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A1 SPEEDWORLD, 05.06.2006

2-Takt ÖM: 2. Lauf in Bruck/Leitha

Ganz Österreich kämpfte das Wochenende gegen den Regen an und verlor… Ganz Österreich? Nein, ein kleiner Ort namens Pachfurth/Bruck a.d. Leitha schaffte es irgendwie sich trocken zu halten. :-) Ein großer Bericht von Michi Fiedler.

Michael Fiedler

56 Fahrer gaben sich die Ehre und kämpften in 6 Klassen um die Punkte. 10 weitere Fahrer die sich zwar angemeldet hatten, waren leider nicht erschienen, jedoch ist ein Aufwärtstrend zu erkennen.

ICC:

Der Meisterschaftsführende Daniel Rosenmayer konnte seine Führung leider nicht verteidigen, da er aus gesundheitlichen Gründen nicht angetreten war. Bevor noch das erste Kart in dieser Klasse das Training aufnahm wurde schon viel über den Ausgang philosophiert. Würde Harald Egger, Team A1 Speedworld pb MKR, der Hausherr, der Zweite in der Meisterschaft, auf seiner eigenen Bahn zeigen wo der Hammer hängt? Würde der amtierende Meister, Patrick Loidl unter Ryo Racing zuschlagen oder doch die Jugend mit Philipp Klaindl unter Gernot Hammer Racing triumphieren? Doch auf der Nennliste standen auch noch Norbert Sulzer und Jesse Streibl, beide waren für RP Motorsport am Start.

Da dieser Lauf zugleich ein Zonen Lauf war, gab es auch Vertreter aus dem Ausland und diese waren ebenfalls ziemlich motiviert, unseren heimischen Vertretern das Leben schwer zu machen. Allen voran der EM sechste, Michael Ballay. Die Starter aus dem Ausland hatten zusätzlich den Vorteil, dass sie auf andere Reifenmarken zurückgreifen konnten.

Doch schon nach dem Zeittraining war klar, dass RP Motorsport mit Sulzer die richtige Wahl getroffen hatte. Nicht nur der schnellste Österreicher im Feld, sondern der Mann aus Wien sicherte sich die Pole vor Michael Ballay. Jindrich Vácha komplettierte die ersten 3 in der Startaufstellung. Streibl auf 4 und Klaindl auf 6. Klaindl konnte es nicht fassen. Mit nicht einmal einem Zehntel Rückstand auf Sulzer doch nur der 6. Startplatz.

Norbert Sulzer 41.505 RP Motorsport
Michael Ballay 41.522
Jindrich Vallay 41.573
Jesse Streibl 41.576 RP Motorsport
Ales Jirasek 41.586
Philipp Klaindl 41.599

Lauf 1:

Das Feld rollte zum Start und musste recht lange warten bis der Rennleiter das Feld auf die Reise schickte. Doch bei grün kam es zu einem größeren Tumult. Jesse Streibl kam durch einen Kettenriss nicht weg und somit hatte auch die ganze linke Reihe ein Problem und brauste in einander. Der Rennleiter entschied daher auf Rennabbruch, ganz zum Glück für Harald Egger, der ebenfalls in diesem Crash verwickelt war. Die Neuaufstellung und Sortierungsphase wurde von RP Motorsport genutzt um Streibl wieder auf die Reise zu schicken. (Zur Erklärung: Bei Rennabbrüchen und durchgeführten Neustarts, sieht es das Reglement vor alle reparierten Karts wieder an den Start zu lassen)

Der zweite Startversuch klappte wesentlich besser. Sulzer fiel in der Anfangsphase hinter Michael Ballay zurück, konnte aber das Tempo locker mitgehen. Schon in den ersten Runden konnte sich Sulzer an den EM 6. vorbeikämpfen. Er holte sich den Sieg mit einem großen Respektabstand und gewann den ersten Lauf. Unter 4 Sekunden hinter Sulzer folgten die beiden Starter für die Zone und gleich dahinter kam Jesse Streibl als zweitbester Österreicher ins Ziel. Die anderen Österreicher wurden von Patrick Loidl angeführt, von 9 gestartet wurde er noch sechster. Gruber knapp dahinter auf Platz 7, Egger auf Platz 8. Klaindl hatte beim Restart nicht soviel Glück und landete noch hinter Harald Egger auf Platz 9.



Lauf 2:

Im zweiten Lauf gab es beim Start keine Schwierigkeiten und das Feld kam gut weg. Sulzer hatte dieses Mal keine Chance gegen Michael Ballay. Denn der nutze die Möglichkeit der 2 neuen Reifen und dadurch machte er es dem Österreicher unmöglich, ihm in der Anfangsphase zu folgen. Ballay rettete seinen Vorsprung ins Ziel, aber Sulzer konnte sich über die meisten Punkte in der ÖM freuen. Streibl komplettierte das gute RP Motorsport Ergebnis mit seinem 4 Platz im Lauf und seinem zweiten Platz in der ÖM Wertung. So wie schon in Lauf 1 führte Loidl die weitere österreichische Meute an und wurde fünfter, Loidl somit auch Führender in der ÖM. Gruber auf Platz 7 und Klaindl beendete das Rennen auf dem 8. Platz, dadurch konnte er Egger noch in der Tageswertung abfangen. Egger musste einsehen, dass es einfach nicht sein Tag war und kam als 9. ins Ziel, einziger Lichtblick war, dass er immer noch Zweiter in der ÖM Gesamtwertung ist.

