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GREINBACH (A), 27./28.09.2008

ÖTSM: Grande Finale in Greinbach

Die ÖTSM verabschiedete sich mit einem spannenden Finale in der Steiermark aus der heurigen Saison und produzierte dabei lauter würdige Meister. Auch wenn schon einiges absehbar war, mathematisch war noch nix fix und daher mussten alle noch mal so richtig angasen, denn vorbei ist es im Motorsport erst, wenn Geza Toth mit seiner schwarz-weiss karierten Flagge wachelt.

Bericht: Georg Gruber, Fotos: Petra Klima


Weil auch das PS Center in Greinbach schweren umwelttechnischen Auflagen unterliegt, musste der Zeitplan ein klein wenig abgeändert werden und so plante man das 6h–Rennen bereits für Samstag ab 13:00 Uhr ein. Einige Teams stellten jedoch freitags beim Testen fest, dass es ab 18:30 Uhr doch schon etwas düster wurde und so verkürzte das Veranstalterteam um Sigi und Christian Konrad die Distanz aus Sicherheitsgründen auf 5 ½ Stunden.



Diese 5 ½ Stunden hatten es dann aber in sich. Pankl Racing trat zwar ersatzgeschwächt an, was die Steirer allerdings nicht daran hinderte ihr Kart auf die Pole-Position zu stellen. Lächerliche 2 Tausendstel (!!!) dahinter fanden sich die Mannen von HMW, die von ihrem Hauptsponsor den klaren Auftrag im Gepäck hatten, Rang 3 in der Langstreckenwertung zu holen. Auf Platz 3 fand sich das Junior–Team p.b. Mefo, wo es seit dem Pannoniaring deutlich aufwärts geht. Doch der Sieger kam von Startplatz 5 und überraschte alle und jeden.



Putzkönig, das Team rund um den absolut nicht maulfaulen Chef Heli König machte von Anfang an Druck und als es vorne nur ganz leicht zu kriseln begann schlug die Steirertruppe gnadenlos zu. Mit den Piloten Darnhofer, Gleichweit, König und Kulmer war man bestens aufgestellt und der Motorleistung der Putzkönige wurde auch von der Konkurrenz neidvoll Respekt gezollt. Keine Fehler und schnell gefahren, da war für den Rest des Feldes nichts mehr zu holen.



Die Gebrüder Brandtner sowie die Herren Nachbargauer und Hirner bilden gemeinsam HMW – Racing p.b. SECO – Tools. Als solche konnten sie mit einem fehlerfreien Rennen nach 5 ½ Stunden nur 48 sec. hinter dem Sieger auf Platz 2 einlaufen. Der gestellte Auftrag des Sponsors konnte zu seiner Zufriedenheit erfüllt werden und die anschließende Feier dürfte ähnlich erfolgreich gewesen sein wie das Rennen.

Kraftwerk – im direkten Clinch gegen HMW um Platz 3 in der Langstreckenwertung unterwegs, gab bis zum Schluss nicht auf. Wie die Löwen kämpften die Piloten Dechler jun., Gmundner, Haimbuchner jun. und Heisinger um den letzten Stockerlplatz in der Langstreckenwertung. In der letzten halben Stunde kam man phasenweise bis auf 5 sec an die Mostviertler Konkurrenz heran, leider blieb die grandiose Leistung unbelohnt.



AEM – Racing hätte ein 11. Platz zum Titelgewinn gereicht, wer aber glaubt, dass die Mannen (Haunschmid jun., Kling, Pesevski und Symjn) von Heinz Haunschmid deshalb spazieren fuhren der täuschte sich gewaltig. Man kontrollierte das Rennen an der Spitze als ein gebrochener Krümmer das Kart zum Schweißgerät zwang. Eine fulminante Aufholjagd folgte, aber mehr als Platz 4 war für die alten und neuen Meister nicht mehr drinnen.

Das Junior–Team p.b. Mefo kämpfte wie immer mit der Technik, zeigte aber diesmal gewaltige Kampfmoral. Die Geschwisterpaare Gruber und Klima sowie David Jirak waren nach einer Stunde von Platz 3 auf den vierzehnten Rang abgerutscht, bis als Ursache eine verschobene Hinterachse ausgemacht werden konnte. Dann ging das Rennen für die Junioren eigentlich erst richtig los. Ein nochmaliger Schweißstop brachte das Team von Walter Jirak gar nicht mehr aus der Ruhe, er machte lediglich den Abstand zu Platz 6 knapper.



