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Alles übers Kartfahren


Kartfahren als Rennsport 

Wer fünfmal Kartfahren war, ist prinzipiell anfällig drauf, tiefer in die Sache einzusteigen. Die erste Rennteilnahme ist dann bereits überfällig. Möglichkeiten bieten sich dafür viele.
Zum Beispiel in der Halle. Im Freundeskreis, im Kreise der Mitarbeiter, die man im Zuge eines Incentives in die Karthalle bringt, oder bei einem "Open Race", das Karthallen meist an einem bestimmten Tag in der Woche veranstalten.

Oder Outdoor, auf einer der Kartbahnen, im Verleihbetrieb. Genau wie in der Halle mit Freunden, mit der Firma, oder bei einem Open Race.
Der ambitionierte Kartfahrer wird vielleicht bald auf ein Zweitakt Kart umsteigen. Dabei ist es üblich, Mitglied bei einem Kartclub zu werden. Die Kartclubs veranstalten üblicherweise Meisterschaften für die Mitglieder. Das macht auch sehr viel Spaß.

Kartrenntypen 

Im Laufe der Zeit haben sich mehrere Renn-Typen herauskristallisiert, die sehr gut funktionieren. Sie zeichnen sich durch ein recht einfaches Reglement aus, und der Zuseher weiß ohne lang zu rechnen, wer in Führung liegt.

Short Race 

Karthallen veranstalten üblicherweise zumindest einmal pro Woche ein sogenanntes "Open Race", wo jedermann dran teilnehmen kann. Dieses wird üblicherweise nach dem "Short Race" Modus durchgeführt. Für einen Betrag, der runtergerechnet üblicherweise unter dem von 10 Minuten Turns liegt, wird zB. ein fünfminütiges Qualifying, und anschließend ein 20 minütiges Rennen gefahren.

Rennen mit Kartsturz 

Beliebt ist auch der Modus mit zwei 20-minütigen Rennen und dazwischenliegendem Kartsturz. Das heißt, der Letztplatzierte tauscht mit dem Sieger das Kart, der Vorletzte mit dem Zweiten, und so weiter. Dann wird das Rennen unter Beibehaltung der Positionen aus dem ersten Rennen neu gestartet. Aufgrund der Kartstreuung könnte sich das Ergebnis des zweiten Rennens völlig von dem des ersten Laufes unterscheiden.

All With All 

Beim All With All Rennen fährt jeder Teilnehmer nacheinander mit jedem Kart ein Qualifying. Die Einzelrennen sind jeweils relativ kurz, zB 8 Minuten. Das muss reichen, um die Stärken und Schwächen des jeweiligen Karts zu erkennen und den Fahrstil optimal ans Gerät anzupassen. Der Fahrer muss aus jedem Kart versuchen das beste rauszuholen. In die Wertung kommt jeweils nur die schnellste Runde jeden Turns. Sieger ist der mit der geringsten Durchschnittsrundenzeit über alle Karts.

Teamrennen 

Teamrennen sind üblicherweise Langstreckenrennen und gehen über mehrere Stunden. Im Laufe eines Teamrennens muss das Kart immer wieder aufgetankt werden, und regelmäßig finden Fahrerwechsel statt. Der Zeitpunkt des Fahrerwechsels wird entweder vorgeschrieben oder aber durch die Teamstrategen selbst bestimmt. Genaue Regeln sorgen dafür, dass das Rennen sicher abgewickelt wird. Üblicherweise herrscht in der Boxengasse während eines Teamrennens Schrittgeschwindigkeitsgebot, sodass Zuschauer oder Funktionäre keinesfalls gefährdet werden.

Bei manchen Langstreckenrennen werden auch die Karts getauscht, sodass auch gleich eine Art Kartsturz durchgeführt wird, was die Kartstreuung ein wenig ausgleicht und somit die Chancen bestmöglich verteilt.

