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AUSTRIAN KARTING CHALLENGE, LAA/ZETTLING (STMK), 06.05.2009

AKC startet im steirischen Frühling

Am 2. Mai startete die Austrian Kart Challenge in die Saison 2009. Auf der anspruchsvollen Strecke in Laa/Zettling bei Graz trafen sich 55 Piloten in drei Divisionen zum ersten Stelldichein. Ein neuer Modus ermöglichte es auch Hobbypiloten mitzufahren und sich dabei mit teilweise hochkarätigen Vollblutprofis zu matchen. Für die Rotaxrenner standen je 3 Läufe zu 20 Runden am Fahrplan, während die KZ2 Piloten ihre Karts zweimal für 26 Runden um den Kurs zu prügeln hatten. Mit dabei waren erstmals die Freunde des Mostviertelcups, die keineswegs nur Lückenfüller waren, sondern aufzeigten, dass es auch verdammt schnelle Hobbypiloten gibt.

Bericht: Georg Gruber; Fotos: Petra Klima



















































































































































































































































Das Wetter drohte zwar das eine oder andere Mal umzuschlagen, aber mit etwas Glück blieb es die ganze Veranstaltung durchgehend trocken.

Alle Fotos sind auch im Fotoalbum zu sehen

Rotax – Max Junior: Alles Müller oder was?

16 Junioren trafen sich zum Saisonauftakt und neben einigen „alten“ Bekannten traf man da und dort auch junge Piloten, die von der Minimax – Serie den Aufstieg in die nächst höhere Klasse gewagt und auch geschafft hatten.

Die regierende Staatsmeisterin, Sandra Simbürger, gab im Qualifying zunächst den Ton an und bei der Durchsicht der Zeitenlisten war bereits abzusehen, dass es zu einem Dreikampf um den Sieg kommen würde bei dem der Rest des Feldes unter normalen Umständen keine Chance haben würde. Simbürger, Marcel Müller, und Stefan Riener waren die einzigen die eine Qualizeit unter 42 sec. schafften.

So ging man auch in die erste Runde des ersten Rennens, doch am Ende von Runde zwei fanden die Zuschauer plötzlich Marcel Müller an der Spitze, dicht verfolgt und teilweise bedrängt von Sandra Simbürger, aber konzentriert genug um keinen Fehler zu machen. Damit war der Amazone die Chance auf den Sieg genommen. Apropos Amazonen – die beiden Ladys der Racing KG, Jessica Klima und Ines Gruber, fanden sich in der 2. Kurve mit ihren Tony-Karts in einer Massenkollision wieder, womit auch für die beiden Newcomerinnen nicht mehr viel zu holen war.

Die drei erwähnten Damen waren übrigens die einzigen weiblichen Teilnehmer der gesamten Veranstaltung, was irgendwie schade ist, denn in den letzten Jahren gab es doch noch das eine oder andere Mädchen mehr, welches den Herren der Schöpfung einheizte. Lauf 1 ging jedenfalls an Marcel Müller vor Sandra Simbürger und Stefan Riener und das Fahrerlager rechnete mit einer eiskalten Revanche der Berndorfer HTL – Schülerin in Lauf 2.

Doch im 2. Rennen schlüpfte dem Fräulein aus Niederösterreich auch noch Riener durch, während sich vorne Marcel Müller absetzen konnte. 20 Runden kämpften Riener und Simbürger beinhart aber fair miteinander ohne dass sich an den Positionen noch etwas änderte. Der lachende Erste hieß wieder Müller. Dahinter spielten sich allerdings einige Dramen ab. Florian Stockinger, Florian Janits ( der Neffe von Histo – Cup Pilot Heinz Janits) musste konditionsbedingt aufgeben.

Die anspruchsvolle Strecke in Laa/Zettling war für die jüngsten Piloten doch noch eine zu große Herausforderung. Jessica Klima klagte über eine verbogene Vorderachse nach einer Kollision und stieg ebenfalls 7 Runden vor Schluss aus dem Kart.