MSRR p.b. Speedacademy mauserte sich im Laufe der Saison zu einem Top 10 Fixstern und dem wurde man auch in Greinbach voll gerecht. Mike Hofer hatte sogar auf einen Suzukistart am Salzburgring verzichtet um sein Team zu unterstützen. Alles in allem eine solide Teamleistung.

Cerberus p.b. KCM fuhr bis zum Motorschaden eigentlich um den Sieg mit. Danach zeigte sich deutlich der Unterschied zwischen einem Einsatz- und einem Ersatzmotor. Man kämpfte zwar tapfer, war aber auch realistisch genug sich mit dem Erreichten abzufinden.



AEM B2B unter anderem mit dem Betreiber dieser Kartsportsite an Bord, lieferte ein sauberes Rennen ab und wäre da nicht das eine oder andere Problemchen gewesen, hätte man durchaus noch weiter vorne mitmischen können.

Das Eastreal Power Team von Tom Urbanek landete erneut in den Top 10 und wenn man bei den Leistungen der einzelnen Piloten noch etwas mehr Konstanz und beim einen oder anderen Piloten auch noch ein klein wenig Speed findet, kann das Team zu einer Bank in den Top 10 werden.



SRCT p.b.Lumpi erlebte ein Rennen zum Vergessen. War man Anfangs vorne mit dabei, zerstörte ein kapitaler Motorschaden (Marke Röntgen – Durchsicht möglich) alle Mühe von Jürgen Kreindl und seinen Teamkollegen. Platz 10 war nur noch Schadensbegrenzung.

Die Kartfriends Kärnten, MSRR Speedacademy, das SiteX Businessteam, Hörle Racing p.b. Krone Hit und Coffeeshop Company belegten die Plätze 11 bis 15. Punktelos blieben die Mannen von Pankl Racing, die nach einem Achsdefekt aufgaben.



Nach 5 Langstreckenrennen schaut die Endwertung folgendermaßen aus:

AEM Racing gewinnt (nicht nur) die Langstreckenwertung wie erwartet. Da gab es auch nichts zu rütteln. Drei Siege incl. Saalfelden machten schon im Vorfeld alles klar.

Cerberus p.b. KCM hatte einen miserablen Start in Rechnitz und legte noch eine fulminante Aufholjagd bis zum Saisonende hin. Rang 2 ist schon aus moralischen Gründen verdient.

HMW – Racing p.b. Seco – Tools raste in 5 Rennen dreimal aufs Stockerl. Die konstante Leistung wurde dann auch entsprechend gefeiert.


Die sonntäglichen Sprintrennen:

Sprint 1:
Daniel Darnhofer knallte das Putzkönig Kart, das am ganzen Wochenende einen versteckten Raketenantrieb gehabt haben dürfte, auf Poleposition und fuhr dem Feld dann auch auf und davon. Sein Laufsieg war ungefährdet. Dahinter gabs herrliche Zweikämpfe und waghalsige Ausbremsmanöver bis beim Fallen der Flagge schließlich Dominik Klima (Junior – Team p.b. Mefo) und Dietmar Reitegger (SRCT p.b. Lumpi) das Stockerl komplettierten.



Sprint 2:
Erneut stand das Putzkönig – Kart ganz vorne, diesmal aber vom Teambaby Nico König pilotiert. Was der junge Mann dann ablieferte war wirklich sehenswert. Musste er sich doch gegen Jürgen Heidenhofer (Pankl Racing) und Manuel Haunschmid (AEM – Racing) zur Wehr setzen. Im beinharten Dreikampf blieb kein Auge trocken und so mancher Teil auch nicht mehr unbeschädigt. Schließlich siegte Routine (Heidenhofer) vor Talent (König). Haunschmid wurde „nur“ Dritter.

Sprint 3:
Langsam wurde es fad, denn erneut stand das Putzkönig – Kart ganz vorne. Diesmal gesteuert von Hannes Gleichweit. Das Rennen war dann eher von der ruhigeren Sorte, aber das ist bei gewichtigeren Herren ja nichts ungewöhnliches (190 kg Turn). Nur eine Kollision entschied den Kampf um Platz 3. Gleichweit siegte vor Rene Symjin (AEM – Racing) und David Jirak (Junior Team p.b. Mefo).



