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ÖTSM, 24h-SAALFELDEN, 16.-17.07.2011

24 Stunden Vollgas mit Trauerflor

In Memoriam Andreas Waldherr wurden heuer die 24h von Saalfelden gestartet und Andi hätte mit dieser geballten Ladung Motorsport sicher seine helle Freude gehabt. Unmittelbar vor dem Start wurde des auf so tragische Weise verstorbenen Rallyecracks gedacht, und das gesamte Fahrerlager fand sich dazu am Vorstart ein. Andreas - schon in den 90ern im 4-Takt-Kart unterwegs - war vor einigen Jahren, für und mit seinem Sohn Luca, wieder zu seinen motorsportlichen Wurzeln zurückgekehrt und bestritt diese Saison im Team Machacek p.b. WMS. Er wird der ÖTSM-Familie immer in Erinnerung bleiben.

Text: Georg Gruber, Fotos: XL


Die heurigen 24h in Saalfelden sahen 27 hochmotivierte Teams mit sechs Topfavoriten und einigen Geheimtipps in den Startlöchern.

Die erste Überraschung hielt zunächst die Wetterabteilung bereit. Wer Saalfelden kennt, hat automatisch Gummistiefel und ausreichenden Regenschutz im Gepäck. Diesmal aber komplett unnötig, auch wenn ein kleines Wölkchen am Samstag Abend kurz für erhöhte Luftfeuchtigkeit sorgte. Saalfelden 2011 blieb trocken.

Dass Qualifyings bei 24h Rennen wirklich nur zum finden einer Startaufstellung dienen, bewiesen dann ausgerechnet die Polesetter. Brenntag p.b. HKS mit Michael Gmundner am Steuer holte sich die Pole und setzte Michi auch gleich wieder als Startfahrer ins Kart.




Dann passierte das Hoppala: Gmundner sprang beim Le Mans Start voll motiviert ins Kart, dabei voll aufs Gaspedal und schwupps - starb der Motor ab. Irgendwie hatte sich der Vergaser verschluckt, jedenfalls kam der Polesetter als Vorletzter erstmals bei den Boxen vorbei. Was Gmundner dann ablieferte, war Kartsport vom Feinsten. Unauffällig schlängelte er sich durchs Feld und - begünstigt durch eine Safetycarphase - übergab der Villacher sein Kart nach mehr als 2 Stunden wieder in den Top 5.

Das Safetycar hatte wegen eines Unfalles der Scuderia Carinzia (Nr. 55) auszurücken. Das war von Nikolas Treiber mit voller Wucht in die Leitschiene gestopft worden und man kann von Glück sprechen, dass dem Piloten außer seinem Knie nichts weh tat. Grund für den Abflug war das ständige Cutten durch die Wiese in der Schikane, wodurch in eben diesem Bereich die Strecke immer mehr verschmutzt wurde. Die Rennleitung entschloss daraufhin kurzerhand die Streckenführung leicht zu modifizieren, was zwar zu noch schnelleren Rundenzeiten führte, aber sicherer war.

In Führung lag in den ersten beiden Stunden das Kart mit der Nr. 75 von Hörle Racing p.b. Krone Hit. Mario Nowak-Kennern vor allem aus der 2-Taktszene bekannt - gab ganz gewaltig Gas. Das führte dazu, dass das Gaspedal kurz nach der Übergabe brach. Offensichtlich hatte der junge Mann im wahrsten Sinn des Wortes sein Kart zu heftig getreten.



Ab diesem Zeitpunkt fanden sich noch fünf Favoriten an der Spitze doch es dauerte nicht all zu lange, bis Cerberus IT p.b. KCM (Nr. 22) mit einem Hinterachsbruch in der Box verschwand und nach sage und schreibe etwas mehr als 45 Minuten erst wieder auf die Strecke fand. Man gab zwar weiterhin fürchterlich Gas, aber das Rennen war für Cerberus gelaufen.

