Kart League | 05.06.2002

Die Champions Kart League in Bruck/Leitha

Wieder einmal versank ganz Österreich im Regen nur in Bruck war gutes Rennwetter bei optimalen Temperaturen.

Ralph Karger/Simo Schramm


Die Reifenlotterie
Wer wählte richtig?

Interessant war es, wie immer heuer bei 6 Stunden Rennen, wer sich für welchen Reifen entscheiden würde.

Jedenfalls gab es eine Gruppe mit weichen Reifen (Sportwoche, RUBI.TACK, Kamikaze, Hotkart, kartsport.at, Pushermen), der Rest fuhr mit härteren Reifen. Der Unterschied in der Rundenzeit war in etwa 0,4 Sekunden.


Spannendes Qualifying
Team Kamikaze schlägt zu!

Das Qualifying war diesmal äußerst spannend, zwischen der Pole Position, die sich erstmalig das KAMIKAZE Team geholt hat, und dem 9. Startplatz waren lediglich 0,4 sec Differenz.
Platz 2 ging äußerst überraschend an das Team HOTKART und sensationeller Dritter des Qualifyings war das Team SPORTWOCHE.

Kamikaze hatten Glück im Unglück, als beim CKL Kart im SCS Rennen einen Motorschaden hatten (Kurbelwellenbruch aufgrund einer geschliffenen und danach nicht teniferierten Kurbelwelle). So konnten sie in Rekordzeit den Motor wechseln und standen in letzter Sekunde doch auf ihrem ersten Startplatz.




Heisse Startphase
Team RUBI.TACK von 10 auf 6

Der Start war äußerst spektakulär HOTKART, KAMIKAZE, SPORTWOCHE, PUSHERMEN und RUBI.TACK Fullsize hatten nahezu den gleichen Start. Von hinten kamen von Platz 10 das Team RUBI.TACK light auf Platz 6 und das Team HARMONIKA POWERGILS mit Petra „Bärli“ Schlosser von 11 auf Platz 7.

Es setzte sich sofort ein Paket bestehend aus HOTKART, KAMIKAZE, SPORTWOCHE PUSHERMAN und RUBI.TACK Fullsize ab. Beim ersten Wechsel übergab KAMIKAZE vor HOTKART, nach dem Wechsel war HOTKART für längere Zeit in Führung bis sie wegen Untergewicht und der dadurch resultierenden Stop&Go ihre Siegchancen begraben mussten. Norbert Sulzer als Startfahrer von HARMONIKA MÜLLER 1 schien seine Reifen im ersten Turn so derartig beansprucht zu haben in dem Bestreben mit den Teams mit weicheren Reifen mitzukommen, dass sie nun völlig ihren Dienst versagten und das Team 1 von HARMONIKA somit chancenlos war.



Das Spitzenfeld
zerbröckelte langsam

Der nächste der sich vom Spitzenfeld verabschieden musste war RUBI.TACK mit einer blockierenden linken Vorderbremse – der dadurch entstandene Reifenschaden wurde gleich mitbehoben.

Bei PUSHERMEN wurden die Reifen (weich) ebenfalls in einem Turn derartig strapaziert, dass sie gewechselt werden mussten, somit war auch PUSHERMEN auch aus dem Rennen um den Sieg.

Letztendlich musste auch die KAMIKAZE´s ihren Traum vom ersten Sieg begraben als der linke Vorderreifen schlapp machte und getauscht werden musste.

Die nächsten die ihre Siegchancen verspielten waren Harmonika Müller 3, wo der Tankverschluss nicht richtig verschlossen wurde und Mario Traxler vor Schmerzen schreiend in den Sanitätswagen flüchtete. Nachdem auch kein Ersatzfahrer bereit war, ging enorm viel Zeit verloren.




Reifenschonede Fahrweise
wird immer wichtiger

Jedenfalls stellte sich bei diesem Rennen eindeutig heraus, dass auch die härtesten Reifen mit einem rutschendem Kart vernichtet werden können, die weicheren Reifen verlangen alle einen exakten runden Fahrstil, slidend über die Curbs zu räubern und dazu ein nicht perfekt abgestimmtes Kart raubt jede Siegeschance.

Dies beherrschten an diesem Wochenende die Fahrer der Sportwoche am allerbesten, auch HARMONIKA MÜLLER3 vereitelte sich einen Sieg nur durch das Tankmissgeschick und wurden zweite, auf Platz 3 sehr überraschend kartsport.at. HARMONIKA MÜLLER1 konnte nach RUBI.TACK Fullsize nur den 6.Platz belegen, was die Meisterschaft wieder extrem spannend macht.



Harmonika Müller
nicht vom Glück verfolgt

Dem gesamten HARMONIKA MÜLLER – Team dürfte dieses Wochenende leider nicht so geglückt sein. Es wurde auf der Strecke deutlich gesehen, daß die Übersetzung nicht 100% stimmen konnte. Die FahrerInnen versuchten zwar das letzte aus ihren Karts herauszuquetschen – allerdings wurde diesmal beim Setup kräftig danebengegriffen

Insgesamt war dieses Rennen maßgeblich für die Zukunft. Das Team HARMONIKA MÜLLER, welches den aktuellen Prüfstand ihr eigen nennen darf, machte sich durch einen Schulungs – und Fragetag bei den anderen Teams sehr beliebt. Hr. Müller persönlich stand jedem Team Frage und Antwort wenn es um prüftandspezifische Fragen ging. Die Symphatiewertung ging diesmal eindeutig an das Team HARMONIKA MÜLLER.




Next Race
in Styria

Das nächste Rennen findet am 14-16. Juni auf der Styriakarting in Laa/Zettling statt. Dort gibt es eine einschneidente Änderung im Regelement, dass bei diesem Rennen nur noch Reifen mit 65 Shore oder darüber verwendet werden dürfen. Außerdem erhöht sich die Anzahl der Ersatzreifen auf insgesamt 4 Stück.

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