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2-Takt ÖM, GREINBACH (STMK), 13.05.2007

2. Lauf 2-Takt ÖM in Greinbach

Entweder man liebt es oder man hasst es, dazwischen liegt kaum irgendwas … 52 Starter trafen sich zum 2. Lauf der ÖM2007 in Greinbach. Die Wetteraussichten waren nicht die Besten, aber zu Mittag klarte es auf und die Qualifyings konnten bereits auf trockenem Asphalt gefahren werden.

Text: Michael Fiedler, Fotos: Petra Klima


RMC Senioren
Kevin Reichard, der Sieger der beiden letzten RMC Läufe in Graz, gab auch hier den Ton an. Er holte sich wenig überraschend die Pole vor seinem Teamkollegen Dominik Kraihamer. Nur Robert Ortner, konnte das hohe Tempo der Beiden Intrepid Force Piloten mitgehen.



Die Drei waren nur ein Zehntel von einander getrennt und distanzierten das restliche Feld schon um weitere 6 Zehntel. Der schnellste Verfolger war der Führende der Masters Wertung: Friedrich Wagner. Er pilotierte sein CRG California Kart auf den 4. Platz und reihte sich ganz knapp vor Franz Kuncic, der für das Team Speedworld pb MKR fährt, ein.

1. Kevin Reichard - 52.680sec - Intrepid Force Rotax
2. Dominik Kraihamer - 52.746sec - Intrepid Force Rotax
3. Robert Ortner - 52.801sec
4. Friedrich Wagner - 53.419sec
5. Franz Kuncic - 53.428sec - Speedworld pb MKR

Lauf 1:
Wie aus dem Lehrbuch nutzte Reichard seine Pole Position und führte das Feld in die 1. Runde. Ortner konnte ebenfalls seinen inneren Startplatz nutzen und setzte sich sogar gleich nach dem Start auf Position 2. Dominik Kraihamer, genannt Dodo, benötigte ein, zwei Runden um seinen Rhythmus zu finden, aber dann wurde er immer schneller.



Just als er sich Robert Ortner auf der langen Geraden schnappte, konnte er auch einen Fehler von Kevin Reichard nutzen. Reichard wollte sich so schnell wie möglich vom Feld lösen, puschte jedoch zu stark und verbremste sich, dass führte dazu, dass Kraihamer sich in nur wenigen Metern nicht nur Platz 2 sondern auch Platz 1 holte. Das schmeckte Reichard gar nicht und er forcierte abermals das Tempo und ließ dem neuen Führenden keine Verschnaufpause. Gleich in der nächsten Runde, auf der langen Geraden konnte Reichard seinen Teamkollegen überraschen und überholen. Doch das kennt man von den Beiden ja schon, sie schenken sich einfach nichts und deswegen gab es schon 40 Meter später beim anbremsen zur Haarnadel ein erneut erfolgreiches Manöver von Kraihamer.

Ein paar Runden später war es erneut Reichard, der die Führung übernehmen konnte … doch anstatt ein weiters Mal anzugreifen, platzierte sich Kraihamer hinter Reichard. Als Gespann distanzierten sie in dieser Phase des Rennens, ihre Verfolger deutlich. In der Endphase des Rennens konnte man erkennen, dass Kevin immer wieder mit Attacken seines Teamkollegen rechnete und wartete.

Dann, zwei Runden vor Schluss, kam der letzte erfolgreiche Angriff von Kraihamer. Man konnte sehen, dass die beiden Piloten international sehr viel gelernt hatten, denn die Manöver waren nicht nur fair sondern auch absolut gekonnt. Die letzte Runde, wieder die Haarnadel, aber Reichard kam dieses Mal nur auf gleiche Höhe und musste Kraihamer den Sieg lassen. Hinter den beiden kam Robert Ortner, dicht gefolgt von Franz Kuncic ins Ziel. 5 Sekunden dahinter erreichte Gerd Leroch das Ziel.