Vier Teams setzten sich danach langsam vom Rest des Feldes ab, bis es in der Nacht als nächstes die Nr. 23 erwischte. PKR Motorsport p.b. Kärntner Haus hatte danach gewaltig viel zu schrauben, womit sich auch jede Favoritenrolle erledigt hatte. An der Spitze blieb es weiterhin eng. Die Teams Eastreal Power One (1), Brenntag p.b. HKS (15 ) und SRT p.b. B&B (39) lieferten bis in die frühen Morgenstunden ein Vollgasschachspiel, was Strategie und Technik anbelangte. Nachdem die bayerisch-österreichische Gemeinschaft von Brenntag/HKS dann doch noch einmal einige Kleinigkeiten zu schrauben hatte, war es klar, dass sich mit Eastreal One die Gewinner der letzten 4 Rennen hier in Saalfelden gegen die Herausforderer von SRT/B&B um den Sieg matchen würden.

Und es wäre ganz knapp geworden, hätte man nicht bei Eastreal nochmals einige Minuten für die insgesamt 3 Stunden Pflichtfahrzeit mit über 195 kg nachholen müssen.
So aber gab es am Ende mit SRT p.b. B&B einen absolut verdienten Sieger.

Dahinter spielten sich wahre Dramen ab. Da gab es Teams die sauschnell waren aber durch Havarien oder Defekte aussichtslos zurückgeworfen wurden. Hinterachsen und wurden gegen Ende des Rennens Mangelware. Ebenso machten die Teams extrem unterschiedliche Erfahrungen beim Reifenverschleiß.
Es gab andere Teams die nicht unbedingt die absolut schnellsten Rundenzeiten fuhren aber mit der Präzision einer Atomuhr ihre Stints routiniert ablieferten und dabei alle größeren Schwierigkeiten umschifften.

Große und kleine Dramen gab es in jedem Team, mit der einzigen Ausnahme der Sieger. Die lieferten den Beweis, dass ein 24h Rennen nicht immer ein Sprint sein muss und vor allem perfekte Teamarbeit voraussetzt. Einzig nach dem Zieleinlauf war SRT Teamchef Herbert Wurzer für kurze Zeit in einer emotionalen Verfassung, die ihm vielleicht rationelle Entscheidungen ein wenig erschwert hätte. Aber da hatte er es auch schon verdient.

Die Teams im Einzelnen

Die Sieger:
SRT p.b. B&B (Nr. 39) mit Teamchef Herbert Wurzer betrieben sicherlich den professionellsten Aufwand. Das betriff weniger die finanzielle, als vielmehr die organisatorische Leistung des Teams. Fahren mussten alle, aber was bei SRT nebenbei noch an "Feindaufklärung" und Rechenleistung bzw. Simulation des Rennverlaufes abging, erinnerte sehr stark an Werkseinsätze in Le Mans, Spa oder am Nürburgring. Das Zelt der Blumenfreunde erinnerte eher an die FBI - Abteilung gegen Computerkriminalität, denn an ein Kartteam. Da liefen bis zu vier Laptops und Teamchef Herber Wurzer hatte seine Piloten Lukas Hackensellner, Stefan Jilker, Hannes Neuhauser und Daniel Sutil eingehend instruiert. Zeitweise konnte man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass SRT nur so schnell fuhr wie man musste und nicht so schnell wie man konnte. Die Frage, ob man wirklich vom Pech der anderen profitiert hat, lässt sich dadurch verneinen, dass man selbst keinen einzigen Fehler machte.

Platz 2
Eastreal Power One (1) trat mit derselben Besetzung an, mit der man im Vorjahr gewonnen hatte. Teamchef Tom Urbanek (der selbst im Kart mit der Nr. 60 ins Renngeschehen eingriff) übergab Mechaniker Erich Klima das Kommando über Dominik Klima, Marcus Kling, Roberto Pesevski und Rene Symjn. Über lange Zeiten lag man in Führung (was aber mit einem nach knapp 7 Stunden verarbeiteten Reifensatz bezahlt werden musste) aber zwei technische Kleinigkeiten, eine Stop & Go Strafe für Pitlanespeeding und eine etwas vermurkste Taktik bei den schweren Turns führten im Endeffekt auf Platz 2.

Platz 3
Über lange Zeit lag Brenntag p.b. HKS (15) auch in Führung. Teamchef Stefan Haimbuchner hatte seine Truppe (Clemens Donner, Michael Gmundner, Markus Haimbuchner, Andreas Heisinger und Hans Mayer) ebenfalls bestens vorbereitet. Dass der Start bereits für Nervenkitzel sorgte, war nicht eingeplant. Und die Aufholjagd von Michael Gmunder (siehe oben) zauberte einige Sorgenfalten auf die Stirn des Teamchefs wegen der Beanspruchung des Materials. In der Nacht musste man dann wirklich für einige Runden schrauben. Allerdings hing das nicht mit Gmundners Fahrt zusammen. Zu weit weg von der Spitze und mit ausreichendem Abstand nach hinten, fuhr man dann - lauernd ob ganz vorne noch etwas passieren würde - Rang 3 ein. Für die Meisterschaft ein immens wichtiger Schritt.