Team Sprint 

Beim Team Sprint finden wird das Rennen in mehreren Läufen von zB 20 Minuten ausgetragen. Ein Lauf wird dabei jeweils von einem Fahrer bestritten, im nächsten Lauf muss ein anderer Fahrer das Kart übernehmen. Bei Neustart werden die Karts in der Platzierung des vorangegangenen Laufes aufgestellt. Jeder Lauf wird mit einem Punktesystem bewertet, und am Ende hat das Team gewonnen, das die meisten Punkte gesammelt hat. Zwischen den Läufen kann auch gleich ein Kartsturz durchgeführt werden. Team Sprints zeigen, wie stark ein Team in Summe ist. Fahrerische "Schwachstellen" werden beinhart erkannt und führen zu schlechteren Platzierungen des Gesamtteams.

Langstreckenrennen 

Die Königsklasse in Bezug auf Prestige aller Sportveranstaltungen sind wohl die Langstreckenrennen. 24h von Le Mans bei den Autos, 24h Bol d' Or bei den Motorrädern, die Rallye Paris Dakar, der Marathonlauf. In Dauerleistungsbewerben am Schluss vorn zu sein war im Wettbewerb wohl immer schon das höchste Ziel.

24h Kartrennen erfordern neben einer entsprechend großen Anzahl an Fahrern auch strategisches Geschick und Feingefühl, sicher auch eine Portion Glück, aber auf jeden Fall Höchstleistung aller Beteiligten. Es ist bei diesem Renntyp vielleicht besser, nicht ständig total am Limit zu fahren und dem Material wie auch dem Fahrer Schonung zuteil werden zu lassen.

Unnötige Materialdefekte sorgten schon für richtiggehende Dramen, und so lang die Renndistanz auch ist, so knapp kann das Ergebnis am Ende sein. Es gab seit 1996 bereits mehrere Rennen die erst in den letzten Minuten entschieden worden sind, einmal waren es 10 sekunden (Saalfelden 1998 Nokia vor V-max), einmal 4,7 Sekunden (Zeltweg 1998 Nokia vor V-max), und einmal waren gleich drei Konkurrenten innerhalb von 10 Sekunden über die Ziellinie gekommen (Indoor OMV 24h Nov. 2000). Eins war aber immer gleich: Groß war die Ehre des Siegers, und groß wird sie auch in Zukunft sein.

Society Rennen 

Die größte Werbung für den Kartsport in den letzten Jahren waren wohl die Society Rennen, die von den Medien aufgrund der großen Anzahl an prominenten Teilnehmern nur so gefressen wurden. Der Cart City Circuit in Velden, Der Grazer City Grand Prix, die Kart Champions Trophy in der Arena Nova, die Linzer Art of Cart Trophy. Alle erregten großes Aufsehen und brachten den Kartsport der breiten Masse näher.

Gefahren wird bei diesen Rennen praktisch immer mit 270ccm Viertaktmotoren mit 9PS. Die Karts haben einen Rundumverbau, damit möglichst wenig passieren kann, schliesslich werden die Karts auch von Promis bewegt, und da kann sich kein Veranstalter ein Sicherheitsrisiko leisten. Einen Riesenspaß macht es dennoch, mit diesen Geräten durch die Gassen der Grazer Altstadt, am Casino in Velden vorbei, über eine abenteuerliche Brückenkombination in der Arena Nova, oder durch ein Parkhaus und Einkaufszentrum in Linz zu glühen.

Die Bewerbe werden stets als Teambewerbe mit Langstreckencharakter ausgetragen. Die Renndauer beträgt 4-6 Stunden. Neuerdings scheint sich der Trend zu etablieren, das Rennen in der Mitte durch einen Showblock tu unterbrechen. Ein zweiter Start sorgt für erneute Spannung im Publikum, und auch die Teams sind dann wieder voll fiebrig und euphorisch bei der Sache.

