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4. Lauf DMV ROTAX MAX CHALLENGE, WITTGENBORN (D), 02.08.2009

DMV-RMC in Wittgenborn - Der Berg ruft!

Hoch auf den Vogelsbergring von Wittgenborn ging es am ersten August-Wochenende für die Piloten der DMV ROTAX MAX Challenge. Auf Deutschlands höchstgelegener Kartbahn stand der vierte Lauf der Saison auf dem Programm. Über 140 Teilnehmer läuteten an einem sommerlichen Wochenende offiziell den Endspurt der Meisterschaft ein. Leider spielte das Wetter trotz warmer Temperaturen nicht immer mit und so sorgten Regenschauern am Vormittag für nasse Verhältnisse der ersten Prefinal-Rennen.

Timo Deck


Nicht nur das Renngeschehen sorgte in Wittgenborn für Spannung, auch abseits der Strecke gab es brandheiße Gesprächsthemen über anstehende Neuerungen im RMC-Zirkus. Dem Vernehmen nach soll es 2010 eine Deutsch-Österreichische ROTAX MAX Challenge mit insgesamt acht Veranstaltungen geben - zwei davon in Österreich. RMC-Präsident Peter Kessler hierzu: "Wir werden ab nächstem Jahr den ROTAX-Vertrieb für Österreich übernehmen. Das bedeutet natürlich auch, dass wir uns um die dortige RMC kümmern werden, die in den letzten Jahren nicht ausreichend gepuscht wurde. Unsere Planung sieht ein Gesamtkonzept für die deutsche und österreichische Meisterschaft vor, welches für Teilnehmer beider Länder von Vorteil sein wird. Die Details werden wir bei unserer Präsentation am Samstag Abend der RMC-Veranstaltung in Hahn bekannt geben."

Noch sind die Pläne allerdings Zukunftsmusik und so konzentrieren wir uns an dieser Stelle wieder auf das Tagesgeschehen der RMC 2009 in Wittgenborn...


MINI: Michelle Halder gewinnt Finale

Frauenpower war bei den Jüngsten angesagt. Schon im trockenen Zeittraining fanden sich mit Vanessa Ehmann (Intrepid) und Michelle Halder (Swiss Hutless) zwei Mädels in der ersten Startreihe wieder.

Als das Prefinale dann im strömenden Regen gestartet wurde, übernahmen die Herren wieder das Regiment. Der von Platz fünf gestartete Leon Wippersteg (VRK) bewies - wie schon beim Rennen in Kerpen - sein Talent im Regen und feierte mit deutlichen acht Sekunden Vorsprung den Sieg vor Lokalmatador Moritz Kremer (Wildkart) und Tim Rosenblüh (Intrepid). Pole-Setterin Vanessa Ehman wurde nach technischen Problemen bis auf Platz 26 zurückgereicht. Michelle Halder kam immerhin noch als Zwölfte ins Ziel.



Dafür drehte die junge Swiss Hutless-Pilotin im trockenen Finale richtig auf. Mit einer fahrerischen Glanzleistung kämpfte sie sich nach vorne und feierte nach dem Auftaktsieg in Wackersdorf ihren zweiten Saisonerfolg. Hinter Halder fuhr Roman Schwedt (Intrepid) auf Platz zwei vor. Den letzten Platz auf dem Podium erkämpfte sich Moritz Kremer.


JUNIOR-Cup: Ten Voorde klar auf Titelkurs

Tabellenführer Larry ten Voorde (EA) war in den Rennen von Wittgenborn erneut das Maß der Dinge. Im Zeittraining, welches unter trockenen Bedingungen stattfand, musste sich der letztjährige MINI-Champion allerdings noch mit Platz drei zufrieden geben und Pascal Marschall (CRG), sowie Maximilian Dittrich (VRK) die erste Startreihe überlassen.

Im verregneten Prefinale erwischte ten Voorde sofort den besten Start und setzte sich an die Spitze. Daran konnte auch eine Slow-Phase aufgrund eines Unfalls und der anschließende Restart nichts ändern. Mit freier Sicht nach vorne brachte ten Voorde den Sieg in trockene Tücher. Dahinter bewies Sebastian Balthasar (CRG) ebenfalls seine Qualitäten im Regen und kämpfte sich von Platz neun kommend bis auf Position zwei nach vorne. Dittrich und Marschall folgten auf den Rängen drei und vier.



Weniger leicht hatte es ten Voorde im Finale. Auf nun trockener Strecke musste er sich lange Zeit hart gegen die Angriffe Dittrichs wehren, was ihm aber am Ende dennoch gelang. Mit gut einer halben Sekunde Vorsprung machte er den Doppelsieg perfekt und ist nun klar auf Titelkurs. Das Podium komplettierten am Abend Dittrich als Zweiter und Balthasar als Dritter.


