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ZWEITAKT STAATSMEISTERSCHAFT WELS 2002

Die Zweitaktschlacht in Wels

Der Strohballenkurs in Wels sorgte bisher in jedem Jahr für Sicherheitsdiskussionen. Die Rennen gingen jedoch bislang ohne grobe Zwischenfälle ab. Das war heuer leider anders. Dreimal kam der Notarztwagen zum Einsatz. Wels aus der Sicht eines Kart Cracks. Michi Fiedler referiert über Wels.

Michi Fiedler


Messegelände Wels
Very special Kart Race Track

Wels ist eine der wenigen Stadtkurse. Die Strecke befindet sich am Welser Messegelände und schlängelt sich dort zwischen den Gebäuden durch. Manche finden diese Strecke toll und manche weniger.

Auf jeden fall, wer dort schnell sein will muss sollte sein Kart gut unter Kontrolle haben und viel Mut besitzen. Denn die Streckenbegrenzung besteht aus Welser Strohballen und diese sind sehr hart. Die Strecke läst kaum Fehler zu.


Überholen unmöglich?
Der Startplatz zählt.
Zuschauermassen an der Strecke!

Weil auch die Strecke sehr schmal ist, sind auch kaum Überholvorgänge möglich, und wenn, dann nur, wenn der Vordermann raus bucksiert wird, oder mitspielt. Daher wurde sehr viel Augenmerk auf das Zeitraining gelegt und schon in den freien Trainings wurden viele Spurstangen und Hinterachsen verbogen.

Wels besticht auch durch das gelungene Ambiente, kaum eine Strecke hat so viele Besucher. Leider stand die Veranstaltung diesmal unter keinem guten Stern.


Rotax Max
Bereits sehr turbulent

Bis zum 1. Rennen der Rotax Max Challenge lief alles seinen gewohnten Gang. Christoph Rieger sicherte sich die Pole vor Bruno Zehetmeyer, Oberpertinger und Kartas (der Aufsteiger der Saison) komplettierten die ersten zwei Reihen.

Jedoch schon am Start riskierte Alfred Berger alles und gewann 3 Plätze, dadurch gab es jedoch einen kleineren Massencrash, der die Reihung komplett neu Mischte. Berger forcierte sein Tempo und attackierte auch sogleich Kartas, doch der fuhr hinter Oberpertinger als sicherer 4ter und wollte diesen natürlich nicht kampflos hergeben. Berger probierte es an einer der engsten Stellen des Kurses und somit lagen beide in den Strohballen. Da ein passieren der Unfallstelle kaum möglich war, wurde abgebrochen. Die Reihung nach der 6ten Runde zählte für die Aufstellung des Neustartes.

Neustart: Oberpertinger wusste, dass er den schnelleren Rieger nur am Start schnappen konnte. Es gelang ihm auch, na ja fast. Denn Rieger bremste etwas zu spät und daher konnten die beiden erst wieder als Letzte Fahrt aufnehmen. Das war auch sehr bitter für Rieger, der sich die Gesamtführung nach diesem Wochenende erhoffte. Er versuchte alles, doch am Ende dieses Laufes hatte er eine traurige Bilanz. 3 Crashs und keinen Punkt.

Ein weiterer Crash führte dann erneut zum Abbruch. Sieger wurde somit Daniel Ploil vor Bruno Zehetmeyer und Schumann. Danach wurde es nur noch schlimmer!


ICA Junior
Eskalation der Härte

Die ICA - Junioren konnten keinen 2ten Lauf mehr durchführen. Traurige Bilanz war hier, kein Ergebnis, 2 Mal Notarzt und 3 Rennabbrüche.

Bei den Rotax Max Junioren, gab es ebenfalls einen Abbruch mit der Folge, dass der 2te im Rennen ebenfalls mit dem Notarztwagen in Spital musste. Danach gab es einen Streik mehrerer ICA Fahrern, doch die verbliebenen 7 Fahrer fuhren ihr Rennen.


Rotax Max 2. Lauf
Start unter gelber Flagge
Daniel Ploil gewinnt.

Im zweiten Lauf zur Rotax Max entschied sich die Rennleitung für einen Start unter Yellow Flag. Drei Runden lang durfte niemand seinen Vordermann überholen. Dieses mal ging alles gut.

Alle Rennteilnehmer dieser Klasse waren sich der Gefahr bewusst und fuhren ein sehr faires Rennen. Außer der am 16ten Platz liegende Werner Dragovits. Die letzten 5 Runden nutze er um drei Leute aus dem Rennen zu werfen und einen abzudrängen. Schon im ersten Lauf fiel er durch einen Horrorcrash mit seinem Bruder auf. Dadurch belegte er Platz 11. Sieger wurde in diesem Rennen einmal mehr Daniel Ploil vor Bruno Zehetmeyer und Schumann.

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