Hobbysport 

Der Hobbysport Bereich bietet Rennen für Ein- und Aufsteiger an. Die gegenseitige Hilfe und die Kontaktfreudigkeit unter Kartfahrern ist erstaunlich. Nur wenige nehmen die Sache tierisch ernst

Indoor Meisterschaften 

Viele Karthallen bieten ihren schnellsten Kunden eine eigene Meisterschaft an. Einsteiger reissen die Augen jeweils sehr weit auf, wenn die Rennen der Hallenmeisterschaft stattfinden. Ein ganzes Rudel von Fahrern bewegt die Verleihkarts der Halle auf höchstem Niveau, schaffen Rundenzeiten von welchen die Einsteiger bislang noch träumen.
Die Rennen der Hallenmeisterschaften laufen meist so knapp ab, dass nicht selten das Material entscheidet. Das schnellere Kart gewinnt, denn viele Indoor Fahrer bewegen sich heutzutage auf sehr ähnlich hohem Niveau, das auch ein Michael Schumacher in der Halle nicht mehr überbieten könnte.
Hallenmeisterschaften werden daher gern im All With All Modus ausgetragen, um die Kartstreuung zu egalisieren.

Viertakt Meisterschaften 

Die Viertakt Klasse, die es im Rennsport erst seit relativ kurzer Zeit gibt (1996), gilt allgemein als die Einsteigerklasse oder auch als die Hobbyklasse. Die leistungsmäßig den Zweitaktern bis vor kurzem noch sehr deutlich unterlegenen Motoren strapazieren die Fahrer nich annähernd so wie ein hochdrehender, vor Kraft strotzender Zweitakt Motor.

Diese Karts ermöglichen daher auch die Durchführung von wirklich breitentauglichen Rennen. Das jährlich stattfindende 6h Rennen in Velden, der Cart City Circuit, ist ein sehr gutes Beispiel hiefür. Schauspieler, Sportler, Politiker, sitzen hier im Kart und fighten mit Spitzenkartfahrern um den ersten Platz im Rennklassiker. Die Karts haben rund 8 PS aus einem 270 ccm Motor.

Bei den PS-schwachen Karts spricht man auch gerne von Leisure Karting. Die breitentauglichen Leisure Kart Rennen werden rund um den Erdball gefahren, zum Teil an exklusiven Destinationen. Paris, Nizza, Mallorca, Abu Dhabi, Dubai, Sydney, Bahamas, - und Velden natürlich, das sind Destinationen die wirklich klingen.

Es gibt allerdings auch wesentlich ernstvollere Viertakt Meisterschaften in Österreich. Den Team Kart Cup von der Kart Division 2000, der auf 19 PS starken, leichten Karts ausgetragen wird, sowie die Team Kart Staatsmeisterschaft der Kart League, die mit 20 PS starken Geräten gefahren wird. Hier geht es wirklich ans eingemachte, und der Unterschied zu Zweitaktrennen liegt mehr oder weniger im Detail.

Weiters gibt es mit der Saison 2002 erstmals die offene Viertakt Einzelmeisterschaft, in der Motoren mit bis zu 50 PS Leistung eingesetzt werden. Diese übertreffen bezüglich Drehmoment und Leistung sogar die Zweitakt Schaltkarts. Aufgrund des höheren Gewichts sind sie auf der Rennstrecke jedoch meistens geringfügig langsamer als die 125er.

Clubsport Meisterschaften 

Clubsport Meisterschaften sind generell betrachtet Meisterschaften eines Kartclubs. Solche Clubs sind üblicherweise bei permanenten Rennstrecken angesiedelt. Da auf den permanenten Rennstrecken mit allen denkbaren Karts gefahren wird, decken die Clubrennen auch meistens alle Klassen ab.
Diese Rennen werden meist in den gleichen Klassen ausgetragen wie die Zweitakt Kart Staatsmeisterschaft. Eine sehr beliebte Klasse in diesem Bereich ist übrigens die Rotax Max Challenge. Diese Serie zeichnet sich durch Verwendung von Einheitsmaterial aus. Als Motor kommt ein für Kartverhältnisse extrem haltbarer und wartungsarmer 125ccm Motor zum Einsatz, der 30 PS leistet und durch Elektrostarter und Fliehkraftkupplung die Bedienung des Gerätes einfachstmöglich hält.
Der typische Teilnehmer in der Rotax Max Challenge ist nicht selten über 30 Jahre alt und Späteinsteiger in den Kartsport.

Profi Motorsport 

Die Zweitakt Staatsmeisterschaft 

Internationale Meisterschaften 

Viertakt Meisterschaften 



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