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5. Lauf zur ROTAX MAX Challenge 2012, Wittgenborn (D), 05.08.2012

D-RMC: Endspurt der RMC in Wittgenborn

Die heiße Phase der deutschen ROTAX MAX Challenge hat am ersten August-Wochenende in Wittgenborn begonnen. Rund 130 Teilnehmer reisten trotz Ferienzeit zum hochgelegenen Vogelsbergring nach Hessen, um den Endspurt der Saison einzuläuten. Der fünfte und vorletzte Lauf des Jahres sollte es wieder einmal in sich haben. Das Wetter sorgte glücklicherweise nur kurz für unberechenbare Bedingungen, was dem Kampf um die Rennsiege aber zusätzliche Würze verlieh. Besondere Aufmerksamkeit wurde an diesem Wochenende der Gesamtwertung zu Teil, konnten doch bereits die ersten Würfel in der Vergabe um die Meistertitel fallen ...

Timo Deck


MICRO-Cup: Siege für Bergmeier und Kohl
Die Klasse der Jüngsten stand von Beginn an im Zeichen von Tamino Bergmeier (EA). Der Pilot des B&W Kartteams markierte schon im Zeittraining deutlich die Bestzeit und war auch im Prefinale nicht zu schlagen. Er gewann den ersten Durchgang knapp vor Maximilian Krupper (M-Tec) und Robin Pelzl (CRG).



Damit wurde Bergmeier auch im Finale als Favorit gehandelt, doch bei deutlich abtrocknender Piste verpokerte man sich im Team bei der Reifenwahl und schickte den Youngster auf Regenreifen ins Rennen. Bergmeier konnte zwar einige Zeit die Führung behaupten, musste sich dann aber einem furios fahrenden Tim Kohl (M-Tec) beugen, der sich mit Slickbereifung zum Sieg katapultierte. Bergmeier rettete dahinter noch haudünn den zweiten Rang über den Zielstrich und verdrängte Tizian Küster (Praga) auf den dritten Platz der Tageswertung.

MINI-Cup: Luis Glania unschlagbar
Luis Glania (Praga) war an diesem Wochenende das Maß der Dinge. Der Pilot aus dem Nintendo Team Scheider dominierte schon vom Zeittraining an die Konkurrenz und ließ auch in den Rennen keinen Zweifel aufkommen. Am Abend standen zwei souveräne Start-Ziel-Siege für den Youngster aus Unna zu Buche, der damit die bislang tadellose Siegesserie des Gesamtführenden Louis Henkefend (Topkart) brechen konnte.



Hinter dem Doppelsieger ging es in beiden Läufen eng zur Sache: Bis zu sieben Fahrer stritten sich teilweise um die Ehrenplätze. Während im Prefinale noch Robert Kindervater (Intrepid) und Marcel Mayer (Praga) auf den Verfolgerpositionen abgewinkt wurden, holten sich im Finale Louis Henkefend (Topkart) und Tim Mika Metz (CRG) die Podiumsplatzierungen. Besondere Freude herrschte bei Henkefend: Unter Berücksichtigung der Streichergebnisse ist dem vierfachen Saisonsieger der Meistertitel nicht mehr zu nehmen.

JUNIOR-Cup: Erster Saisonsieg für Gruber
Das Feld der 25 Junioren hatte Jannik Jendrzejzyk (Maranello) im Qualifying deutlich im Griff. Auf feuchter Piste nahm er der Konkurrenz fast vier Zehntelsekunden ab. Dass er aber auch unter trockenen Bedingungen die Pace halten konnte, bewies der Gilchinger im Prefinale, wo er die Führung zunächst verteidigen konnte. Doch er schien die Rechnung ohne Christopher Hille (Haase) gemacht zu haben. Der Fahrer aus dem Team Tom-Tech eroberte die Spitze und schien diese gegen eine achtköpfige Verfolgermeute verteidigen zu können. Erst in der letzten Runde musste sich Hille doch noch geschlagen geben. Jendrzejzyk bugsierte sich mit einem „Last-Minute-Manöver“ zum Sieg. Diese Aktion wusste auch Michael Gruber (Intrepid) zu nutzen, der gleich mit vorbei schlüpfte und sich noch den zweiten Platz sichern konnte.



Vergleichsweise unspektakulär verlief das Finale: Jannik Jendrzejzyk wurde nach einigen Führungsrunden mehrere Positionen zurückgereicht und machte den Weg damit für Michael Gruber frei. Der Fahrer aus dem JLC Racing Team kontrollierte fortan das Geschehen und konnte sämtliche Angriffe seiner Verfolger, Max Grün (CRG) und Pascal Drewing (Praga), gekonnt abwehren. Grün, der nach starker Fahrt als Zweiter das Ziel sah, wurde jedoch wegen Startverstoßes mit einer Zeitstrafe auf Rang sechs zurückgestuft. So rückte Drewing am Ende noch auf Platz zwei vor und Jendrzejzyk schaffte als Dritter ebenfalls den Sprung aufs Podium der Tageswertung.

