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RMC, KECKSKEMET (HUN), 27.10.2015

Emotionale Achterbahnfahrt in die „Top Ten“

Vergangenes Wochenende fand in Keckskemet (HUN) der letzte Lauf zur Hungarian International Open Championship in der Rotax Max Challenge statt. Und es war für das gesamte Team wohl eines der der emotionalsten Wochenenden der Saison.

Matthias Folkmann


Schon am ersten Tag des Trainings gingen die Probleme los: Der Laptimer funktionierte nicht. Die Folge: Das Team „Jorden Dolischka“ hatte keinerlei Daten zur Abstimmung zur Verfügung. Drehzahl, Temperatur, Rundenzeit – alles war in einer „Black Box“ verschwunden, womit die junge Rennfahrerin voll gefordert war. Neben der Konzentration auf die eigene Linie, lag diesmal das Hauptaugenmerk von Jorden beim Training auf alle Details, die das Kart lieferte: Wie fühlt sich das Kart generell an? Wie reagiert es in bestimmten Passagen? Wie läuft der Motor? Jorden löste diese Aufgabe aber bravourös und so konnte „Mechaniker-Opa“ Josef, bei sehr kalten, aber trockenen Verhältnissen anhand Ihrer Angaben ein perfekt abgestimmtes Kart hinstellen. Obwohl mit einer Zusatzaufgabe eingedeckt, konnte Jorden das Tempo der schnellsten im Feld halten – und ging mit entsprechender Vorfreude in die nächst tägigen Rennen.



Sonntag in der Früh. Der Blick hinaus: Regen! Während bei der Crew die eine oder andere Sorgenfalte zu sehen war, hatte Jorden bereits eine riesiges Lächeln im Gesicht. Die junge Dame hat offenbar eine Vorliebe für regennasse Strecken.

Schnell ein kompletter Setup-Umbau und hinein ins Warm-Up bei dem der gute 5. Rang herausschaute. Laut Jordens Ansage aber noch nicht das Ende der Fahnenstange – und tatsächlich nach dem Qualifying lag sie bereits auf dem zweiten Startplatz. Bevor es aber los ging - entsetzte Gesichter in der Box. Beim raschen Umstellen des Karts auf Regen hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen: Die Spurbreite war um 3 Millimeter zu schmal – die Auswirkung war deutlich größer: 5 Positionen, oder gut 8 Meter ging es in der Startaufstellung zurück.

Startplatz 7 – hinein ins Rennen. Doch die Probleme waren noch nicht abgeschüttelt. Das nasse Wetter hat dem Motor offenbar zugesetzt und Jordens Kart stotterte in der ersten Runde vor sich hin. Schnell waren weitere Positionen verloren. Glücklicherweise hat sich das Aggregat nach den ersten Startproblemen aber gefangen und für den Rest des Rennens seine volle Leistungsfähigkeit zur Verfügung gestellt. Mit viel Ehrgeiz und einer tollen Leistung ging es Platz um Platz nach vorne, sodass am Ende des Team „Dolischka“ noch über einen 4. Platz jubeln durfte.



In der Pause zum zweiten Start wurde das Kart noch einmal durchgecheckt und optimiert. Wenn Motor & Chassis mitspielen, dann müsste für das zweite Rennen ein Stockerlplatz in Griffweite liegen.

Aber wie schon das gesamte Wochenende, hat ging es auch am Renntag bergauf und bergab. Nach der Motivationsspritze und Platz 4 ging es Jorden im zweiten Lauf einen kleinen Tick zu forsch an. Ein Fehler am Start, kurz raus aus dem Startkorridor, und schon hat das Mädel eine 10-sekunden Strafe kassiert. Zudem hatte man zu viel riskiert und das Kart hatte nicht mehr die gute Balance wie noch in Lauf eins. An überholen war nicht mehr zu denken. Im Gegenteil: Jorden hatte alle Händen voll zu tun den 4. Platz zu verteidigen und ins Ziel zu bringen. Mit viel Einsatz und Disziplin konnte sie ihre Position bis zum Ende des Laufs behaupten – durch die nachträglich aufgebrummten 10 Sekunden wurde sie aber noch auf Platz 8 zurück gereiht.

Überwog am Anfang noch die Enttäuschung, dass es nichts mit dem ersehnten Top 3 Ergebnis an diesem Rennwochenende geworden ist, wich der Ärger aber schon bald der Freude, dass es Jorden durch konstante Leistungen über die gesamte Saison hinweg gelungen ist, den 3. Platz in der Gesamtwertung zu erzielen. Die emotionale Achterbahnfahrt ging also sogar noch nach Rennende weiter...

Am Ende des Tages blieb beim gesamten Rennteam von Jorden Dolischka große Freude zurück. Immerhin hat man es als Team mit seiner Fahrerin geschafft sich in der Premierensaison, in einer neuen Klasse – und noch mit einer der jüngsten Starterinnen – im absoluten Spitzenfeld zu klassieren. Danke 2015! So darf es 2016 gerne weitergehen.

Autorenverweis
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