Platz 4
Hörle Racing p.b. Krone Hit (75) war zu den Topfavoriten zu zählen. Teamchef Andrej Hörle teilte sich mit seinen Fahrern Hannes XL Gsell, Bernhard Hösch, Mario Novak, Markus Pöll und Manuel Tenschert das Cockpit. Novak lieferte gleich zu Beginn des Rennens eine Wahnsinnsshow, fetzte in der ersten Runde von Startplatz 8 auf Platz 1. Doch der Bruch des Gaspedals verschob die Krone Hit Truppe zunächst weit zurück. Danach folgte eine sehenswerte Aufholjagd. Kurzfristig in der Nacht schon wieder auf P3 vorgestoßen, musste man noch zweimal zum Reparieren an die Box. Wieder auf Rang 6 zurückgeworfen, reichte es dann schließlich noch für den vierten Platz. Auch wenn das Rennen selbst durchwachsen war, die Fahrleistung des Teams war sensationell.

Platz 5
Teamchef Stefan Pointner bewegte gemeinsam mit Gerhard Brezovsky, Günter Mayer, Stefan Pichler und Roman Schneider das SiteX Databusiness Kart mit der Nummer 2. Nicht nur, dass man die Masterswertung gewann, man war auch sonst nicht allzu unzufrieden. Kleinere Technicals verhinderten zwar die ganz große Sensation, aber die gesetzten Herren waren keinesfalls unzufrieden. Die Gesamtwertung bei den Masters ist greifbar nahe.

Platz 6:
MSC Oberflockenbach (Nr. 34) war das bestplatzierte deutsche Team im Feld. Teamchef Wolfram Fath kommandierte seine Piloten Tommy Helfinger, Felix Müller, Jochen Oeser, Mario Rettig und Philipp Stein durch ein abwechslungsreiches Rennen. Vor allem die Technik brachte die Oberflockenbacher zur Verzweiflung. Ein Vergasertausch, defekte Bremsen, ein gebrochener Auspuff und ein Reifendefekt verhinderten eine bessere Platzierung. Nach dieser Runderneuerung durfte man mit dem Erreichen vom Platz 6 doch noch zufrieden sein.

Platz 7
PAA Racing p.b. Bulla (4) hatte bis zum Vormittag keine Probleme, danach verhinderten zwei Reparaturstops eine bessere Platzierung. Teamchef Roland Hammerl hatte mit Evelyn Enzenhofer, Thomas Frankl, dem Formelpiloten David Griessner, Bernhard Huber und Jürgen Winkler eine zuverlässige und schnelle Truppe um sich geschart. Unauffällig kämpfte man sich in den ersten Stunden in die Top 10 vor, um dort auch zu bleiben. Ohne technische Probleme wären auch in die Top 5 möglich gewesen.

Platz 8
Team 11 mit Startnummer 11 schaffte es trotz gebrochener Sitzstrebe und anderer kleiner Probleme in die Top 10. Teamchef Markus Seyn war mit seinen Mitfahrern Stefan Althammer, Harald Gottlieb, Thomas Lintschinger, Philipp Meyer, Norbert Richter und Wolfgang Stocker zufrieden. Man hatte sich aus dem Gröbsten herausgehalten und war routiniert bis auf Rang 8 gefahren.

Platz 9
M&P Holzbau (Nr. 88)zählte zu den Mitfavoriten und anfangs wurde man dieser Rolle auch gerecht. Teamchef Peter Preissinger, Hannes Dechler, Franz Pichler und Martin Walcher gaben auch ihr bestes, aber auch die Startnummer 88 blieb von einigen technischen Defekten nicht verschont, so dass man am Ende mit Rang 9 zufrieden sein musste.

