Report | 11.09.2002

1. Euro Finale der 125 ccm Rotax Klasse

Harald Egger, der Veranstalter des 1. Euro Finales der 125 ccm Rotax Klasse, kann stolz auf seine Veranstaltung sein. Organisatorisch perfekt, hochkarätiges Starterfeld und traumhaftes Wetter waren die Zutaten für die gelungene Veranstaltung.

Fiedler


Tolles Service des Veranstalters

Alle Läufe wurden von diesem Rennen unter Eigenregie gefilmt und sind als DVD erhältlich. So wurde auch für Couchpotatos eine Möglichkeit geschaffen, sich etwas Rennflair nach Hause zu holen.

Alle Zeiten und Lifebilder wurden zudem ins Internet gestellt. Somit war man immer bestens informiert.
Vielleicht macht ja dieses Beispiel Schule ...




Starke Holländer, starker Fiedler

Am Freitag wurde den Österreichern schon ganz klar, dass die Niederlande mit einem sehr starken Team angetreten ist. Zunächst war nur der Top Fahrer Van der Ham bekannt.

Mit einer 44.16 im 2. freien Training wurde die bisherige Rekordrunde von Christop Rieger (44:7xx seit April 2002) förmlich eingestampft. Doch ein Österreicher, Michael Fiedler, konnte ihm parolli bieten und setzte sich mit einer 44:14 zumindest noch am Vormittag durch.

Am Nachmittag schaffte Michael Fiedler mit Qualytrimm die erste 43:92, doch Van da Hamm legte mit einer 43:80 den Lap Rekord fest. Auch noch ein Holländer Retera Dennis schaffte es mit einer 43:96 in den Club der 43 ziger Zeiten.




Martin Jakubovics lieferte tolle Zweikämpfe

Samstag:
Qualyfikation:
Van der Ham erreichte nicht mehr ganz seine Zeit vom Vortag schaffte jedoch als einziger eine 43ziger Zeit und ergatterte sich die Pole.

Dann folgten auf den Plätzen 2 und 3 seine Team-Kamaraden Gielis (44:04) und Retera (44:05). Michael Fiedler, mit einer 44:07, belegte als bester Österreicher Platz 4, doch nur ganz knapp vor Gerd Leroch, der mit einer 44:10 die ersten fünf Plätze komplettierte. 4 Fahrer in nur einem Zehntel!

Vorläufe:
Die Vorläufe wurden von dem Favoriten Van der Ham dominiert. Auch andere Ausländer kamen mit der anspruchsvollen Strecke immer besser zu recht.

Nur noch ein Österreicher konnte mit den starken Niederländern mithalten: Martin Jakubovics. Er wurde durch seine starken Zweikämpfe bester Österreicher und beendete die Vorläufe als 5.

Rübik, der normal in Deutschland unterwegs ist, belegte Platz 7, gefolgt von Christian Raunegger der durch fehlerlose Vorläufe auf Platz 8 kam. Michael Fiedler belegte mit einem schlecht liegenden Kart und einem durchschnittlichen Zeitverlust von 8 Zehntel pro Runde, noch Platz 9.

Auf Platz 10 der erste Challenge Teilnehmer aus Österreich: Jürgen Oberpertinger. Er lieferte in den Vorläufen herausragende Zweikämpfe und konnte sich so den guten Startplatz für das Pre Finale sichern.

Was geschah mit Gerd Leroch?
Leroch hatte in Lauf 1 einen technischen Defekt, in Lauf 2 fuhr er die schnellste Rennrunde (noch vor Van der Ham), wurde jedoch auf Platz 3 liegend von der Nr. 86, Ian Gebts (Bel), abgeschossen. In Lauf 3 versagten im dann abermals, auf Platz 3 liegend, die Nerven und drehte sich von der Strecke. Im Hoffnungslauf vom letzten Platz startend, fehlte ihm am Schluss nur ein Platz um ins Finale auf zu steigen ...




Spannung pur:
Johann Schmied - von 19 auf 2!

Sonntag:
Hoffnungslauf:
Das war eines der interessantesten Rennen, die man je sehen durfte. Die Spitze wechselte mehrere Male. Der herausragende Fahrer in diesem Rennen war Johann Schmied. Schmied von Platz 19 gestartet konnte sich schon nach dem Start auf Platz 10 einordnen. Danach kam er immer besser in Fahrt und konnte sich bis auf Platz 2 vorkämpfen!

Sigler (Sui) gewann vor Schmied (Aut), Ploil (Aut), Klinck (Bel), Rajamets (Est), Probhart (Aut) und dem glücklosen Leroch.




Übermacht Holland?

Pre Finale:
Das ist jenes Rennen, welches nur für die Startaufstellung für das grosse Finale gefahren wird. Erst hier wurde deutlich wie stark Holland wirklich ist. Von Platz 1 - 4 nur Holländische Fahrer. 5. Martin Jakubovics, der durch ein Manöver in der letzten Runde seinen 6. gegen den 5. Platz tauschte. Raunegger und Rubik hatten eine heftige Startkollision und konnten nicht mehr mitmischen.

Nachdem Start sah es für den glücklosen Fiedler seit langem wieder gut aus. Plötzlich auf Platz 7, Jakubovics in Schlag Distanz, doch auch in diesem Rennen passte es nicht. Ab Runde 3 drehte sein Motor 1000 u/min weniger und er viel bis auf Platz 12 zurück.

Was geschah mit Michael Fiedler?
"Ich hatte seit Samstag Nachmittag nur noch technische Probleme. Der Reifensatz am Freitag dürfte ein Fehlgriff gewesen sein. Denn ich konnte nur noch 44:90 - 45:10er Zeiten fahren und das spülte mich in jedem Lauf etwas nach hinten.
Da wir nicht genau wussten woran das Problem gelegen hat, gingen wir am Sonntag mit einem komplett anderem Packet an den Start. Neuen Motor und einem neuen Reifensatz.
Im Pre Finale stellte sich heraus, dass der Motor nicht perfekt lief und alle unsere Bemühungen für das Finale waren dann umsonst. Denn im Finale nach der 3. Runde löste sich etwas beim Luftfilter und die Zeiten schnellten erneut in die Falsche Richtung ... 'shit happens'", so Michael Fiedler.




Bester Österreicher: Jakubovics auf
Platz 5!

Finale:
Das Finale war dann nur noch eine Angelegenheit zwischen Van der Ham und Sander. Sander fuhr äußerst beherzt und konnte auch für einige Meter die Führung ergattern, doch der Favorit setzte sich erneut an die Spitze und gewann. Leider wurde Sander wegen Untergewicht aus der Wertung genommen und schenkte somit seinen 2. Platz Retera. Der beste nicht Holländer war leider kein Österreicher sondern Bertrand (Bel) und landete auf Platz 3. Bakker (Ned) konnte Jakubovics hinter sich halten, der somit 5. wurde.

Bester Österreicher wurde Jakubovics, der heuer auch Internationale Erfolge in der 125ccm Schalter Klasse feiert. Schmied, ja genau Johann Schmied der sich als 2. im Hoffnungslauf qualifizierte, unterstrich seine tollen Leistungen die er im Training mit Michael Fiedler schon zeigte und beendete das Finale als 8.





Die weiteren Österreicher: 10. Oberpertinger; 14. Ploil; 15. Kartas; 16. Probhardt; 17. Raunegger; 20. Rübig; 21. Dragovits; 23 Zimmerleiter.

Wir gratulieren dem Sieger: Hugo Van der Ham (Ned)


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