Gelichtet um die konditionsbedingten Ausfälle starteten nur noch 12 Karts im dritten und letzten Rennen der Junioren und diesmal drehte Simbürger den Spieß um. Gleich in der ersten Runde stieß sie an Riener vorbei auf Platz 2 vor und bedrängte Müller während des ganzen Rennens. Aber der Kärntner war an diesem Tag von nichts und niemandem zu besiegen und fuhr auch im 3. Rennen zum 3. Sieg. Simbürger und Riener konnten nur noch neidlos (zumindest nach außen hin) gratulieren.

Im Mittelfeld hatten sich Günther Luger und Alexander Zöttl einen heftigen Fight geliefert, der in einer riesigen Staubwolke mit zwei in einander verkeilten Karts endete. Damit war für beide das Rennen gelaufen auch wenn sie noch weiterfahren konnten. Bitter war diese Kollision für Mostviertelcup – Veranstalter Gerold Keusch, waren doch Zöttl und Luger seine beiden einzigen Piloten aus dem Mostviertelcup bei den Junioren.

Die Tageswertung entschied ganz klar Marcel Müller für sich. Mit ihm aufs Treppchen durften Sandra Simbürger als Zweite und Stefan Reiner als Dritter.


Rotax Max Senior: Wagner Festspiele

Simon Wagner verlor beim Finale 2008 in Bruck den Titel am grünen Tisch. Ob gerechtfertigt oder nicht soll hier nicht diskutiert werden. Aber ganz offensichtlich hat sich der junge Oberösterreicher heuer zum Ziel gesetzt seine Gegner nicht nur zu schlagen sondern regelrecht zu demontieren.

Mehr als eine Zehntelsekunde Vorsprung im Qualifying klingt nach nicht sehr viel, doch wenn man sich die Abstände dahinter ansieht, dann erkennt man, dass diese Zehntelsekunde bei den Rotax Senioren schon eine kleine Welt bedeutet. Lokalmatador Felix Diesel schaffte den Sprung zu Wagner in die erste Reihe, Reihe 2 belegte Mario Bruxmeier gemeinsam mit dem Titelverteidiger Sandro Lukovic.

Vom Start weg zeigte Wagner wen es zu schlagen galt, doch die Mitbewerber kämpften lieber gegenseitig, als dass man gemeinsam zur Jagd auf den Polesetter blies. Dies führte zu heftigen Kämpfen, zwischen Diesel, Bruxmeier, Lukovic und dem dazugestossenen Robert Ortner. Dahinter fand man Dramen und Glanzleistungen. Eine davon kam von Alexander Veit.

In der Startaufstellung nach hinten versetzt, weil die Waage Untergewicht anzeigte, musste sich der Oberösterreicher von ganz hinten durchs Feld kämpfen um letztlich immerhin noch Platz 9 einfahren zu können. Nur wer die Strecke in Graz kennt, kann die Leistung dieses Piloten wirklich würdigen. Vorne machte Wagner alles klar, während ihm Diesel und Bruxmeier auf den Plätzen folgten.

Lauf 2 ähnelte optisch zunächst Lauf 1. Wagner vorne auf und davon, dahinter der brutale Kampf um Platz 2 zwischen den üblichen Verdächtigen. Diesmal allerdings ging es für einen ins Auge und das war ausgerechnet der Lokalmatador. Felix Diesel wurde Opfer einer Kollision und dabei so fest in den Reifenstapel gesteckt, dass er noch 2 Helfer benötigte um das Kart von der wirklich gefährlichen Stelle neben der Boxengasse wegzubekommen. Wut im Bauch nutze dem Felix auch nix mehr, letztlich belegte er nur noch Rang 19.

Ganz vorne fand man wieder Wagner diesmal im Ziel vor Lukovic und Bruxmeier. Noch zwischen Flagge und Parc ferme kam es zu heftigen Diskussionen zwischen den Betreuern und Vätern ( das sind zumeist die schlimmsten) wer jetzt inwiefern schuld an der Kollision gehabt hätte. Der Autor dieser Zeilen befindet sich in seiner 25. Motorsportsaison und war zufällig Augenzeuge der Rempelei. Er enthält sich jedoch schon allein deshalb jedes Kommentars, weil hier noch immer halbe Kinder Rennen fahren, welchen man den einen oder anderen Fehlern zugestehen muss.

