch keine Garantie für das Finale, aber auf jeden Fall ein sehr Guter Anfang. In Heat 2 war Constantin auch der schnellste im ganzen Feld.
Max Hofer hatte nach dem Zeittraining die beste Ausgangsposition. In Heat 1 solide Unterwegs mit P8. In Heat zwei nach dem Start schon auf P3, doch in Turn 2 war es mit der Freude auch schon wieder vorbei. Der Hintermann wollte einfach nicht bremsen und schon war Hofer letzter, Aufgrund eines Rennabbruchs hatte Hofer wieder die Chance am Feld dran zu sein und er nutze die 3 Runden, doch mehr als P25 war nicht drinnen.
Jan Wünschek hatte ebenfalls in Heat 1 ein sehr kurzes Rennen. Dafür war sein zweiter Heat um so schöner. Da brachte er Heil sein Kart durch Turn 2 und 3 und konnte das Rennen auf dem Guten 13. Platz nach Hause bringen.

DD2 Master:
Alexander Gumpenberger schaffte es auch in Beiden Heats die Startrunde unbeschadet zu überstehen. Auch für ihn ging es ihn Beiden Rennen etwas nach vorne. P9 und P10 sind ebenfalls ein Guter Grundstein für das Finale.
Heute stehen der letzte Heat (Qualifikationslauf) auf dem Programm und dann gibt es noch das Second Chance Rennen (Hoffnungslauf), wo man sich für das ersehnte Finale Qualifizieren kann.


Tag 5: Also sagen wir es einmal so… Es wurde weiter munter Material vernichtet!!!





4 von 7 Österreicher haben es direkt ins Finale geschafft und können heute noch weiter Kämpfen…

Junioren:
Dieses Mal erwischte es auch Nic Schöll in Turn 2. Durch diese Aktion wurde Nic auf P35 zurück geworfen. Er gab nicht auf und hetzte dem Feld hinter her. Dadurch gelang ihm auch noch Schadensbegrenzung, denn er konnte das Rennen auf P26 beenden. Trotzdem Safe im Finale und beendete die Heats auf den 19. Gesamtrang.

Senioren:
In Heat 3 hieß es für Niki Kresse volle Attacke nach vorne, um doch noch die Chance zu wahren ins Finale ein zu ziehen. Erst einmal den Start auf der Strecke überstanden, konnte er seine Aufholjagt starten.

Er schaffte es dann von P26 immerhin auf P13 nach vorne. Dadurch erreichte er zwar nicht direkt das Finale, konnte aber im Second Chance Heat immerhin von P14 ins Rennen gehen.

Mick Wishofer hatte eine ähnliche Mission. Dieses Mal konnte ihn Turn 2 auch nicht aufhalten und er zeigte warum er sich qualifiziert hatte. Auch Wishofer war extrem schnell unterwegs und konnte gut nach vorne arbeiten. Einmal waren es sogar 3 Fahrer in einer Kurve. Am Schluss hieß es für ihn P18, mit der zweit schnellsten Rundenzeit im Heat. Dadurch konnte Mick von P27 im Hoffnungslauf Starten.

Hoffnungslauf:
Ich mache es kurz… Mick und Niki kamen bis zu Turn 2 und 3, danach war der Traum vom Finale erledigt…

DD2:
Max Hofer reichte ein 15. Platz um direkt ins Finale zu kommen, aber er wollte natürlich wesentlich mehr. Doch beim ersten Startversuch kassierte der Niederösterreicher so derart eine, dass ihm die Heckstange an einer Seite abgebrochen ist. Max startete trotzdem bei dem Rennen mit der Hoffnung, dass die Rennleitung das nicht sieht. Gute Entscheidung, denn erst in der letzten Runde zeigte ihm die Rennleitung die Technikflagge und dadurch beendete er das Rennen auf P7 und kann im Pre Finale von P21 ins Rennen gehen.

