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RMC, PANNONIARING, 1.10.2015

Ein „Wochenende zum Vergessen“ am Pannoniaring

Am vergangenen Wochenende ging der letzte Lauf zur CEE (Central Eastern European Meisterschaft) Rotax Max Challenge am Pannoniaring über die Bühne und dieses Mal ist für Jorden Dolischka fast alles schief gegangen.

Matthias Folkmann


Noch bevor die eigentliche Arbeit im Kart losgegangen ist, bzw. noch bevor das erste Training losgegangen ist, ist Jorden Freitag Mittag an der Strecke mit dem Fahrrad zu Sturz gekommen. Dabei ist das Mädel so unglücklich auf den Kopf gestürzt, dass sogar die Rettung anrücken musste. Im Renntempo ging's Richtung Spital wo ein medizinischer Check durchgeführt wurde. Die gute Nachricht: Jorden hat keine gröberen Kopfverletzungen erlitten und ist relativ glimpflich davon gekommen, trotzdem: Der Schädel hat gedröhnt, gebrummt und an den Unfall selbst, gab es keinerlei Erinnerung. Nachdem gottlob also keine akuten Verletzungen festgestellt wurden, haben die Ärzte Jorden trotz des Unfalls frei gestellt Kart zu fahren...



Zurück in der Box angekommen, hat das Team bereits alles zusammengepackt um die Heimreise anzutreten. Das Rennwochenende war abgehakt. Bei allen, bis auf Jorden selbst. Die junge Racerin hat das gesamte Team inklusive der besorgten Eltern so lange bearbeitet, um zumindest am Samstag das Vormittagstraining zu probieren. Schließlich fühlte sich Jorden, den Umständen entsprechend, fit.



Tatsächlich ging Dolischka am folgenden Samstag auf die Strecke und konnte am Vormittagstraining teilnehmen, zum Nachmittag hin wurden die Rundenzeiten und Platzierungen dann für alle überraschend schnell besser. Am Ende schaute sogar der, unter diesen Umständen großartige, sechste Platz heraus – und somit eine Topstartposition für das Rennen. Nachdem die Verletzung im Qualifying körperlich kein großes Thema war, ist die Entscheidung gefallen auch das Rennen zu bestreiten.

Erstes Rennen, Erster Start – die Reaktionszeit hat gepasst und nach der ersten Runde war Jorden bereits auf Platz 5. Dass aber die Rennsituation Rad an Rad mit den Konkurrenten doch eine ganz andere Geschichte als ein Qualifying ist, musste Jorden aber recht bald trotz aller Euphorie einsehen. Schnell begann die Konzentration zu schwinden – eine Kollision und der Rückfall auf Platz 15 waren die direkte Folge.

Obwohl Jorden doch ein wenig angeschlagen war, wollte sie unbedingt auch das zweites Rennen absolvieren um zumindest noch ein Ergebnis zu verbuchen. In ihrem zweiten Lauf fuhr Jorden dann taktisch klug und hielt sich in den direkten Duellen zurück - „Durchkommen“ war die Devise. Trotzdem konnte Dolischka auch im zweiten Lauf ein paar erfolgreiche Überholmanöver setzen, musste sich am Ende aber mit dem für sie, im Normalfall, enttäuschenden 11 Rang zufrieden geben. Dadurch ging auch die „Top 3“ Platzierung in der Gesamtwertung verloren und reiht sich Jorden zu Ende der Meisterschaft (Klasse: Mini Max) auf Gesamtrang 6 ein.

Bevor die Jungrennfahrerin aber enttäuscht sein konnte, gab es vom gesamten Team anerkennenden Applaus – denn jeder im Umfeld weiß, wie schwierig es ist, sich der beinharten Konkurrenzsituation im Leistungssport zu stellen, wenn die Fitness nicht mitspielt. Jorden hat zwar den absoluten Spitzenplatz im Gesamtklassement verloren, aber ein paar unglaublich wertvolle Erfahrungen für ihre sportliche Zukunft gewonnen.

Und schließlich bleibt ein sportlich immer noch höchst erfolgreiches Fazit: In der allerersten Saison der ROTAX Mini Max Challenge CEE konnte Jorden Dolischka mit ihrem Team trotz dieses durchwachsenen Wochenendes mit dem sechsten Endrang ein absolutes Spitzenergebnis erzielen. Vor allem wenn man berücksichtigt, dass die durchwegs männliche Konkurrenz, die aus 32 Startern besteht um bis zu 3 Jahre älter als Jorden ist.

Autorenverweis
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