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Indoor Kart World Championship, 29./30.07.2006

Gumpi ist Weltmeister

In Arizona (USA) wurde wieder die Indoor-Kart-Weltmeisterschaft ausgetragen, die im Vorjahr vom Österreicher Werner Trügler gewonnen werden konnte, auch heuer waren er und noch drei weitere Österreicher angereist ... doch diesmal stand ein anderer Österreicher ganz oben: Alexander Gumpenberger!

Hannes XL Gsell

Bei bis zu 57° C im Schatten (Arizona liegt am Rande einer Wüste) wurden in der klimatisierten Karthalle insgesamt sechs Meisterschaftsläufe durchgeführt.



Trügler war schon zu Beginn des ersten Laufes Opfer der Rennleitung, die ihm nach einem Ausfall der Zeitnehmung eine ganze Runde strich, womit er über den 11. Gesamtrang nicht mehr hinauskam. Doch Alexander Gumpenberger (A) sorgte aus österreichischer Sicht für glanzvollen Ersatz und holte sich gleich zu Beginn zwei Laufsiege und von Anfang an die Führung in der WM-Wertung.



Auch die weiteren Rennen konnte der aus Aigen in Oberösterreich stammende Gumpenberger am Stockerl beenden und seine Führung sichern. Nur im allerletzten, 1,5-Stunden dauernden Finale, hatte er mit der Karttechnik zu kämpfen und belegte nur den 12. Rang. Mit dem guten Punktepolster aus den vorrangegangenen Läufen blieb aber dann doch die Erkenntnis: Alexander Gumpenberger ist der neue Indoor-Kart-Weltmeister 2006!

Endergebnis



Bericht von Abraham J. Hofmann, der die Österreicher und allen voran Gumpi nach Amerika begleitete:

Es war ein spannendes Rennwochenende in der Gluthölle von Arizona, bei Außentemperaturen von bis zu 50°C zeigten 85 Fahrer aus 19 Nationen ihr Können.

Bis Freitag durften die Fahrer auf der Indoor–Strecke der „F1 Racingfactory“, auf welcher dann auch der World Championship ausgetragen wurde trainieren.



Bei den Trainingsfahrten war Alex Gumpenberger im vorderen Mittelfeld dabei. Als ich zu Alex sagte, dass die Konkurrenz heuer sehr stark ist und es schwer sein wird vorne mitzufahren, erklärte er mir ganz cool, dass die anderen Fahrer noch ohne dem Mindestgewicht von 185 lbs (ca. 84 kg) unterwegs sind und daher die Ergebnisse noch nicht aussagekräftig seien.

Zitat von Alex Gumpenberger: „Jetzt fahren mir die anderen noch um die Ohren, aber mit Gewicht sieht die Welt wieder ganz anders aus und ich zeige Ihnen wo der Baddel den Most holt!“

Am Samstag war es dann soweit, der erste Renntag stand vor der Tür. Am Samstag wurde in vier Gruppen gefahren, jede Gruppe musste vier 30 min. Rennen absolvieren. Die Gruppen waren für jedes Rennen anders zusammengestellt, sodass möglichst jeder Fahrer gegen jeden einmal fahren musste.

Für jeden Rang wurden Punkte verteilt, der erste bekam 25, der zweite 23, Platz drei 22, Rang vier 21, …. usw. Ab Rang 13 gab es für jeden Fahrer 12 Punkte.



Am Sonntag wurde unter den 25 Besten das Finale ausgetragen.
Das Finale setzte sich aus einem 1 Stunden–Rennen und einem 1,5 Stunden –Rennen zusammen. Die Punkte von den Vorrunden wurden in die Finalläufe mitgenommen.

Um es möglichst fair zu gestalten wurden die Karts vor jedem Rennen ausgelost, da es ja kleine Unterschiede zwischen den Karts gab. Diese „kleinen Unterschiede“ waren aber manchmal sehr ausschlaggebend.