Platz 10
Eastreal Power Racing (60) hatte sich nach P3 im Vorjahr sicherlich mehr ausgerechnet. Aber zwei Bremsdefekte (spektakulär glühende Bremsscheibe in der Nacht) kosteten mindestens 30 Runden. Teamchef Tom Urbanek und die Fahrer Florian Folkmann (Geburtstagskind am Samstag), Ines Gruber, Nico König, Roland Lammel und Clemens Mark gaben ihr Maximum, die Technik verhinderte ein besseres Ergebnis.

Platz 11
Speedarena (Nr. 99) das Nummer 2 Team von Peter Preissinger (Nr. 88) stand unter der Leitung seiner Gattin Tatjana. Die fuhr gemeinsam mit Mathias Folkmann, Christoph Klammerberger, Hannes Mandl, Andreas Stemmer und Andreas Urban und war am Ende mit einer Platzierung in der vorderen Hälfte des Feldes nicht unzufrieden. Dass natürlich mehr gegangen wäre war allen klar, aber 24 Stunden sind ein hartes Brot.

Platz 12
264 Lebensjahre zählten Teamchef Eckhard Krummrei und die Fahrer Oliver Fischer, Alexander Huber, Ernst Keller, Kai Vormelcher und Manfred Wüst zusammen. Dass mit dem Alter die Erfahrung kommt zeigte sich schon Samstag abend als das Oldies but Goldies Team (Nr. 69) erstmals in den Top 10 auftauchte, wohlgemerkt von Startplatz 25. Eine verbogene Lenkstange, eine defekte Kupplung und ein Reifendefekt, warfen die Oldies weit zurück. Für Rang 2 in der Masterswertung reichte es allemal.

Platz 13
Sicher nicht die Glückszahl für die Blackcolors Ladies. Franzi Dupke, Nicole Kronsteiner, Nikola Meier, Tanja-Carina Müller und Michaela Wolf waren vom Pech verfolgt. Nikola Meier: "Wir Mädels müssen viel mehr Gewicht auflegen, als die meisten anderen Teams, dadurch ist zweimal die Gewichtshalterung gebrochen." Teamchef Franz Ebner nahm seine Damen in Schutz: "An meinen Fahrerinnen lag es definitiv nicht." Das zeigten auch die Rundenzeiten.

Platz 14
Just Kamikaze Racing (Nr. 8) unter Christian Leistner - Mayer war anfangs ganz gut bei der Musik dabei. Aber eine gebrochene Hinterachse noch im ersten Renndrittel warf das Team weit zurück. Da nützte die Aufholjagd von Gabor und Mark Götz, Bobby Horak, Stefan Leistner - Mayer, Gerald Scholz und Christian Rucizka nicht mehr viel.

Platz 15
Machacek p.b. WMS fuhr unter Trauerflor. Man hatte nur 10 Tage vor dem Rennen Teammitglied Andreas Waldherr verloren und eigentlich wollte man gar nicht starten. Erst als mit Luca Waldherr derjenige im Team, dem man am ehesten einen Startverzicht zugetraut hätte, unmittelbar nach der Beerdigung seines Vaters, darauf bestand in Saalfelden zu starten, fanden sich auch Teamchef Stefan Machacek, Martin Komornik, Rudi Messner und Heinz Past bereit, in Memoriam ihres Teamkollegen Andreas zu fahren. Man lag einige Male schon in den Top 10, ein Unfall mit PKR - Motorsport mitten in der Nacht beendete die Hoffnung auf ein gutes Rennergebnis. Zu Luca Waldherrs Leistung finden sich am Ende des Artikels noch einige Worte.

Platz 16
MSC Alpe Adria Masters (20) unter Teamchef Ralf Greilberger musste während der 24h das Kart quasi runderneuern. Gerhard Brandl, Kurt Hermann, Herbert Laubichler und Otto Wogatei konnten Gas geben so viel sie wollten. Zwei Hinterachsreparaturen, eine defekte Bremse und einige andere Defekte ließen den Kärntnern zwar keine Chance mehr auf einen Spitzenplatz, aber in der Masterswertung fand man als Drittplatzierter noch aufs Podium.

Platz 17
Marc Kalsberger als Teamchef von AH Racing 1 (Nr. 40) verfügte über die Fahrer Andreas Baum, Leo Esposito, Michael Fischer, Albert Höfernik Christian Steiner und Thomas Wellisch, während er selbst ins Lenkrad von AH Racing 2 griff. Hier hatte man immense Reifenprobleme, außerdem eine Reparatur der Vorderachse und Gaszugprobleme zu vermelden.