1. Dominik Kraihamer, Intrepid Force Rotax
2. Kevin Reichard, Intrepid Force Rotax
3. Robert Ortner
4. Franz Kuncic , Speedworld pb MKR
5. Gerd Leroch

Lauf 2:
Obwohl in Lauf 1 eine absolute Dominanz der beiden Intrepid Force Fahrer zu sehen war, wusste jeder, dass der zweite Lauf sehr spannend werden würde …

Rainer Krenn führte das Feld zur ersten Kurve. Noch vor der ersten Kurve gab es einiges für die Zuschauer zu sehen. Die Fahrer versuchten alles; entweder ihre Position halten oder einen Platz gewinnen. Robert Ortner nutze dieses Mal die Außenbahn optimal und konnte einige Positionen gewinnen. Die beiden Hauptdarsteller aus Lauf 1, kamen fürs erste nicht so gut weg und mussten sich mit den Plätzen 7 und 8 begnügen. Ortner kämpfte sich sehr schnell und routiniert durch das Feld und übernahm die Führung. Alle anderen Fahrer fanden Ihren Rhythmus und dadurch waren die Plätze so gut wie bezogen, das überholen wurde von Runde zu Runde schwieriger.



Kraihamer und Reichard fuhren hintereinander und kümmerten sich, so wie es sich für Teamkollegen gehört, zunächst nicht um einander sondern um die anderen. Doch Kraihamer hatte in Lauf 2 etwas mehr Glück als Reichard und verlor bei seinen Überholmanövern niemals den Windschatten zu dem Vordermann, was der Grund war, warum er seine Chance auf den Tagesgesamtsieg sehr lange wahren konnte.

Kevin hingegen wurde in einige Rangeleien verwickelt und verlor so den Anschluss. Er hetzte dem Feld hinterher, konnte zwar seine Verfolger abschütteln, aber den Pulk von Ortner konnte er nicht mehr einholen. Kuncic und Leroch kämpften wie in alten Zeiten, und schon wurde Kuncic von Kraihamer kassiert. Doch Kuncic verschätzte sich eine Runde später ziemlich stark und drehte Kraihamer fast um. Dadurch wurde die Aufholjagd von Dodo stark gebremst und Ortner sah bereits als sichere Tagessieger aus.

Doch Dominik Kraihamer kämpfte trotz starker Rippenschmerzen beherzt weiter und schaffte das unmögliche. In der letzten Runde schnappte er sich Leroch auf der Geraden. Die beiden Piloten fuhren Seite an Seite durch den schnellsten Linksknick des Kurses und berührten sich so stark, dass sogar Funken und weißer Rauch zu sehen war. Kuncic, der schon fast sichere Zweite, verbremste sich in diesem Moment und Dominik und auch Leroch kassierten ihn. Für Kraihamer bedeutete das den Tagessieg. Robert Ortner holte sich aber ungefährdet den Laufsieg. Jetzt führt Otner mit nur einem Punkt vor Reichard in der Meisterschaft.

1. Robert Ortner
2. Dominik Kraihamer, Intrepid Force Rotax
3. Gerd Leroch
4. Franz Kuncic, Speedworld pb MKR
5. Kevin Reichard, Intrepid Force Rotax



Tageswertung RMC-Senioren:
1. Dominik Kraihamer, Intrepid Force Rotax
2. Robert Ortner
3. Kevin Reichard, Intrepid Force Rotax
4. Gerd Leroch
5. Franz Kuncic, Speedworld pb MKR



RMC-Junioren
Daniel Schellnegger wollte seinen Fehler von Graz wieder gut machen und kam extra motiviert nach Greinbach. Er distanzierte das Feld um 2 Zehntel und holte sich seine erste Pole Position in diesem Jahr. Sichtlich beflügelt von seinem Laufsieg in Graz, war Julian Wagner. Er zeigte mit seinem zweiten Platz, dass er auf den Geschmack gekommen war.