Im ersten Rennen hatte Alex Pech bei der Kartverlosung, er zog eines der schlechtesten Karts im Feld. Vor diesem Rennen sagte mir Alex, dass er schon im Qualifying das Kart wechseln will. Er musste dann zwar als Letzter starten, hatte dafür aber ein passables Kart. In einem spannenden Rennen räumte Alex das komplette Feld von hinten auf. Somit konnte er im ersten Rennen gleich einen Sieg feiern.

Im zweiten Rennen ließ Gumpi auch nichts anbrennen und belegte nochmals den 1. Platz. Im dritten Rennen konnte er einen 2. Platz einfahren und in Rennen vier belegte er Rang 3. Mit diesen tollen Ergebnissen war Alex nach dem ersten Renntag auf Platz 1 in der Punkteliste.



Am Ende des ersten Tages konnten wir es kaum glauben, dass Alex im Titelkampf ganz vorne lag und als Führender in die Finalläufe am Sonntag ging.

Im ersten Rennen am Sonntag schaute Platz 3 für Alex heraus, in der WM-Rangliste lag er immer noch auf Platz 1.

Im Finallauf hatte er wieder Pech bei der Kartverlosung. Im Qualifying konnte er nicht wechseln da ihm ein Anderer Fahrer zuvor kam. Im Rennen zeigte ich Ihm dann an, dass ein passables Kart in der Box steht, Alex wechselte und begann eine spektakuläre Aufholjagd. Als er sich auf Rang 11 vorgekämpft hatte wurde er gerammt und drehte sich, somit fiel er auf Rang 14 zurück.

In den letzten 25 Runden begann ich zu rechnen wie die anderen Fahrer im Punktekampf liegen. Durch seinen Vorsprung von den anderen Rennen, lag Alex ganz knapp auf Platz 1. Ich versuchte Ihm das mit Boxensignalen mitzuteilen, er konnte es aber gar nicht glauben (ich eigentlich auch nicht).

Er beendete das Rennen schließlich auf Platz 12. Nach meiner Rechnung reichte es für den Weltmeister, er hatte 2 Punkte Vorsprung auf den Zweiten in der Rangliste der das Rennen auf Platz 3 beendete.

Als Alex völlig erschöpft von diesem anstrengenden Rennen in die Box fuhr und den Helm abnahm, lief ich zu ihm um zu gratulieren.
Voller Euphorie schrie ich, „Wir haben ihn, wir haben ihn, wir haben den Titel!“

Er konnte es aber immer noch nicht glauben, er rechnete und rechnete, kam aber auf dasselbe Ergebnis wie ich: WELTMEISTER!

Die Siegerehrung war ein großartiges Erlebnis, es ist einfach ein überwältigendes Gefühl, einen Österreicher, Aigner und alten Freund auf dem Podium ganz oben zu sehen.



In der Teamwertung konnte sich das Team „Plus-City RT“ den 3. Rang holen. In der Nationenwertung konnten sich die Österreicher Alexander Gumpenberger, Werner Truegler, Daniela Simon, Christian Pratl und Matthias Hackensellner ebenfalls über den 3. Rang freuen.

Es war mir eine große Ehre Gumpi mit taktischen Zeichen aus der Box zu unterstützen, und auf seinem Weg zum Weltmeister begleitet zu haben!

Gesponsert wurde Alexander Gumpenberger von: Plus-City, Gemeinde Aigen, Gemeinde Schlägel, Raiffeisen Kasse, Sparkasse und MIC ... im Namen von Alexander möchte ich mich herzlich bei diesen bedanken.

Für mich war es mehr als ein großartiger Urlaub. Alle Leute waren sehr freundlich und im „Fahrerlager“ in der Karthalle herrschte stets eine gute Stimmung.

Abraham J. Hofmann



Link zur WM: www.indoorkartworld.com

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