1. Norbert Sulzer RP Motorsport
2. Jesse Streibl RP Motorsport
3. Patrick Loidl Ryo Racing
4. Dominik Gruber
5. Philipp Klaindl GHR Racing





Bambini:

Auch da zeigte sich RP Motorsport ziemlich stark. Marcel Müller holte sich die Pole mit nur 3 Hundertstel Vorsprung auf Christoph Krizmanich, dem Heimkehrer, und Florian Hauthaler, beide für das Team Ryo Racing unterwegs. Der führende der Meisterschaft, David Griessner, und Thomas Jäger komplettierten die ersten 5.


1. Marcel Müller 51.350 RP Motorsport
2. Christoph Krizmanich 51.381 Ryo Racing
3. Florian Hauthaler 51.978 Ryo Racing
4. David Griessner 52.064
5. Thomas Jäger 52.073


Lauf 1:

David Detmers der in Italien mit Christoph Krizmanich mehr als nur erfolgreich unterwegs ist, hatte ein Wochenende zum abhacken. Motorschaden in Lauf 1 und auch grobe Probleme in Lauf 2, verhinderten ein annehmbares Ergebnis. Lauf 1 wurde von Marcel Müller dominiert. Er schaffte es, Krizmanich um 3 Sekunden abzuhängen und sicherte sich seinen ersten Sieg. Thomas Jäger holte sich Platz 3. Florian Hauthaler kam auf 4 und Stefan Locsmandi auf 5.



Lauf 2:

Marcel Müller kam durch eine defekte Kerze nicht in die Einführungsrunde und wollte sich dann in der Formationsrunde seinen Startplatz zurückholen. Da das ganze nach der Gridline passierte musste die Rennleitung eingreifen und nahm Müller somit jede Chance auf ein gutes Ergebnis. Krizmanich nutze die Chance, holte sich ebenfalls seinen ersten Sieg und konnte sich somit auch den Tagessieg sichern. Thomas Jäger führte die 4 Mann starke Verfolgertruppe an und sicherte sich den zweiten Platz ganz knapp vor Griessner. Szalanski wurde 4. und Hauthaler 5.

1. Christoph Krizmanich Ryo Racing
2. Thomas Jäger
3. Marcel Müller RP Motorsport
4. David Griessner
5. Florian Hauthaler Ryo Racing



Rotax Senioren:

Manuel Schmidt und Kevin Reichard kamen Punktegleich nach Bruck. Das letzte Mal war Reichard zu Gast auf Schmidts Hausstrecke in Graz. Doch dieses Mal war es die Hausbahn von Reichard. Reichard, der erst kürzlich im EM Lauf in Lonato (I) in dieser Klasse den 10. Platz belegte, ging als absoluter Favorit in dieses Rennen. Das A1 Speedworld Team pb MKR wollte hier nicht nur den Sieg, sondern wollte mit Kevin Reichard auch noch den Streckenrekord einsammeln. Zu den Favoriten zählten aber nicht nur Schmidt und Reichard sondern auch Dominik Kraihamer, der die Chance nutze, ein bisschen für den nächsten EM Lauf, der ebenfalls in Bruck stattfindet, zu trainieren.

Reichard erreichte sein ersehntes Ziel, im Windschatten von Kraihamer holte er sich mit der Fabelzeit von 43.380 den Streckenrekord. Kraihamer wurde ebenfalls immer schneller und reihte sich noch vor Schmidt auf Platz 2 ein. Beide kamen ebenfalls unter 44.000s. Die schnellste Dame im Feld war Nina Dittrich, mit 44.441 holte sie sich die zweite Startreihe. Manuel Fuchsjäger, das erste Mal bei einer ÖM dabei, holte sich Platz 5.

Lauf 1:

Reichard holte sich einen Startziel Sieg. Kraihamer konnte die meiste Zeit etwas Druck auf Reichard machen, wurde dann auch sicherer Zweiter. Schmidt holte sich mit einem nicht so gut liegendem Kart Platz 3. Die meisten Fights fanden jedoch dahinter statt. Nina Dittrich, sichtlich nervös über Ihre gute Position, wurde von der zweiten Dame im Feld gleich von Beginn an stark bedrängt. Nur durch einen groben Fehler schafften es Schowfield und Immervoll an Dittrich vorbei zu gehen. Dem Gaststarter aus Australien, Christopher Schowfield, war es anzumerken, dass er schon lange Zeit in keinem Kart mehr gesessen war. Kaum hatte er die Führung von diesem Pulk übernommen machte er einen groben Fehler und musste beide Damen wieder passieren lassen. Dittrich kam noch einmal kurz auf Platz 4, doch ein erneuter Fehler warf sie dann doch wieder zurück. Schowfield holte sich erneut den 4. Platz und gab diesen auch bis ins Ziel nicht mehr her. Patricia Immervoll wurde als beste Lady vor Dittrich 5.