Generell waren die Wagner´s gut vorbereitet, denn Simon Wagner stellte sein Kart auf Position 3 im Qualy und komplettierte das hervorragende Ergebnis der Wagner Familie im Zeittraining. Simon setzte sich mit nur einem Hundertstel vor Zelman durch. Überhaupt waren die Zeitabstände in diesem Bereich sehr eng. Denn Mario Novak als siebenter war nur 6 Hundertstel hinter dem Dritten…

1. Daniel Schellnegger - 53.692sec - Intrepid Force Rotax
2. Julian Wagner - 53.885sec
3. Simon Wagner - 54.000sec
4. Marcel Zelman - 54.010sec
5. Laura Kraihamer - 54.030sec - Intrepid Force Rotax
6. Niki Laa - 54.054sec - Speedworld pb MKR
7. Mario Novak - 54.068sec

Lauf 1:
Dass sich die Junioren nichts schenken ist bekannt, daher haben diesen Rennen wohl auch die meisten Zuschauer.
Daniel Schellnegger nutze seine gute Position und stürmte dem Feld davon. Nur einer konnte lange Zeit mithalten: der shooting Star der heurigen Saison, Julian Wagner.

Dahinter wurde das geboten, worauf man gewartet hatte. Ein Sechskampf, dem leider auch einige zum Opfer fielen. Sandro Lukovic fand sich irgendwie von Position 10 gestartet auf Platz 3 wieder und wollte den auch nicht kampflos aufgeben. Sandro hatte sehr viel in der Bambini Zeit gelernt und war jeder Zeit Herr der Lage. Fast alle bissen sich an ihm die Zehne aus, nur Novak schlupfte vorbei und konnte sich über Platz 3 freuen. Lukovic behauptete Platz 4 ganz knapp vor Laura Kraihamer, die nach einem verpatzten Start noch ganz gehörig aufholen konnte.

1. Daniel Schellnegger, Intrepid Force Rotax
2. Julian Wagner
3. Mario Novak
4. Sandro Lukovic
5. Laura Kraihamer, Intrepid Force Rotax

Lauf 2:
Thomas Jäger, letztes Jahr Sieger einiger Bambini - Rennen, startete von Platz 1 und wollte so viel wie möglich aus dieser Chance holen. Neben ihm Niki Laa, der Sieger aus Graz. Laa setzte mit einem gewagten Manöver bei Turn 1 durch und übernahm die Führung.

Nach einem total verpatzen ersten Lauf, wollte er alles wieder gut machen und hetzte dem Feld davon. Dahinter entbrannte wie schon in Lauf 1 ein großer Kampf mit mehreren Beteiligten. Julian Wagner erwischte ebenfalls einen Traumstart und preschte unaufhaltsam nach vorne. Doch dann kam er an die Bastion Lukovic. Sandro wollte keine Platz verlieren und der noch unerfahrene, aber voll motivierte Julian, probierte das unmögliche. Er versuchte sich außen in der Haarnadel an Lukovic vorbei zu schummeln, doch das endete in einem Dreher, das Rennen und auch der Tagessieg waren für J. Wagner Geschichte.

Schellnegger kam Runde um Runde immer weiter nach vorne und konnte sich in den letzten Runden sogar auf Platz 2, hinter dem uneinholbaren Niki Laa einreihen. Doch die Leistung von Laura Kraihamer war ebenfalls bewundernswert. Nach einen abermals verpatzten Start, nutze sie trotzdem jede Möglichkeit, sich nach vorne zu kämpfen und am Schluss war es sogar Platz 3. Novak zeigte abermals, dass er heuer gut drauf ist und belegte Platz 4, dass sicherte ihm den 2. Platz in der Tageswertung. Thomas Jäger hatte zwar einige Plätze in Lauf 2 verloren, konnte sich aber trotzdem über Platz 5 in Lauf 2 freuen.

1. Niki Laa, Speedworld pb MKR
2. Daniel Schellnegger, Intrepid Force Rotax
3. Laura Kraihamer, Intrepid Force Rotax
4. Mario Novak
5. Thomas Jäger



Tageswertung RMC-Junioren
1. Daniel Schellnegger, Intrepid Force Rotax
2. Mario Novak
3. Laura Kraihamer, Intrepid Force Rotax
4. Niki Laa, Speedworld pb MKR
5. Sandro Lukovic




ICC
Nach dem tollen Starterfeld in Graz kam in Greinbach nur ein enttäuschend kleines Teilnehmerfeld in der Prädikatsklasse zustande. Die Pole holte sich der Neuling Roman Pigisch vor Harald Egger und Dominik Klima.