Constantin Schöll zeigte wieder eine Superleistung in dem er sich von P28 auf P22 vorkämpfte. Er erzielte auch die schnellste Rennrunde in diesem Rennen und schaffte es ebenfalls direkt ins Finale. Er geht von P26 ins Rennen und das heißt er hat nach dem Zeittraining immerhin schon 26 Plätze gut gemacht. „Welldone“

Jan Wünschek absolvierte ebenfalls einen guten Soliden Dritten Heat. Aber P20 war für das Finale, zu wenig. Von P16 nahm Jan die Herausforderung, um sich vielleicht doch noch zu qualifizieren, an.

Der Start von Wünschek war „LEGEND“ von P16 ganz außen auf P4 nach vorne. In Turn 1,2 und sogar Turn 3 war er immer noch nicht eingereiht, erst in Turn 4 konnte er sich dann sicher fühlen, dass es mit diesem Höllenritt geklappt hatte. Jan konnte dann auch noch Druck nach vorne ausüben. Jan wollte einfach noch mehr und Attackierte P3, war auch schon fast vorbei, doch leider kam es zu einem Crash und Beide Fahrer wurden weit nach hinten geworfen und dadurch war der Traum vom Finale für Jan Geschichte…
Rubens Barichello wurde im Hoffnungslauf dann 3. Und konnte sich für das Finale Qualifizieren.

DD2 Master:
Im Dritten und letzten Heat, lief es für Alexander Gumpenberger nicht ganz so gut wie in den ersten Beiden, aber man konnte auch spüren, dass er kein unnötiges Risiko eingehen wollte. Er beendete den letzten Heat auf P22 und qualifizierte auch ebenfalls direkt für das Finale. Er startet im Pre Finale von P23.


Tag 6: Welt Finale 2015 letzter Akt...



Am Finaltag gab es noch 2 Rennen zu bestreiten, dass Pre Finale und das Finale. Im Pre Finale geht es nur um den Startplatz für das Finale, so besteht noch für jeden Teilnehmer, der sich für das Finale Qualifiziert hat, die Chance Welt Meister zu werden...

Junioren:
Nic Schöll ging von P19 ins Pre Finale. Schon bei Turn 1 hatte er heftige Probleme, dass Kart auf der Strecke zu halten, doch irgendwie hatte er das geschafft, doch da es viele andere nicht geschafft haben und es zu einem sogenannten "Big One" kam, musste abgebrochen werden.

Nic`s Kart hatte leider den ersten Startversuch nicht so gut überstanden. Sein Rearbumper hing runter. Nic konnte es zwar notdürftig mit Kabelbinder reparieren, aber musste aus der Box starten...

Nic hetzte dem Feld hinter her, aber schon nach wenigen Runden war er an einem Pulk dran. Mit einer gehörigen Wut im Bauch tankte er sich an seine Gegner vorbei und kam immer weiter nach vorne. Er schaffte es sogar bis auf P19 nach vorne, doch seine Hintere Stoßstange löste sich erneut. Jetzt bestand die Hoffnung, dass die Rennleitung das nicht sehen würden, doch sie sahen es und zeigten dem jungen Racer die Technik Flagge...
Da das in der letzten Runde geschah, fuhr Nic nicht mehr in die Box. Die Rennleitung war dieses Mal gnadenlos und Disqualifizierten Nic, dadurch musste er das Finale vom letzten Platz starten...

Im Finale setzte Nic alles auf eine Karte und machte keine Gefangenen...
Schon nach dem Start war unter den Top 20. Einige Runden später war er sogar schon auf P12, mit dem ungehörigen drang weiter nach vorne zu kommen, doch dann klappte ein Überholmanöver nicht und es ging wieder einige Plätze zurück. Doch Nic gab nicht auf... Am Schluß reichte es für P15.
Das Ergebnis ist für eine 1. WM Teilnahme eigentlich ein Gutes Ergebnis, aber Nic hätte unter die Top 5 gehört...


