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ROTTAL (D), 12./13.07.2008

Austrian Karting Challenge: Zweites bayrisches Gastspiel

Zum zweiten Mal in Bayern, diesmal in im Kartsportzentrum Buch/Rottal fanden sich, vermutlich auch wegen der Ferienzeit nur 57 Teilnehmer zur 4. Veranstaltung der heurigen Saison ein.




Bereits am Freitag Abend kam der große Kameradschaftstest für alle Teilnehmer, als ein schwerer Sturm das halbe Fahrerlager abzureißen drohte. Mit vereinten Kräften und ohne Rücksicht auf etwaige Animositäten halfen die Teams gemeinsam die bedrohten Zelte abzubauen oder so zu sichern, dass sie nicht Opfer des Sturms wurden. Der darauf folgende Regen hielt bis in die Morgenstunden, womit jeglicher Grip von der Strecke gewaschen war und ein Grossteil der Abstimmungsdaten von den vortägigen Testfahrten zum Fall fürs technische Archiv wurden.

Die freien Trainings begannen auch noch auf nasser Fahrbahn und erst die zweiten freien Trainingsläufe lieferten erste aussagekräftige Resultate

Bambinis
Wer bei den Bambinis mit weiteren Siegen vom oberösterreichischen Jungtalent Michael Schöllnberger rechnete wurde überrascht. Der Sieger von 5 der ersten 6 Läufe der heurigen Saison wurde von Lokalmatador Michael Waldherr in die Schranken gewiesen. Sowohl im Qualifying als auch in beiden Rennläufen siegte Waldherr vor Schöllnberger.



Der hatte aber auch die klare Vorgabe seines Teams sich auf keine waghalsigen Experimente einzulassen, da sein Punktevorsprung so komfortabel ist, dass sicheres Punkten bereits ausreichend erscheint um den Meisterschaftssack zuzumachen. Im ersten Lauf vervollständigte der Niederösterreicher Alexander Supper das Podest, während im zweiten Lauf Christoph Weber von Startplatz 9 weg, sich bis auf Platz 3 vorarbeiten konnte.

RMC Junior
Auch bei den Rotax-Junioren waren von Anfang an die Spitzenpositionen klar verteilt. Der deutsche Mike Halder zeigte, wer hier zu Hause ist und holte sich die Pole und beide Laufsiege. Allerdings machte es Mike für die Zuschauer insofern spannend, dass er beide Male den Start verhaute und sich dann in beiden Läufen am Ungarn Ferenc Kancsar vorbei arbeiten musste. Kancsar wurde in beiden Läufen Zweiter. Platz 3 ging im 1. Lauf an Tobias Weichenberger, in Lauf 2 holte sich der Wiener Mario Novak den Platz am Stockerl.



Beim Start zu Lauf 2 kam es leider auch zu einem Crash bei dem Marcel Müller von einem Kart im Bereich der Schulter getroffen wurde. Müller klagte über Schmerzen und wurde sicherheitshalber auch mit der Rettung ins Spital gebracht, von wo er aber nach einer gründlichen Untersuchung, bei der nur Prellungen festgestellt wurden, wieder entlassen wurde. Erneut zeigte sich wie wichtig der Nackenschutz im Kartsport ist.

Minimax
Bei den Minimax – Karts kommt die Favoritin vom Saisonbeginn mittlerweile gehörig unter Druck und das Wochenende in Rottal wird die junge Ungarin Barbara Havasi sicher nicht im Bereich „tolle Wochenenden“ in ihr Tagebuch schreiben. Kam die Ungarin doch als Tabellenführende nach Deutschland.



Doch der Oberösterreicher Florian Wiesinger dominierte zunächst schon das Qualifying. Beim Start zum ersten Lauf ließ er sich zwar von Havasi überrumpeln machte jedoch in weiterer Folge soviel Druck, dass er in einem beinharten Duell doch noch einen Weg an der jungen Dame vorbei fand. Diese wehrte sich gar nicht damenhaft, was aber nicht Wiesiger, sondern ihr selbst schadete. Durch die leichte Kollision fand sich Havasi zunächst in der Wiese und später auf Platz 4 wieder, während Lukas Jäger und Ralph Lintner das Podest vervollständigten.

Der 2. Lauf bekam dann einen eigenen Regisseur namens Petrus. Die Minimax starteten bei trockener Fahrbahn und nach 3 Runden begann es leicht zu regnen. Ab der 6. Runde wurde der Regen zum Landregen und die Rennleitung hatte bereits beschlossen auf die Distanz von 10 Runden zu verkürzen. Als in der 8. Runde ein wahrer Wolkenbrauch einsetzte wurden entlang der gesamten Strecke gelbe Flaggen geschwenkt, womit die jungen Piloten eigentlich nur noch im Korso die restliche Distanz abzuspulen hatten.