Sprint 4:
Manuel Haunschmid trat an, um die Scharte aus dem 2. Sprint auszumerzen und knallte das AEM Racing Kart auf die Pole. Haunschmid ließ auch nichts anbrennen und siegte vor Hannes Nachbargauer (HMW – Racing p.b. Seco – Tools) und einem schwer bedrängten Mario Krall (Pankl – Racing)

Sprint 5:
Daniel Darnhofer startete erneut mit dem Putzkönig – Kart von der Pole, aber diesmal lief´s nicht mehr ganz so rund. Dietmar Reitegger (SRCT p.b. Lumpi) holte sich den Sieg und damit den Meistertitel in der Einzelwertung vor Roberto Pesevski (AEM – Racing). Darnhofer belegte Rang 3. Das Rennen im Mittelfeld war eher mit Autodrom im Wurstelprater zu vergleichen, soviel wie nach diesem Sprint wurde sonst nie geschraubt und gehämmert.

Sprint 6:
Der 2. Run mit dem höheren Mindestgewicht (190 kg) verlief wieder etwas nervenschonender als die „leichten“ Rennen. Diesmal holte sich Rene Symjin Startplatz 1, für den Sieg reichte es aber nicht. Hannes Gleichweit (Putzkönig) setzte sich erneut vor Symjn durch. Rang 3 ging wieder an David Jirak (Junior – Team p.b. Mefo)



Sprint 7:
Dominik Klima raste mit dem Junior Team Kart auf Startplatz 1, konnte den aber im Rennen nicht bis zum Schluss verteidigen. Manuel Haunschmid (AEM – Racing) verwies die beiden Youngsters Klima und Nico König (Putzkönig) in einem Thriller auf die Plätze 2 und 3. Haunschmid als der erfahrenste zeigte mit den beiden Burschen Kartsport von der nervenzerfetzenden aber fairen Sorte.

Der letzte Sprint des Jahres:
Erneut Daniel Darnhofer (Putzkönig) auf Pole, aber wieder Roberto Pesevski als Erster im Ziel, wenn auch ganz gewaltig unter Druck. Dahinter gings schon etwas gemächlicher zu. Didi Reitegger der einspringen musste fuhr ziemlich locker (natürlich nur von außen so gesehen) auf Rang 3.



Nach den 8 Läufen durften folgende Teams aufs Stockerl der Sprintwertung:

AEM Racing in gewohnter Manier. Nach dem 4. Platz vom Vortag war der Tagessieg allerdings Labsal auf ungewohnte Wunden.

Putzkönig belegte Tagesrang 2 und stahl damit als sporadischer Teilnehmer dem einen oder anderen erneut die Show. Was wäre wenn diese Truppe ständig mitfahren würde?

Junior – Team p.b. Mefo fuhr just in dem Moment wo das Team starke Auflösungstendenzen zeigt aufs Stockerl. Eine Fortsetzung in dieser Besetzung wird es definitiv nicht geben.



Die Gesamtwertungen 2008:

Junioren:

Dominik Klima (Junior Team p.b. Mefo) war eigentlich schon vor dem Finale uneinholbar und ist ein würdiger Juniorenmeister.

Rang 2 geht an Marcus Haimbuchner (Krafwerk). Der deutsche Lehrling fuhr nicht einmal die ganze Saison und schaffte doch noch den Vize – Titel.

Dritter wurde Georg Gruber jun. (Junior – Team p.b. Mefo), der aus körperlichen Gründen (1,94m machen große Löcher in die Luft) seine Kartkarriere beenden wird.



Masters:

Michael Gmundner (Kraftwerk) hatte zwei Eisen im Feuer und wenigstens eines hat gezogen. Der Villacher holte sich mit deutlichem Punktevorsprung den Titel.

Jürgen Kreindl (SRCT p.b. Lumpi) fuhr zwar nur einmal auf Stockerl aber die nötige Konstanz reichte schließlich für den Vizemaster.