JUNIOR-World: Zweiter Sieg in Folge für Dreyspring
Im Zeittraining konnte zunächst Ricardo Adler (Tonykart) glänzen. Der Tom-Tech-Fahrer eroberte die Pole-Position und mischte im Prefinale ganz vorne mit. Am Ende blieb ihm aber ein Topergebnis verwehrt, da er sein Kart vier Runden vor Schluss mit einem Defekt abstellen musste. Planmäßig lief es dagegen für Christopher Dreyspring (CRG). Nachdem er in Ampfing seinen ersten Saisonsieg feiern durfte, knüpfte der Nürnberger in Wittgenborn an diese Leistung an. Er konnte den ersten Durchgang mit beachtlichen acht Sekunden Vorsprung vor Kevin Landwehr (EA) und Noah Brandt (Energy) gewinnen.



Im Finale hatte es Dreyspring nicht ganz so leicht: Landwehr erwischte den besten Start und verteidigte die Spitzenposition bravourös. Nach fünf Runden waren seine Führungskilometer aber gezählt. Platz um Platz wurde er durchgereicht und musste nach einer Kollision sogar ganz die Segel streichen. Davon unbeeindruckt übernahm Dreyspring wieder Platz eins und machte den Doppelsieg nach 18 Runden perfekt. Hinter dem neuen Tabellenführer freute sich Noah Brandt über den zweiten Schlussrang, der zugleich das beste Saisonergebnis für den Breitheimer darstellt. Zufrieden war am Ende auch Lukas Wenig (Praga), der als Dritter das Podest komplettierte. Der Zweitplatzierte des Zeittrainings hatte das Finale vom letzten Startplatz aus in Angriff nehmen müssen, da ihm im Prefinale ein defekter Anlasser zum Verhängnis geworden war.

MAX-Cup: Doppelsieg für Iris Perey
In Wittgenborn platzte endlich der Knoten für Iris Perey (M-Tec). Nach einer bislang eher durchwachsenen Saison konnte die schnelle Heinsbergerin endlich ihr volles Potenzial ausspielen und in ein eindrucksvolles Ergebnis umwandeln. Sie stahl der männlichen Konkurrenz von Anfang an die Show, fuhr die Bestzeit im Zeittraining und unterstrich ihre Leistung mit zwei unangefochtenen Siegen in den Rennen.



Hinter der Pilotin aus dem Rennstall des Nintendo Team Scheiders wurde Mike Golla (Energy) die Rolle des besten Nebendarstellers zuteil. Mit zwei zweiten Plätzen wahrt sich der Pilot von JEDI-Racing seine Titelchancen. Platz drei ging im Prefinale noch an Jannik Hezler (CRG). Er musste im Finale jedoch vorzeitig die Segel streichen und die Hoffnungen auf ein gutes Ergebnis begraben. Niklas Rosenbach (Energy) komplettierte am Ende als Dritter das Podium vor Tabellenführer Marco Dakic (Birel) auf Platz vier.

MAX-World: Larry ten Voorde legt nach
Im Zeittraining sorgte Maximilian Schickedanz (CRG) für Furore und mischte das Elitefeld mit der Bestzeit auf. Der Mann aus dem Kader von Kartsport-Klimm nutzte seine gute Ausgangslage auch im Prefinale und suchte sein Heil in der Flucht. Während hinter ihm kräftig um die Positionen gekämpft wurde, verschaffte er sich einen beachtlichen Vorsprung. Doch Schickedanz hatte die Rechnung ohne Larry ten Voorde (EA) gemacht. Der Tabellenführer blies zur Aufholjagd und egalisierte den Rückstand in Windeseile. Der abzusehende Angriff ließ dann ebenfalls nicht lange auf sich warten und so gewann Larry ten Voorde den Lauf vor Maximilian Schickedanz und Marc Lupfer (Intrepid).



Im Finale überließ ten Voorde nichts mehr dem Zufall. Er fuhr ein ungefährdetes Rennen an der Spitze und machte den Doppelsieg perfekt. Mit dem Punktemaximum festigte der dreifache RMC-Champion zudem seine Führung in der Gesamtwertung. Hier ist jedoch noch nichts entschieden: Christopher Friedrich erkämpfte sich im Finale den zweiten Platz und bleibt daher auch in der Meisterschaft in realistischer Schlagdistanz. Titelchancen hat Marc Lupfer zwar nicht mehr, dennoch konnte sich der JLC Racing-Pilot als Dritter des Finales stark in Szene setzen und damit sein bestes Saisonergebnis egalisieren.