Klima zeigte wieder sein Talent blitzartig zu starten, versuchte innen, durch die Wiese an Pigisch vorbei zu kommen, doch Pigisch dachte nicht daran, die Führung schon nach 15 Metern herzugeben. Durch dieses Manöver von Klima konnte sich Egger nur noch an dritter Stelle einreihen. Dahinter Immervoll vor Schlager und Haberfellner.



Nach zwei Runden konnte Dominik Klima die Führung an sich reißen. Hinter ihm fighteten Roman Pigisch und Harry Egger um die zweite Position, was Klima im Ziel einen Vorsprung von 2 Sekunden einbrachte. Pigisch konnte seinen zweiten Platz ins Ziel retten, Egger dritter. Mit einem enormen Respektabstand kam Immervoll vor Schlager und Haberfellner ins Ziel.

1. Dominik Klima, Speedworld
2. Roman Pigisch
3. Harald Egger, Speedworld pb MKR
4. Patricia Immervoll
5. Stefan Schlager



Klima nutzte die Pole optimal und legte wieder einen Blitzstart hin. Diesmal kam Egger die dritte Startposition zu Gute und verwies Pigisch gleich am Start einen Rang nach hinten. Egger schloss recht schnell zu Klima auf, heftete sich an seine Fersen und war das gesamte Rennen immer in Schlagdistanz. Ein Vorbeikommen gestaltete sich aber, auf fairem Weg, ziemlich schwierig und so fuhren die Beiden mit einem Abstand von nur 0,184 Sekunden über die Ziellinie. Pigisch wurde Dritter, dahinter Patricia Immervoll und Stefan Schlager. Reinhard Haberfellner hatte durch seine noch nicht ausgeheilte Verletzung 5 Runden vor Schluss aufgegeben.



1. Dominik Klima, Speedworld
2. Harald Egger, Speedworld pb MKR
3. Roman Pigisch
4. Patricia Immervoll
5. Stefan Schlager

BAMBINI/KIDS CUP
Nachdem das Motorenreglement in der Challenge etwas erweitert wurde, durften sich die Bambinis über einen kleinen Zuwachs freuen. Sechs Nachwuchs-Schumis zeigten, was in ihnen steckt.



Die Pole holte sich, wie erwartet, der Vorjahressieger Marcel Müller vor Christoph Wiedner und Oliver Ofner. Ofner überraschte mit einer selten gezeigten Stärke und schaffte es zur Mitte des Rennens an Müller vorbei zu gehen. Wiedner fiel auf den letzten Platz zurück, was Dominik Herler den 3. Platz verschaffte.



Im zweiten Lauf musste sich Ofner dann Herler geschlagen geben, Müller fiel zwei Plätze zurück, dadurch kam Michael Schöllnberger als Dritter ins Ziel.

Tageswertung
1. Oliver Ofner
2. Dominik Herler
3. Marcel Müller, R.P. Motorsport
4. Michael Schöllnberger, MSC Rottenegg
5. Abdullah Badawi



Ebenfalls wenig spektakulär die Rennen des RMC Kids Cup:
In Lauf 1 siegte Eugen Swoboda vor dem Brüderpaar Maxi und Manfred Luger. Durch die „gestürzte“ Startaufstellung in Lauf 2 erreichte Ralph Lintner vor Maximilian Luger und Florian Wiesinger das Ziel.

Tageswertung:
1. Maximilian Luger
2. Eugen Swoboda
3. Florian Wiesinger
4. Manfred Luger
5. Ralph Lintner




Autorenverweis
2. Lauf 2-Takt ÖM in Greinbach
2-Takt ÖM: Die OSK-Meisterschaft ist eröffnet
2-Takt ÖM & RMC in Rechnitz

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