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CART CITY CIRCUIT VELDEN 2002

Cart City Circuit Velden

Der Cart City Circuit in Velden mit seinen vielen Promis, hunderten Journalisten, vielen Kamerateams, und letztlich einem 5 Stunden Kartrennen mitten durch die Wörthersee Touristenmetropole ist etwas ganz besonderes. Erlebnisbericht von Hannes Wagner.

Hannes Wagner


Cart City
Circuit Velden
Das besondere Kart Ereignis

Man kann es bereits im Ansatz vorwegnehmen: Diese Event war und ist mit keinem anderen Kartrennen vergleichbar. Zuviele Faktoren bestimmen über einen gelungenen Event, z. B. der sogenannte Prominentenauftrieb. Aussergewöhnlich viele Promis bevölkerten Velden, denn wenn Hannes Jagerhofer ruft, kommen sie alle angetanzt. Unwahrscheinlich auch das Medieninteresse vor Ort. 150 Journalisten, TV Anstalten und dergleichen stritten sich um die besten Plätze um optimal berichten zu können, was auch letzlich in einer 45minütigen Dokumentation über diesen Event gipfelte.




Rennleiter
Christoph Dirtl

Christoph Dirtl, der sportliche Leiter, konnte in seinem über 5 minütigen Interview über sämtliche Eigenarten dieses Events im Fernsehen referieren. Alles war sichtlich bis ins Letzte geplant worden um diesen gigantischen Event medienwirksam durchzuziehen. Er sprach auch über die Strecke, über die Aufbauten und natürlich über die Kurven, die hier in diesem Rennen einen wichtigen Bestandteil darstellten; auch über so manche Unebenheiten und Kanaldeckel. Ihm sei voll bewusst, dass es sehr gefährlich hier abgehen würde, aber es seien doch sämtliche Sicherheitvorkehrungen getroffen worden, um ein klagloses Rennen hier abzuhalten. Die Infrastruktur stimme hier auch ausgezeichnet, also konnte dieser Veranstaltung nichts mehr im Wege stehen.




Freies Training
Kennenlernen der Strecke

Zunächst wurde das "freie Training" gestartet, um den Fahrern die Möglichkeiten zu geben, die Strecke kennenzulernen und verschiedene Abstimmungen auszuprobieren, waren doch sehr viele Unebenheiten auf der Strecke wie Asphaltwechsel, Kanaldeckel etc. Doch bereits im Training konnte man schon erkennen, wer super in Form sei oder wer nur "mitfährt".


Harte Fahrweise
machte zusätzliches Fahrerbriefing notwendig

Im Informationstraining wurde teilweise so hart gefahren, dass der sonst eher nachsichtige "Opa Kratky" das Rennen unterbrechen musste, da auch nach einer 35 minütigen Pacecar - Phase keiner der Fahrer auch nur annähernd das Tempo zurücknahm, wodurch es abermals zu crashes kam, dadurch musste wieder unterbrochen werden.


Quester und Friesacher
Motorsportler dominieren freies Training

Im freien Training dominierte das Wojnars-Wiener Leckerbissen Team mit Alexander Quester als "Promistarter" zusammen mit Nokia und Red bull (Patrik Friesacher und Reinhard Auinger, Sohn von Motorrad Legende Gustl Auinger). Die Ladies 2000 (Kleine Zeitung) konnten den vielbeachteten vierten Rang für sich verbuchen. Abermals musste eine relativ lange Pacecar - Phase eingeläutet werden, da sich ein Fahrer an der Hand verletzte, sowie die Streckenbegrenzung wurde wieder zurechtgebogen.




Showblock
Motorbikeaction und Rotax Max

Nach dem freien Training gab es einen Showblock, der auch wieder sehr interessante Aktion bot. Motorradfahrer mit burn outs sowie RMC Darbietungen verkürzten die Zeit bis zum gezeiteten Training um 2100.
In der Quali war zunächst einmal Nokia das Mass der Dinge mit 1 Sekunde Vorsprung auf die Ladies2000, sowie Atomic, die Ärzte (Urulogenteam), sowie Rudolf; Red bull und Wojnars Leckerbissen.


Qualifying
1. Nokia
2. Red Bull
3. Rudolf Racing

Am Ende stand Nokia vor Red bull und Rudolf Racing mit Alexander Kues als Quali-Sieger fest, dahinter Atomic, Rudolf Racing, TV media/e-media, Der Urologe, sowie A1 Kart Team. Damit war zunächst einmal der Freitag beendet. (2200 Uhr).




 

Journalistenrennen
danach wieder Action Vorführungen

Der Renntag 

Zwischen 12 Uhr und 14 Uhr wurde ein Informationstraining abgehalten um noch einige Verbesserungen vorzunehmen und danach wurde ein Journalistenrennen gefahren, in dem ich die 3 Position einfahren konnte. Weitere Actions bis zum Start wurden in Form von Zweirad und 2-takt Kartvorführungen abgehalten.