DD2-Masters: Thomas Piert gewinnt beim Comeback
Thomas Piert (FK), seines Zeichens DD2-Masters-Champion 2010, gab in Wittgenborn sein RMC-Comeback. Dass er nichts verlernt hat, bewies der ehemalige Weltfinalteilnehmer bereits im Zeittraining mit der schnellsten Runde.



Doch im Prefinale wurden die Karten neu gemischt. Ein Regenschauer zwang das Feld noch vor dem Start zum Wechsel auf Regenreifen. Mit den rutschigen Bedingungen kam Pole-Setter Piert nicht so richtig zurecht, was sich letztlich im fünften Schlussrang widerspiegelte. Ganz anders sah es hingegen für Mathias Baumeister (Intrepid) aus. Der Berliner fühlte sich pudelwohl auf der nassen Bahn und feierte mit fast acht Sekunden Vorsprung einen souveränen Laufsieg. Platz zwei holte sich derweil Michael Becker (Zanardi), der hinter dem Sieger ein sicheres und unauffälliges Rennen fuhr. Für die eigentliche „Sensation“ sorgte unterdessen Tanju „Sternle“ Yildiz (M-Tec). Der Sympathieträger der RMC lieferte sich sehenswerte Fights mit der Konkurrenz und sah nach 16 spannenden Runden als hervorragender Dritter die Zielflagge.
Trockene Verhältnisse waren im abschließenden Finale angesagt. Erneut schien Baumeister hier die Pace zu bestimmen, doch seine Performance ließ zur Rennhalbzeit sichtlich nach. Thomas Piert, Thomas Schumacher (CRG) und Michael Becker schlossen alsbald zum Führenden auf und kassierten diesen nacheinander. Am Ende feierte Piert mit über fünf Sekunden Vorsprung den Sieg vor Schumacher, Becker und Baumeister. In der Meisterschaft bleibt es weiterhin spannend: Schumacher und Baumeister werden in Hahn den Gesamtsieg und damit auch die Qualifikation für das Wetlfinale unter sich ausmachen.

DD2-World: Titelkampf bleibt offen
Der Meisterschaftsführende Simon Wagner (Praga) wurde seiner Favoritenrolle auch in Wittgenborn gerecht und unterstrich seine Ambitionen bereits im Zeittraining mit der Bestzeit.
Doch das Prefinale wurde zum Waterloo für den Österreicher. Ein Regenschauer vor dem Start des Rennens machte die Reifenwahl zur puren Lotterie, bei welcher sich der zweifache Weltfinalteilnehmer – wie einige andere Piloten auch – gehörig verzockte. Mit Slicks gestartet, fielen Wagner und seine Leidensgenossen chancenlos zurück. Erst als es zur Rennmitte abtrocknete, konnten die Slickfahrer attackieren. Zum Teil in Rundenrückstand geraten, war hier aber nichts mehr zu holen, wie Wagners Siebter Platz am Ende belegt. In der Vergabe um den Sieg schien unterdessen alles für Maurice Schiwy (Praga) zu laufen. Er hatte das Rennen fest im Griff, kämpfte dann bei abtrocknenden Bedingungen aber derart mit nachlassender Performance, dass er den sicher geglaubten Sieg doch noch an Jannik Jakobs (Haase) abtreten musste.



Trockene Verhältnisse rückten die Kräfteverhältnisse im Finale wieder ins richtige Licht. Jakobs bewies, dass sein Prefinalsieg nicht dem Regen geschuldet war und behauptete Platz eins souverän. Er löste sich sogar deutlich vom Rest des Feldes und hätte womöglich den Doppelsieg perfekt gemacht, wenn ihn nicht ein verlorener Achskeil kurz vor Rennende ins Aus bugsiert hätte. Damit kam schließlich Wagner in den Genuss des dritten Saisonsieges. Meisterschaftsrivale Patrick Henke (Zanardi) sah dahinter als Zweiter das Ziel und hält damit den Anschluss in der Gesamtwertung. Komplettiert wurde das Podium von Maurice Schiwy, der selbige Position auch in der Meisterschaft festigen konnte.

Am Abend blickte Organisationsleiter Uwe Jäger auf eine gelungene Veranstaltung zurück, die trotz Regenschauer problemlos über die Bühne ging und mit einer pünktlichen Siegerehrung ihren Abschluss fand. Hier hatte man noch eine besondere Überraschung parat, denn kein geringerer als der zweifache DTM-Champion Timo Scheider übergab die Pokale, was gerade bei den Jüngsten für strahlende Gesichter sorgte. Nun richten sich die Blicke auf das große Finale auf dem Hunsrückring. Am 2. September werden auf dem Flughafengelände von Hahn die Meister und Weltfinalteilnehmer gekürt. Die traditionelle Vorschau auf die RMC 2013 wird dabei genauso wenig fehlen, wie die alljährliche Abschlussparty im Paddock-Club.

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