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4.9.2015

Straßenkarts mit Pkw-Führerschein bewegen

Mal in einem Gokart so richtig Gas geben - für die meisten Menschen ist das ein eher seltenes Freizeitvergnügen. Das muss es aber nicht unbedingt bleiben, denn seit einigen Jahren sind auch sogenannte Straßenkarts erhältlich, die tatsächlich eine Straßenzulassung besitzen - und damit zumindest theoretisch ganz normal bewegt werden dürfen.

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Möglich wurde dies durch das Inkrafttreten einer EU-Regelung, die die Zulassung von vierrädrigen Kleinstfahrzeugen ermöglicht. Aus diesem Grund sind auch häufiger Quads im Straßenverkehr anzutreffen, doch auch ein Straßenkart profitiert von der Gesetzesänderung.

Günstiger Schwerpunkt, perfekte Straßenlage

Einem besonders handlichem Auto mit günstigem Schwerpunkt und perfekter Kurvenlage werden oft Fahreigenschaften "wie ein Gokart" bescheinigt - was viel über den Fahrspaß mit einem solchen Kart aussagt. Direkter als mit einem Straßenkart lässt sich Fahrspaß nicht vermitteln, der Verzicht auf eine Federung und auch jeden anderen Komfort ermöglicht einen vollkommen ungefilterten Kontakt zur Fahrbahn. Sich fast wie bei einem Motorrad in die Kurven legen - mit einem Straßenkart ist das möglich. Die Fahrleistungen der meisten Modelle mögen auch den ersten Blick nicht üppig erscheinen, doch mit einem Gewicht von etwa 120 Kg und 8 bis 14 PS Leistung sind Geschwindigkeiten von rund 80 bis 100 km/h möglich - lahm ist ein solches Straßenkart also keineswegs.

Kreidler-Karts beherrschen den Markt

Am häufigsten angeboten werden die beiden Karts Kreidler F-100 und F-170. Letzteres ist für rund 3.200 Euro erhältlich und mit einem 13,6 PS leistenden Einzylinder-Viertaktmotor ausgestattet, der die Kraft aus 165 ccm Hubraum schöpft. Geschaltet werden muss dabei nicht, wie sonst bei Rollern üblich setzt das Kart auf eine stufenlose Variomatik - auch für den ebenfalls vorhandenen Rückwärtsgang. Komfortabel im Alltag ist auch der Elektrostarter, ein Anlassen per Seilzug entfällt daher. Für die Straßenzulassung waren augenscheinlich wenig technische Änderungen notwendig, abgesehen von Blinkern, eine Tacho und den obligatorischen Nummerschildern an Front und Heck lässt nichts auf die Verkehrstauglichkeit schließen - abgesehen von einem Detail: Die vorhandene Handbremse wird sich bei einem Rennkart natürlich nicht finden lassen. Vorhanden sind übrigens auch eine Hupe sowie ein Lenkradschloss, welches vor allem Motorradfahrern bekannt sein dürfte.

Der Vorgänger F-100 kostet rund 1.000 Euro weniger, der knatternde Zweitakter mobilisiert zudem nur etwa 8 PS. Außerdem zeigten sich einige Mängel, die mit dem F-170 ausgemerzt wurden: Die fehlende Federung führte häufig zu Rahmenbrüchen.

Bedenkliche Sicherheit: Besser am eigenen Auto schrauben

Allerding: Natürlich hat ein solches Straßenkart auch Nachteile: Die geringe Höhe macht eine Sichtbarkeit für den Fahrer eines Lkw fast unmöglich; einen Crash möchte man sich ebenfalls nicht vorstellen – dass die Unfallstatistik auch so schon schlimm genug ist, sieht man auch beim ADAC. Wer die unbestreitbaren Sicherheitsbedenken teilt, sollte das Geld für ein solches Spaßgerät besser anders investieren; beispielsweise in sein eigenes Fahrzeug.

Denkbar ist es natürlich auch, sich einen Zweitwagen zuzulegen, der eher als Spaßgerät dienen soll. Wer gerne selbst schraubt, benötigt dafür kein Straßenkart, sondern kann sinnvoller Weise die Verschleißteile an seinem Pkw selbst wechseln. Bei der Selbstmontage lässt sich Geld sparen, wenn die benötigten Teile für ein Fahrzeug online gekauft werden. Dabei werden keinesfalls nur Inspektionsteile und Austauschteile angeboten, auch Hauptscheinwerfer für Pkws sind erhältlich (z.B. hier) , sofern sie zersplittert sind oder nach einem Wassereinbruch blind wurden. Die Montage ist günstig in einer Mietwerkstatt möglich, die neben dem notwendigen Equipment wie Hebebühnen und Werkzeug in der Regel auch fachliche Hilfestellung leistet - und zusammen mit den günstigen Teilen eine gute Grundlage für ein neues Hobby schafft.




Autorenverweis
Der Kartsport als Einstieg in den Rennzirkus
Straßenkarts mit Pkw-Führerschein bewegen

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