Doch wer schon einmal ein Kart im Wolkenbruch mit Slicks gefahren ist, der weiß, dass das auch mit Schrittgeschwindigkeit ein sehr abenteuerliches Unterfangen ist. Und wieder erwischte es Barbara Havasi die – bereits unter gelber Flagge – auf Platz 2 lag. Das Kart schwamm auf – und platsch – lag die Ungarin auch schon in der Wiese. Aber nicht nur ihr erging es so auch einige andere ihrer Mitbewerber machten Bekanntschaft mit der extrem schmierigen Piste und dem auf der Fahrbahn oft zentimeterhoch stehenden Wasser.

Letztlich fanden sich wieder Florian Wiesinger, Lukas Jäger und Ralph Lintner auf dem Podest ein, diesmal allerdings so nass, als hätte man sie zuvor in einen Swimmingpool gestoßen.

RMC Senior
Auch die Senioren der Rotax – Karts hatten mit dem Austroneuseeländer (ja so was gibt es auch) Josh Hart einen Fixpunkt an dem kein Weg aufs oberste Treppchen vorbeiführte. Überlegen dominierte Josh das Qualifying und beide Rennläufe und wer dem jungen Mann mangelndes Fahrkönnen bei Regen aufgrund der heurigen Saisonergebnisse vorwerfen wollte, wurde in Rottal ganz deutlich eines besseren belehrt. Dahinter allerdings ging es recht munter zu.



In Lauf eins katapultierten sich der Trainigszweite und –dritte, Simon Wagner und Imre Birizdo, gleich in der ersten Kurve in Aus und durften danach per Verfolgungsjagd Schadensbegrenzung üben. Nutznießer der Aktion waren Robert Ortner und Alexander Veit, die, nachdem sie sich am lange auf Platz 2 liegenden Niki Laa vorbeigekämpft hatten, zu Hart aufs Podest durften.
Der 2. Tageslauf wurde mit gehöriger Verspätung gestartet, da das beim Minimaxrennen begonnene Unwetter, zunächst einen Start nur bei gleichzeitiger Ausrüstung mit Schwimmwesten und Schiffsschrauben ermöglicht hätte.

Als die Rennleitung den Start freigab waren die Bedingungen schon einigermaßen regulär und im Lauf des Rennens hörte zumindest der Regen auf.

Der Start war ein besonderes Erlebnis und ließ die wenigen Zuschauer für kurze Zeit das Wetter vergessen. Rainier Krenn zog mit 2 Rädern im nassen Gras außen von Platz 6 auf Platz 2 vor und reihte sich in der ersten Kurve hinter Josh Hart ein. Doch dahinter kam noch einer der offensichtlich in einer anderen Liga fuhr und als einziger fallweise das Tempo von Hart gehen konnte auch wenn er im Ziel dann doch fast eine halbe Runde Rückstand hatte.

Imre Birizdo der Ungar, der im ersten Lauf durch die Startkollision so weit zurückgefallen war, räumte gewaltig auf und fuhr innerhalb von 3 Runden von Startplatz 15 auf Platz 3 vor. Kurz darauf schnappte er sich auch noch Krenn und fuhr dann ungefährdet auf P2 ins Ziel.

ICC – Shifter
Es ist schade für den österreichischen Kartsport, wenn die höchste Klasse, die gleichzeitig auch schon den Einstig in den Automobilsport bilden soll, so wenig Zuspruch findet. Nachdem schon in Graz von vornherein die Shifterrennen abgesagt worden waren, zog der Veranstalter diesmal ein anderes Programm durch.



Nur 2 (!) Starter hätten eine neuerliche Absage ohne weiters gerechtfertigt, aber man einigte sich schließlich darauf wenigstens einen Lauf abzuhalten um so dem einen oder anderen, der einen Umstieg zu den ICC überlegt wenigstens die Leistungsfähigkeit dieser Karts zu präsentieren. Trainings und Rennen hatten eher Showcharakter, lediglich im Qualifying zeigte Dominik Klima ein bisschen was so in ihm und seinem Kart drinsteckt.

Friedl Samhaber, der nagelneues Material testete, war sich von vornherein klar, dass er mit faktisch Null Erfahrungswerten gegen den Zwölfaxinger keine Chance haben würde. Daher verwunderte es um so mehr, dass er doch beim Start die Führung übernehmen konnte und auch einige Runden vorne blieb, bis Klima letztlich doch an ihm vorbeiging. Befragt zu ihren Rennen gab sich Klima ziemlich unzufrieden, da er lediglich Vorletzter geworden war, während sich Samhaber über einen 2. Platz freuen durfte.

Auf die Frage wie viel von dem Rennen nur Show war, erhielt man von beiden Piloten keine klare Antwort, aber ein amüsiertes Grinsen. Ob es die Shifter in der AKC heuer überhaupt noch weiter geben wird, will der Veranstalter über den Sommer entscheiden.


Die AKC geht damit auch in ihre Sommerpause und wird sich erst im September wieder am Pannoniaring einfinden. Das Team um Andreas Gaiseder pfeift allerdings auf Ferien und Erholung und bereitet mittlerweile die österr. Staatsmeisterschaften vor, die von 14. – 17. August in Pachfurth stattfinden.

Autorenverweis
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