Ein Diesel Exkurs: In „normalen“ Familien ist es üblich, dass die kleinen Brüder den großen nacheifern. In der Familie Diesel dürfte das umgekehrt sein. Doch während der jüngere Felix mit einem 3. Lauf die Chance auf Wiedergutmachung bekam und auch nützte, blieb dem älteren Benjamin diese Chance verwehrt. Doch davon mehr weiter unten bei den Schaltkarts.

Rennen 3 bei den Senioren bot das gleiche Bild wie in den Rennen zuvor. Vorne weg Wagner, dahinter die Meute die sich nicht einigen konnte ob sie sich gegenseitig fressen sollte oder doch lieber gemeinsam Wagner zu jagen. Man ging lieber gegenseitig aufeinander los, wodurch es für jemand bestimmten ein kleines bisschen einfacher wurde, fast bis aufs Stockerl zu rasen. Dieser Jemand war Felix Diesel. Mit der Wut im Bauch von Lauf 2 schnitt der junge Grazer durchs Feld wie die Motorsäge durch die morsche Fichte. Nichts und niemand schien ihn aufhalten zu können. Und der zweitbeste Rundenschnitt bei 15 Überholmanövern sagt einiges über die Klasse des Felix Diesel aus.

Ein einziger war von dem allen unbeeindruckt, der Führende. Simon Wagner machte den Hattricksack zu und holte auch den 3. Laufsieg, diesmal erneut verfolgt von Lukovic, der zumindest einige Runden lang das Tempo von Wagner gehen konnte. Mario Bruxmeier belegte Rang 3 vor Felix Diesel, dem letztendlich nur 1,6 sec. aufs Stockerl fehlten. Dahinter gab´s zum Teil Kleinholz, die Opfer der Schlägereien hießen Stefan Rohrer und Stefan Rucker, aber auch Robert Ortner war nach einer Flugeinlage so weit zurückgeworfen, dass er nur noch Schadensbegrenzung üben konnte.

Die Tageswertung ging klarerweise an Simon Wagner, gefolgt von Sandro Lukovic und Mario Bruxmeier.

Die Wertung der Rotax Masters ( Piloten über 32 Jahre) ging an Jakob Hornbachner vor Kurt Schoiswohl und Willibald Zöttl.

Die Wertung der Mostviertler Cuppiloten entschied ebenfalls Jakob Hornbachner für sich, gefolgt von Michael Simmer und Kurt Schoiswohl.


Shifter Challenge: Joe Kogler unschlagbar

Leider schon vor dem Start musste Wolfgang Rössler krankheitsbedingt w.o. geben. Alle Anwesenden können aber beruhigt sein, es handelte sich nicht um die mexikanische Grippe.
Obwohl RP-Motorsport also um einen Piloten geschwächt war, geigte man ganz gewaltig auf und zeigte, dass man auf der Hausstrecke in Laa/Zettling eigentlich unschlagbar war, es sei denn man würde sich selbst schlagen. Das eine gelang perfekt und das andere beinahe.

Schon im Qualifying lieferten Josef Kogler und Benjamin Diesel (siehe Diesel Exkurs) eine Show die an die gute alte Zeit in der Formel 1 erinnerte, als sich Teamkollegen gegenseitig auf die besseren Startplätze zogen. 40,031 war die Traumpole für Josef Kogler vor Benjamin Diesel (40, 159) Damit war die erste Reihe ganz in RP-Motorsport und Jesolo-Farben. Reihe 2 war ziemlich grün und die Besetzung war hochkarätig.

Auf P3 stand F3 – Pilot Bernd Herndlhofer, der steif und fest behauptete hier nur als Hobbyfahrer zu Werke zu gehen. Neben ihm der Titelverteidiger Dominik Klima. Dahinter Thomas Grabner der beste Hobbyfahrer der Mostviertler, der noch gewaltig abräumen sollte und Jürgen Kreindl, der von der 4-Takt Szene den Sprung in die Königsklasse gewagt hatte.

Aber erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Irgendwie dürfte sich Hannes Brandstötter (Startplatz 10) mit dem Startprozedere etwas verspekuliert haben. Jedenfalls befand er sich bei Freigabe des Rennens bereits in voller Fahrt auf Höhe der 2. Startreihe im grünen Rasen und kam von dort quer ins startende Feld geflogen. Über den verdutzten Klima hinwegfliegend, rammte er Jürgen Kreindl so gewaltig, dass für beide das Rennen noch vor der Startlinie vorbei war.