JUNIOR-World: Bäurle und Halder beenden Gunkel-Dominanz

Ein Sieg sollte es bei seinem Heimspiel sein - so die erklärte Zielsetzung von Maximilian Gunkel (Intrepid), der seine Siegesserie der letzten Rennen auch in Wittgenborn fortsetzen wollte. Doch die Konkurrenz machte ihm diesmal einen Strich durch die Rechnung. Im trockenen Zeittraining schnappte ihm Pablo Czyrt (MG/Kosmos) die Pole-Position um wenige Hundertstelsekunden vor der Nase weg.

Regnerische Verhältnisse im Prefinale mischten die Karten völlig neu und so war es diesmal Titelverteidiger Matthias Bäurle (Intrepid), der seine andauernde Pechsträhne endlich mit einem Sieg beenden konnte. Von Platz fünf gestartet, war er unschlagbar im Regen und gewann letztlich mit über sechs Sekunden Vorsprung. Hinter ihm sah Tabellenführer Mike Halder (Swiss Hutless) als Zweiter das Ziel und machte sein verkorkstes Zeittraining (Platz zehn) schnell vergessen. Gunkel blieb am Ende noch der dritte Rang.



Klare Verhältnisse schuf Halder im trockenen Finalrennen. Nachdem Bäurle zu Beginn noch die Spitze inne hatte, musste er Halder passieren lassen, der anschließend ungefährdet seinen zweiten Saisonsieg einfuhr. Auch Bäurle als Zweiter fuhr ein sicheres Rennen nach Hause. Dahinter wurde jedoch mächtig gekämpft. Nachdem Gunkel zu Rennbeginn bis auf Position sieben zurückgefallen war, blies er zur Aufholjagd und duellierte sich die letzten Runden in einem sehenswerten Fight mit Markenkollege Tom Kuhn. Erst in der letzten Runde fand Gunkel noch einen Weg vorbei und schaffte bei seinem Heimspiel noch den Sprung aufs Podium.


MAX-Cup: Splithoff baut Führung aus

Für eine Überraschung sorgte Michel Kortz im Zeittraining. Der Gillard-Pilot markierte auf trockener Bahn die schnellste Runde, womit die versammelte Konkurrenz wohl nicht gerechnet hatte. Dass dies kein Zufallstreffer war, bewies Kortz dann eindrucksvoll im Prefinale. Auf regennnasser Piste feierte er einen unangefochtenen Start-Ziel-Sieg mit annähernd 20 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten Dennis Tuszynski (Zanardi), der damit seine Position aus dem Zeittraining verteidigen konnte. Dritter wurde Alexander Banaszak (Zanardi) vor Tabellenführer Maikel Splithoff (M-Tec).



Das Finale fand Nachmittags wieder auf trockener Strecke statt. Die neuen Bedingungen spiegelten sich auch im Ergebnis wider. Während zu Rennbeginn noch acht Piloten um den Sieg kämpften, konnte sich Splithoff früh an der Spitze setzen und vom Gerangel hinter sich profitieren. Er löste sich schnell und verwaltete seinen Vorsprung bis zum Fallen der Zielflagge. Das Duell um die Ehrenplätze entschied am Ende Christoph Turi (CRG) zu seinen Gunsten, der damit Dennis Tuszynski auf Platz drei verdrängte. Prefinalsieger Kortz spielte im Finale keine Rolle mehr - eine abgesprungene Kette warf ihn schon zu Rennbeginn ins vorzeitige Aus.


MAX-World: Erster Saisonsieg für Holzhäuser

Tobias Holzhäuser (Haase) sicherte sich in Wittgenborn seinen ersten Saisonsieg. Damit zählen wir nach Steven Hees (MG/Kosmos), Bastian Krapoth (M-Tec) und Maximilian Severin (CRG) den vierten Sieger im vierten Rennen - ein Beweis für die Leistungsdichte und Ausgeglichenheit im Feld der Weltfinalbewerber!

Ganz so leicht hatte es Holzhäuser aber zunächst nicht. Im trockenen Zeittraining rangierte der Haase-Pilot noch auf Platz fünf, während sich an der Spitze Dennis Widdmann (Energy), Steven Hees, Maximilian Severin und Patrick Kreutz (Intrepid) etablierten.



Doch der Regen im Prefinale brachte die Wende für Holzhäuser. Früh übernahm er die Spitze und kreuzte den Zielstrich am Ende über 13 Sekunden vor seinen Verfolgern. Und wer waren diese? Denis Thum (Wildkart) und Bastian Krapoth lieferten als Zweiter und Dritter eine sensationelle Vorstellung ab, waren doch beide von mäßigen Startpositionen aus ins Rennen gestartet. Thum hatte demnach nicht weniger als zwölf und Krapoth sogar 16 Plätze gutmachen können!