Platz 18
Kartfriends (66) hatten eine besonders bittere Premiere zu vermelden. Ausgerechnet dem Team von Norbert Richter mit den Fahrern Constantin Cernov, Herwig Heckl, Thomas Mayer, Markus Neumüller, Gerd Peichl, Thomas Stagl passierte der erste Motorschaden seit der Einführung der V2 - Motoren. Nach 3 weiteren Vorderachsreparaturen war mehr als P18 nicht mehr drinnen.

Platz 19
PKR Motorsport p.b. Kärntner Haus (Nr. 23) zählte ebenfalls zum Kreis der Favoriten. Teamchef Christoph Pichler mit den Piloten Jürgen Heidenhofer, Mario Jaburek, Mario Krall, Manfred Mohr, Sigi Perchtold und Andi Simhofer fuhren auch lange an der Spitze mit. Doch mehrfache Reparaturen an Hinterachse, Vorderachse und Lenkung ließen den Traum von einer Spitzenplatzierung für das steirische Team platzen.

Platz 20
AH Racing 2 (41) mit Driving Captain Marc Kalsberger, Patrick Jurkovitz, Patrick Mederitsch, Andreas Walcher und Gregor Stocker, waren nicht wirklich vom Glück verfolgt. Reifenprobleme sowie eine Kollision die eine Kompletterneuerung der linken Kartseite nach sich zog, degradierten das Rennen der Nr. 41 bald zu einer reinen Test- und Übungsfahrt.

Platz 21
Allianz Roadrunner (44) war über lange Zeit schnellstes deutsches Team. Aber 3 Vorderachsreparaturen und weitere technische Probleme ließen Teamchef Peter Ebner und seine Fahrer Patrick Bammer, Jochen Brendle, Florian Holzinger, Max Müller, Andreas Schindler und Nunzio Vella 50 Minuten vor Schluss aufgeben.

Platz 22
Bei Bodystream Racing (Nr. 21) war nach einer Hinterachsreperatur und diversen anderen Technicals für Stefan Harlander, Bernhard Binder, Max Kaindlstorfer, Martin Koschir, Gebhard Muster, Ralph Sasek und Kurt Wiesauer nicht mehr viel zu holen, obwohl man anfangs aussichtsreich im Bereich von Platz 10 gelegen war.

Platz 23
KSF Bosch Racing (70) hatte sein Kart schon am Vormittag abgestellt und bis dahin mit Ausnahme des von Motor und Rahmen so ziemlich alles repariert. Teamchef Lothar Wittek ließ es sich aber nicht nehmen, das Kart, das von den Fahrern Danny Brink, Dennis Lutke, Tobias Weidner, Felix und Jan Wittek und Kevin Zey pilotiert worden war, am Ende des Rennens noch mal zum Empfang der Zielflagge hinauszuschicken.

Platz 24
Traumbad.at (12) hatte einen Alptraum zu durchleben. Teamchef Gerald Neumaier und die Fahrer Robert Benesch, Michael Hoheneder, Robert Hosendorfer, Christian Karl, Ricardo Meneghel und Gerald Thim wurden heftigst von der Technik gebeutelt und mussten 40 Minuten vor Schluss aufgeben.

Platz 25
Cerberus IT p.b. KCM (Nr. 22) zählte mit der Fahrerbesetzung Andreas Amon, Christian Mörth, Christoph Stasek, Thomas Taus und den Brüdern Julian und Simon Wagner zu den Topfavoriten. Anfangs wurde man dieser Rolle durchaus auch gerecht. Aber ein recht früher Hinterachsbruch machte alle Hoffnungen zunichte. Teamchef Günther Jahn war deprimiert über die immens lange Dauer des Hinterachswechsels der sein Team jeder Chance beraubte. Als dann am frühen Vormittag auch noch die Bremsen versagten, gab man auf.

Platz 26
Krone Hit biz Consult (76) war von Anfang an vom Havarieteufel verfolgt. Claudia Aigner, Michael Erben, Roman Fröhlich, Matthias Jonen, Jessica Klima und Roland Mohler standen öfter zum Herrichten von Havarien an der Box als alle anderen. Als der Kartrahmen laut Mechaniker Pepi Kapuy eher einem Schaukelstuhl glich, war man gezwungen aufzugeben. Teamchef Andrej Hörle schien nicht wirklich erbaut.