Dritter bei den Masters wurde Michael Lackermeier (Cerberus p.b. KCM) dem ein einziges schlechtes Ergebnis am Pannoniaring alle Chancen auf den Sieg raubte.


Klasse 190 kg Gesamtgewicht:

Schnellstes Schwergewicht ist und bleibt Rene Symjin (AEM Racing). Aber die Luft wird dünner für den Wiener. So leicht wie im Vorjahr war es heuer nicht mehr.

Michael Gmunder (Kraftwerk) holte neben dem Masterstitel auch noch den Vize bei den schweren Jungs. Er war es, der die Entscheidung bis zum Schluss offen hielt.

Mario Jaburek (Cerberus IT p.b. KCM) holte sich Rang 3. Mehr war nach dem verpatzten Start in Rechnitz nicht mehr drin.


Die Fahrerwertung 2008:

Der Einzelkämpfer des Jahres heisst Dietmar Reitegger (SRCT b.p. Lumpi). An jedem Sprintwochenende konnte er mindestens ein Rennen gewinnen und das machte ihn zur Nummer eins 2008. Als Preis wird er beim Art of Cart Race in Dubai kräftig mitmischen dürfen.

Roberto Pesevski (AEM – Racing), nur ein einziges Mal Zweiter und schon wars um den Titel geschehen. Der Wiener musste für dieses Jahr die Krone abgeben.

Manuel Haunschmid wurde in Rechnitz „nur“ Dritter. Das wars. Platz 3 für den jungen Öberösterreicher der ebenfalls für AEM – Racing startete.


Die Businessteamwertung:

Wer den besten Fahrer hat, legt natürlich einen ziemlich großen Grundstein und so siegte Speedracing – Cart - Team powered by Lumpi bei den Businessteams.

AEM B2B hatte in der Businessclass eigentlich den gleichen Auftrag wie das Profiteam AEM – Racing , verfehlte die Vorgabe mit Platz 2 jedoch knapp.

Das SiteXs Business Team hatte seinen Glanzpunkt in Saalfelden aber der Rückstand, dem man seit Rechnitz nachlief, war nicht mehr aufzuholen.


Die Sprintteamwertung:

AEM Racing holte sich nach der Langstreckenwertung auch die Sprintwertung. Zu deutlich dominierten die Titelverteidiger, als dass irgendwann der Gedanke an einen anderen Sprintsieger aufkommen hätte können.

Pankl Racing, über weite Strecken vom Pech verfolgt und unter Wert geschlagen, konnte wenigstens bei den Sprints aufzeigen und holte sich so den Vizesprinttitel.

Rang 3 ging an Cerberus IT p.b. KCM. Mit etwas weniger Pech am Pannoniaring wäre auch der Vize noch drinnen gewesen.


Die österreichische Team – Kart – Staatsmeisterschaft 2008:

AEM – Racing ist als Sieger von Langstrecke und Sprints logischerweise Staatsmeister:
Manuel Haunschmid, Marcus Kling, Roberto Pesevski und Rene Symjin holten auch 2008 unter dem Kommando von Heinz Haunschmid den Titel. Clemens Donner durfte am Pannoniaring auch dazu beitragen. Verstärkt durch Fahrerwertungsmeister Dietmar Reitegger werden die AEM Cracks Österreichs Vertreter beim Art of Cart Event in Dubai sein.

Cerberus IT p.b. KCM ist ein würdiger Vizemeister, auch wenn es am Ende beinahe noch einmal eng geworden wäre. Das Team von Günter Jahn und Viktor Brandstätter konnte immerhin zwei Siege verbuchen und wenn nicht die Technik das eine oder andere Mal gesteikt hätte, wer weiß...

Kraftwerk, geleitet von Hannes Dechler sen. belegte Platz 3 und sind bestes „Leihkartteam“. Mit einem eigenen Kart wäre wahrscheinlich noch mehr drinnen gewesen, aber Platz 3 von 26 Teams ist in dieser Konstellation eine Leistung auf die man zu Recht stolz sein kann.

Autorenverweis
ÖTSM: Familienfest in Rechnitz
Austrian Karting Challenge in Rotthalmünster
ÖM2009: Austrian Kart Open - Der Sonntag
AKC Pannoniaring: Pustaexpress
ÖTSM–Greinbach: Die 4-Takt Show geht weiter

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