Beflügelt von seinem Prefinalerfolg ließ Holzhäuser auch im trockenen Finale nichts anbrennen. Am Ende stand ein nie gefährdeter Start-Ziel-Sieg für den Haase-Piloten zu Buche. Dahinter flogen jedoch schon am Start die Fetzen. So landete ausgerechnet Tabellenführer Steven Hees nach einem Rempler von Patrick Kreutz im Aus. Der ehemalige MAX-Champion fuhr sodann hinter dem Zweitplatziertzen Denis Thum den Lauf als Dritter zu Ende, erhielt jedoch eine 10-Sekundenstrafe für die Aktion gegen Hees. Kreutz konnte sein Pech nicht fassen: "Endlich Mal ein gutes Ergebnis und dann so was. Es tut mir wirklich Leid, aber es war keine Absicht. Mir ist ebenfalls jemand ins Heck gekracht." Dem Protest von Kreutz wurde am Abend nach der Anhörung von Zeugen und der Auswertung von Beweisfotos stattgegeben, wodurch der Intrepid-Pilot letztlich doch noch in den Genuss seines ersten Saisonpodiums kam.


DD2-Cup: Daniel Hoppe holt Doppelsieg

Pünktlich zum Zeittraining öffnete Petrus zum ersten Mal seine Schleusen und überraschte die Slick bereiften DD2-Piloten. Die Sitzung wurde unterbrochen, um den Fahrern den Wechsel auf Regenreifen zu ermöglichen. Den Wassermassen trotzte sodann Daniel Hoppe (M-Tec) am besten. Er holte sich vor Titelrivale André Banaszak (Zanardi) und Lokalmatador Mario Richber (Sodi) die Pole-Position.



Nahezu trocken präsentierte sich die Strecke am Mittag zum Prefinale. In einem unspektakulären Rennen fuhr Hoppe einen souveränen Start-Ziel-Sieg ein. Dahinter verteidigte Banaszak seinen zweiten Platz gegen den Drittplatzierten Uwe Burk (Kosmos).

Im Finale erwischte dann Banaszak den besten Start. Er versuchte sich die ersten Runden noch gegen Hoppe zu wehren, musste dann aber einsehen, dass der M-Tec-Pilot an diesem Wochenende nicht aufzuhalten war. Im Ziel machte Hoppe das Doppel perfekt und sicherte sich vielleicht die entscheidenden Punkte im Kampf um den Titel. Hier wahrt sich Banaszak mit dem zweiten Platz in Wittgenborn weiterhin alle Chancen. Glück im Unglück hatte der Drittplatzierte Uwe Burk. "Zu Rennbeginn ist mir der Sitz auf der rechten Seite komplett gebrochen. Ich musste mich fast das gesamte Rennen am Lenkrad festhalten. Am Ende habe ich schon Krämpfe bekommen. Ich bin total happy, dass es noch gereicht hat", so der Kosmos-Pilot, der seinem Ziel, Dritter in der Meisterschaft zu werden, damit ein großes Stück näher gekommen ist.


DD2-World: Roebers feiert ersten Saisonsieg

Philipp Roebers (CRG) war der Mann des Wochenendes im Feld der DD2-World-Asse. Schon im nassen Zeittraining diktierte er das Tempo und startete von der Pole-Position aus ins Prefinale, welches Mittags unter trockenen Bedingungen ausgetragen wurde.

Vom Start an übernahm der CRG-Pilot die Spitze, hatte aber mit Tabellenführer Denis Thum (Wildkart) einen hartnäckigen Verfolger im Schlepptau. Fast über die gesamte Renndistanz suchte Thum vergebens nach der entscheidenden Lücke. Erst in der letzten Runde witterte der Wildkart-Fahrer seine Chance und fand doch noch einen Weg an Roebers vorbei. Der hart umkämpfte dritte Platz ging am Ende an Alexander Möhring (Haase) vor Bela Szilagyi (Wildkart) und Ole Holzkamm (Haase).



Im Finale stand wieder der Zweikampf Roebers/Thum im Vordergrund. Roebers gewann erneut den Start und bestimmte das Tempo. Und als Thum nach einigen Runden plötzlich sein rechtes Hinterrad verlor, war das Rennen nur noch Formsache. Roebers gewann überlegen und feierte damit seinen ersten Saisonsieg. Auf Platz zwei kämpfte sich derweil Maxi Fleischmann (Energy) nach vorne, während Holzkamm die Top Drei komplettierte. Dahinter lieferten sich Szilagyi und Möhring einen erbitterten Kampf, der die Offiziellen dazu veranlasste beide Piloten wegen grober Unsportlichkeit mit Wertungsverlust zu belegen. Auch ein Protest beider Piloten änderte daran nichts mehr. "Das verstehe ich nicht. Wir haben noch nicht Mal eine Verwarnungsflagge im Rennen gezeigt bekommen und dann wird man am Ende disqualifiziert", zeigte sich Szilagyi ratlos.

Nach einem spannenden Renntag auf dem Vogelsbergring richten sich bereits alle Augen auf das große Saisonfinale auf dem Hunsrückring in Hahn. Am 06. September kürt die RMC-Familie dort nicht nur die neuen Meister, sondern lässt das Jahr auch mit der traditionellen Abschlussparty ausklingen.

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