DD2:
2 Österreichische Shotguns waren hier am Start. Max Hofer startete im Pre Finale von P21 und Constantin Schöll von P26. Dieses Mal verlief die Startphase ohne Zwischenfälle. Max hatte in der Anfangsphase Schwierigkeiten mit einem lästigen Untersteuern, aber umso länger das Rennen dauerte umso besser ging es ihm damit. Ab Runde 5 Zündete dann Max seinen Turbo und es ging nach vorne...

Da alle Fahrer annähernd die gleichen Rundenzeiten fahren, weil wir ja nicht vergessen dürfen, dass hier die Besten der Besten am Start sind, ging es nicht so schnell und weit nach vorne wie gewohnt. „wink“-Emoticon Aber P14 war für Max drinnen und die Chance auf die Top 10 lebte.

Consti erging es nicht ganz so gut. Er lieferte sich ein Duell mit Rubens Barichello, ich selbst muss gestehen, dass ich kein großer Fan von Barichello bin, aber das was ich dort gesehen habe, hat mir sehr gefallen. Der ehemalige Formel 1 Fahrer hat gezeigt was er kann und das war nicht schlecht. Consti und Ruben wechselten einige Male die Positionen. Consti ließ seine ganze Internationale Erfahrung aufblitzen und schaffte es immer wieder Barichello in die Schranken zu weisen, aber in der letzten Runde packte der Brasilianer noch einen Trick aus der Kiste aus und rette Platz 21 vor Consti ins Ziel.

Im Finale war es wieder Turn 2 wo wir einen Österreicher verloren. Constantin Schöll hatte einen Mega Start und war schon recht weit vorne, aber dann wurde es für den Jungen Wiener in Turn 2 zu eng und er musste dort wesentlich länger verharren als ihm lieb war. Hofer hingegen schaffte es zwar durch die ersten 2 Kurven aber ihn erwischte es dann in Turn 3 das erste Mal. Das Kart fuhr von da an nicht mehr Gerade, und nach Turn 6 kam das sehr schnelle aus. Consti mittlerweile wieder auf der Strecke wurde dann unsanft von einem Kollegen derart angeschoben, dass sie die Positionen tauschten. Doch Consti ließ sich nicht abschütteln, zuerst durfte er einen Fairen Fight mit harter Klinge, mit einem ehemaligen Formel 1 Fahrer führen und dann das. Doch Consti auf P32 konnte eh nicht mehr viel ausrichten, aber er revanchierte sich und der Lette konnte das Rennen dann nicht mehr fortführen. „wink“-Emoticon

Ab diesem Zeitpunkt musste ich mir einen anderen Suchen, denn ich zusehen wollte. Warum nicht Barichello...?
Barichello mittlerweile auf P6 und das was der Altmeister (43 Jahre) da zeigte war Genial. Er setzte sich in diesem Verfolger Pulk (ca.6 Fahrer) durch und erreichte am Schluss noch P4... Hammerleistung!

Ference Kanscar Gratuliere ich hiermit zu seiner Gelungenen Saison.
Weltmeister! Europa Meister!, BNL, CEE, Amerika Cup und Las Vegas Junge Junge hat der eine Saison gehabt!!!!!


DD2 Masters:
Alexander Gumpenberger hatte eigentlich kein schlechtes Weltfinale. Er stand in keinem Rennen draussen und brachte sein Kart immer wieder ins Ziel. Er startete immer Mitten im Getümmel und überlebte Turn2. Im Pre Finale hielt er sehr lange die P26 doch dann wurde er jede Runde unsanft in Turn7 heftigst angeschoben. Da die Rennleitung nichts dagegen machte, entschied er sich den Wxxx vorbei zu lassen.

Im Finale ging es am Anfang etwas nach vorne und dann lieferte er sich einen erbitterten Kampf gegen Robert Schlünssen, der einer der Favoriten dieser World war. Immer wieder fand der Deutsche einen Weg an ihm vorbei, aber Gumpenberger trickste ihn dann doch immer wieder aus. Doch irre setzte sich der Deutsche durch...
Am Schluss der beendete Alexander seine Zweite WM Teilnahme mit dem 20. Platz und darf damit zufrieden sein, das er der zweitbeste Österreicher ist.

Autorenverweis
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