Platz 27
Die Scuderia Carinzia hatte gleich zu Beginn den Unfall, der die Safetycarphase auslöste. Auch wenn die Fahrer Michael Jammer, Christian Kahle, Gerhard Pemberger, Alfred Springer, Gert Steinthaler und Nikolas Treiber nochmals versuchten mit dem Kart das Rennen aufzunehmen, musste Teamchef Daniel Treiber schließlich den Stecker ziehen.





Eigentlich war geplant diesen Artikel mit der besonderen Behandlung der jugendlichen und weiblichen Starter abzuschließen, doch die traurigen Ereignisse vor dem Rennen ließen meinen Fokus schließlich auf einen jungen Mann einschwenken, der unheimliche Stärke und Kraft bewies.

Das Team Machacek hatte nach dem Tod von Andreas Waldherr eigentlich beschlossen in Saalfelden nicht an den Start zu gehen. Als man sich jedoch bei der Beisetzung von Andi traf, überraschte mit Luca Waldherr ausgerechnet der am meisten Betroffene das Team mit dem Willen zum Start. Luca ist der jüngste Fahrer im Team und zwang faktisch seine älteren Teamkollegen mitzuziehen. Wer dann sah, was da im Kart Nummer 5 abging, wenn der 17-jährige Niederösterreicher unterwegs war, der konnte - speziell in der Nacht - erkennen, dass Luca nicht alleine war.

Auch sein erster Turn mit der Dauer von 2:20 Stunden zeigte das ganz gut, und als Luca nach diesem Startturn von seinem Team begrüßt wurde blieb auch bei den Härteren unter der Sonne kein Auge trocken. Hollywoodregisseure mit dem Spezialfach Melodram hätten ein Drehbuch wie dieses für zu gewagt halten können. Das Leben hat uns eines Besseren belehrt.

Später in der Nacht vertraute er jemandem an: "Ich weiß, dass er will, dass wir hier fahren. Und ich will ihn auf keinen Fall enttäuschen!" Insgesamt 4 Turns absolvierte Waldherr jun. und saß ca. 9 der 24 Stunden im Kart.



Mögen andere beurteilen ob Luca das fahrerische Talent von Andi geerbt hat. Die kompromisslose Zielstrebigkeit, die unbedingte Liebe zum Motorsport und die nötige Härte die dieser Sport manchmal von uns allen einfordert, hat er jedenfalls zu 100% von seinem Vater als Erbe mitbekommen. Es wird an vielen Faktoren liegen, aber auch daran wie viel Unterstützung der junge Mann in weiterer Folge erhalten wird um den Namen Waldherr weiterhin in Ergebnislisten lesen zu können.



Endergebnis 24h-Saalfelden


Zwischenwertung nach vier von fünf Rennen
1. Brenntag Racing pb HKS (15), 163 Punkte
2. SRT pb B&B (39), 126 Punkte
3. Eastreal power one (1), 102 Punkte
4. Cerberus IT KCM (22), 82 Punkte
5. Hörle Racing Kronehit (75), 73 Punkte
6. M&P Holzbau (88), 67 Punkte
7. MSC Oberflockenbach (34), 66 Punkte
8. SiteXs Databusiness RT (2), 64 Punkte
9. PKR Kärtnerhaus (23), 46 Punkte
10. PAA Racing pb Auto Bulla (4), 43 Punkte
11. Eastreal power racing (60), 39 Punkte
12. Kartfriends (66), 25 Punkte
12. Bodystream RT (21), 25 Punkte
14. AH Racing 2 (41), 21 Punkte
15. Machacek TR pb WMS (5), 19 Punkte
16. AH Racing 1 (40), 16 Punkte
16. Blackcolors Ladies (6), 16 Punkte
18. Just Kamikaze (8), 13 Punkte
19. Speedarena (99), 11 Punkte
20. Team 11 (11), 10 Punkte
21. Hörel Racing biz Consult (76), 6 Punkte
21. Oldies but Goldies (69), 6 Punkte
23. MSC Alpe Adria Masters (20), 5 Punkte
24. Allianz Roadrunners (44), 1 Punkt
25. Traumbad.at (12), 0 Punkte
25. (55), 0 Punkte
25. (70), 0 Punkte

Autorenverweis
24 Stunden Vollgas mit Trauerflor

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