Auch Helmut Stockers Kart wurde in Mitleidenschaft gezogen, jedenfalls stand man knapp vor dem Abbruch. Rennleiter Alois Guttmann entschied jedoch auf Weiterfahrt. Vorne war alles klar, Kogler führte vor Diesel, während Herndlhofer P3 belegte und Dominik Klima sich nach der Startkollision durchs Feld wühlte. Und kaum war Klima am Markenkollegen dran, krachte es erneut. Während also vorne die beiden Jesolo Karts ungefährdet ihre Runden zogen wie in der Flugschule, konnten sich die Tony – Piloten nicht über die Vorfahrt einigen.

Übrig blieb ein gestrandeter Bernd Herndlhofer und ein auf den letzten Platz zurückgefallener Dominik Klima. Der versuchte zu retten was zu retten war und knallte fast durchs ganze Feld bis auf Platz 3 vor. Kogler und Diesel bleiben davon unbeeindruckt und feierten einen Doppelsieg für RP-Motorsport.

In Lauf 2 wollte man dann offensichtlich beweisen, dass man die Manöver der Tony – Piloten auch mit Jesolo – Karts durchziehen kann, wenn auch noch ein kleines bisschen sinnloser.

Erneut zogen vorne die RP – Motorsport – Karts weg, wieder in der Formation Kogler – Diesel. Die Tony – Piloten behandelten sich diesmal gegenseitig etwas respektvoller und so versuchte Klima die Konkurrenz nicht enteilen zu lassen, während Herndlhofer immer größere Probleme mit seinem Kart bekam, bis er schließlich mit abgerissener Stossstange aufgeben musste.

Vorne schien alles ruhig bis plötzlich der erste Blitz einschlug und Benjamin Diesel ein Überrundungsmanöver missglückte. Bis er das Kart aus der Wiese hatte, war das Feld enteilt und als Diesel die Start – Zielgerade mit schmutzigen Reifen hinunterraste, schlug es zum zweiten Mal ein. Ausgerechnet der führende Teamkollege Jo Kogler, kam nicht mehr ganz an Diesel vorbei und schoss ihn ab. Genau in der selben Kurve in der es im 2. Rotax – Senior Rennen den kleinen Bruder erwischt hatte, war das Rennen für Benjamin Diesel vorbei.

Kogler hatte aber keine Zeit sich Gedanken zu machen, was da jetzt passiert war, denn durch die Kollision war plötzlich Dominik Klima wieder da. Es entwickelte sich ein Hundertstelkrimi bis ins Ziel, und so locker Kogler nach dem ersten Lauf gewirkt hatte, so abgekämpft wirkte er nach dem Sieg im 2. Rennen vor Dominik Klima.
Platz 3 ging an Thomas Grabner. Der Hobbypilot aus dem Mostviertel der nicht gerade mit neuestem Material gesegnet ist, lieferte eine solide und überzeugende Leistung ab, und zeigte damit, dass es goldrichtig war die Freunde aus dem Mostviertel in die AKC einzubauen.

Die Tageswertung ging klarerweise an Josef Kogler, vor Dominik Klima und Thomas Grabner.

Die Masterswertung entschied ebenfalls Joe Kogler für sich, diesmal vor Franz Lendl und Reinhard Brandtner.

Und in der Mostviertelcupwertung fanden sich Thomas Grabner, Franz Lendl und Reinhard Brandtner auf dem Siegerfoto wieder.


Auch wenn die AKC heuer lizenzfrei veranstaltet, merkt man dass hier jahrelange Erfahrung umgesetzt wird. Andreas Gaiseder und sein Team versuchen den Teilnehmern Zeit für das wesentliche zu lassen, das Fahren. Unbürokratische Abläufe, eigene versierte Technikkommissäre und der lockere zwischenmenschliche Umgang haben für einen angenehmen Saisonauftakt gesorgt. Dabei muss auch das Team der Kartbahn Graz rund um Christian Zach erwähnt werden, welches mit Infrastruktur, Gastronomie und Zeitnahme wesentlich zum perfekten Ablauf beigetragen hat.

Der nächste Lauf zur AKC findet am 23. Mai im tschechischen Pisek statt.

www.mspa.at

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