Lauf 2:

Reichard feierte erneut einen Startziel Sieg. Doch dieses Mal konnte er Kraihamer nicht so einfach abschütteln. Der für das V=(p*d)2 Team startende Fahrer biss sich förmlich an Reichard fest. Er fand jedoch keine Lücke und wurde erneut Zweiter. Ein kleiner Trost für Kraihamer: Er fuhr in beiden Läufen die schnellste Rennrunde. Schmidt konnte mit einem jetzt sichtlich besser liegendem Kart noch mit dem Duo mithalten, fiel aber dann leicht zurück. Doch das Podest war ihm nicht mehr zu nehmen. Der Australier konnte seinen 4. Platz nicht wiederholen, sondern musste aufgeben. Patricia Immervoll holte sich Platz 4 und Manuel Fuchsjäger komplettierte die ersten 5.


1. Kevin Reichard A1 Speedworld pb MKR
2. Dominik Kraihamer v=(p*d)2
3. Manuel Schmidt
4. Patricia Immervoll
5. Manuel Fuchsjäger



Rotax Junioren:

Auch in dieser Klasse wurde es spannend. Sandra Simbürger, die wohl fleißigste, all derer, die in Bruck regelmäßig trainieren, hatte schon so manche Schlacht gewonnen und rechnete sich gute Chancen aus. Sandro Lukovic, der erst kürzlich in diese Klasse wechselte, wollte natürlich auch zeigen, was er in der ICA-J gelernt hatte und der Meisterschaftsführende Dominik Klima wollte auch beweisen, dass man mit ihm nicht nur im Nassen rechnen musste. Tja und da war dann auch noch Daniel Schellnegger, der Vize Weltmeister. Wer würde wohl die Nase vorne haben??

Sandra Simbürger holte sich die Pole und distanzierte ihre männlichen Kollegen denkbar knapp. Sandro Lukovic sicherte sich Platz 2 und Patrick Dolleschall landete in seinem allerersten Zeittraining auf Platz 3. Mit nur einem Zehntel Rückstand auf die Pole stand Novak Mario auf 4 und der Vizemeister auf der 5. Stelle. Der Meisterschaftsleader Klima war zwar ebenfalls nur 2 Zehntel hinter der Pole, aber es reichte trotzdem nur für Platz 6.

1. Sandra Simbürger, 44.397
2. Sandro Lukovic, 4.429
3. Patrick Dolleschall, 4.458, A1 Speedworld pb MKR
4. Mario Novak, 44.522
5. Daniel Schellnegger, 44.555, V=(p*d)2


Lauf 1:

Schon beim Start konnte es Daniel Schellnegger nicht erwarten zu überholen und verursachte den Crash des Tages. Sandra Simbürger behauptete am Start die Führung und musste sich von Beginn an gleich einmal gegen Lukovic wehren. Klima gleich dahinter und Novak komplettierten die Spitze. Lukovic kassierte Simbürger mit einem tollen Manöver, doch wenn nun jemand gedacht hätte, dass dieses Duell gelaufen war, hatte nicht mit dem Kampfgeist von Sandra Simbürger gerechnet. Sie konterte an einer Stelle, wo eigentlich kein Platz war und erbte so wieder den Platz an der Sonne. Dieser Kampf brachte aber auch die ersten vier immer näher zusammen und dadurch konnte Novak die Gunst der Stunde nutzen und setze sich bald auf Platz 3. Lukovic konnte Simbüger nun zum zweiten Mal überholen und führte wieder das Feld an. Doch dann kam Novak, keiner hatte wirklich mit ihm gerechnet. Er überholte nicht nur das schnellste Mädel, sondern kassierte auch Lukovic und holte sich so seinen ersten Sieg. Lukovic musste dann auch noch Simbürger ziehen lassen und beendete das Rennen auf Platz 3. Klima auf 4 und Andreas Baumgartner auf 5.

1. Mario Novak
2. Sandra Simbürger
3. Sandro Lukovic
4. Dominik Klima
5. Andreas Baumgartner



Lauf 2:

Dieses Mal klappte der Start besser. Mario Novak hielt seine Kontrahenten gut in Schach und zeigte, dass der erste Lauf nicht nur Glück war. Sandra fand einfach keinen Weg an ihm vorbei. Lukovic konnte nicht mehr angreifen, weil seine Reifen nicht mehr mit machten. Doch plötzlich, in der Schlussphase des Rennens, tauchte Daniel Schellnegger hinter Novak auf und überholte ihn auch, er konnte zwar den Tagessieg nicht mehr holen, aber den Laufsieg. Auch Patrick Dolleschall zeigte im zweiten Lauf was in ihm steckte und holte sich hinter Dominik Klima Platz 5.

1. Daniel Schellnegger, V=(p*d)2
2. Mario Novak
3. Sandra Simbürger
4. Dominik Klima
5. Patrick Dolleschall, A1 Speedworld by MKR

Autorenverweis
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