Promirennen
übergehend in Startaufstellung

Dann endlich war es so weit; die Startaufstellung wurde durchgesagt und die Mechaniker brachten die Karts sodann auf die Rennstrecke, wo die Promis bereits warteten um (ohne Helm) eine langsame Runde zu drehen (Präsentationsrunde). Bei der zweiten Durchfahrt wurden dann die Karts auf der Start-Ziel-Geraden angehalten und die Startfahrer konnten darin Platz nehmen.




Fliegender Start
Turbulente erste 15 Minuten

Nachdem es heuer keinen "Le Mans Start" gab, wurde fliegend gestartet, was ebenfalls sehr spannend war, wollten doch einige Fahrer schon in den ersten Runden das Rennen für sich entscheiden. Harte Positionskämpfe mit häufiger Bandenberührung folgten und die ersten 15 Minuten waren mehr als turbulent. Dreher, Auffahrer und härtere Gangart waren zu vermelden und es begannen die ersten Stop and Go,s seitens Herrn Kratkys, der berechtigterweise eine faire Veranstaltung sehen wollte. Schon nach vier Runden wurde überrundet, da in einem Feld von 27 Teams oft die Rundenzeiten sehr weit auseinander liegen.




Fahrerwechsel
alle 20 Minuten

In der 20 bis zur 25 Minute MUSSTE gewechselt werden und man erlebte die abenteuerlichsten Fahrerwechsel. Profis, die mit einigen Promis tauschten sowie auch "normale" Kartfahrer mit den "Ehrengästen" im Team. Nach dreissig Minuten schon wurde das Rudolf Racing Team zur Technik geholt, wodurch das Männerärzte - Team auf den dritten Platz vorstossen konnte und auch einige Zeit dort klassiert war. (Tanja Müller und Rene Symjn legten sich für die Männerärzte fest ins Zeug) und konnten sich vor SONY Racing (mit Robert Prager) und Team Kärnten (mit Franz Klammer) bestens platzieren. Später fiel Sony Racing aufgrund eines crashes einige Plätze zurück, wodurch Franz Klammer sein Kart an Freund und Feind bis an die Spitze vorbeimanövrieren konnte.




Positionskämpfe
spannendes Rennen
Spannende Positionskämpfe

Oliver Baier übergibt nach seinem turn relativ rasch, was wieder einige Plätze aufholen lässt. Die beiden Skifahrer Fritz Strobl und Christian Mayer kämpfen sehr hart mit Armin Assinger, der vermutlich wegen seiner Körpergrösse einige Nachteile zu kompensieren hatte. Beide fahren 50er und 51er Zeiten, nur Michael Konsel war noch eine Sekunde in diesem turn schneller.


Pace Car Phasen
lockerten das Rennen auf

Später wurde hart gefightet und die Rundenzeiten der Promis pendelten zwischen 49,8 (Fritz Strobl) und 48,6 (Christian Meier und M. Konsel). Nach diesem turn führte Fritz "the cat" Strobl unauffällig sein A1 Kart Team knapp an die Spitze, was als hervorragende Leistung einzustufen ist. Dann, nach ca. der Hälfte des Rennens gab es wieder einmal eine Pace-car Phase und viele Teams nutzten das langsame Dahinrollen des Feldes zum Fahrerwechsel.


Führungswechsel
an der Tagesordnung

Nach der Hälfte des Rennens sah man Cato vor Nokia und A1 Kart Team an der Spitze. Teilweise wurden schon Zeiten jenseits der 47iger Grenze gefahren, wodurch es dann pausenlos zu Überrundungen kam.




Stand nach 3,5h
A1 Cart Team führt

Nach 3,5 Stunden wurde bereits die dritte Pace-car Phase eingeläutet, einige kaputte Karts mussten abgeschleppt werden ( auch Reifenschäden), sodass sich wieder das Feld zusammenschob. Zu diesem Zeitpunkt führte das A1 Kart Team(Teamchef Hannes Danzinger ÖAMTC) mit 2 Runden Vorsprung auf Nokia und Wojnars Leckerbissen. Cato mit 4 Runden Rückstand auf Platz vier noch vor Casino Felden (Martin Krieger).


Cato wird 3.
Sehr prominente Mannschaft

In der Folge konnte sich das Team Cato mit David Doppelreiter am Lenkrad an die Dritte Position vorarbeiten, nicht zuletzt begünstigt durch den Ausfall mehrer Kollegen davor. Doppelreiten führte mit Harry Raithofer einen gnadenlosen Kampf und konnte ihm mit ein paar "Traumrunden" etwas hinter sich lassen. Trotzdem reichte es aber "nur" für den dritten Platz, was aber für dieses gemischte Team ( David Doppelreiter, Karl-Heinz Prentner, Franz Iglauer, Peter Schuster, Werner Schwab, Peter Sachata sowie Robert Hagenhofer (Styria-Karting) schon ein super Erfolg ist.


A1 Cart gewinnt
Nokia Zweiter
Schnellste Runde für Patrick Friesacher

Am Schluss hatte das A1 Team nach einem sehr gleichmässigen und ruhigem Rennen das bessere Ende für sich und konnte die Veranstaltung noch vor dem favorisiertem Nokia Team gewinnen. Erwähnenswert wäre noch der Schlussturn von Patrik Friesacher, der gerade aus Spielberg gelandet eine nicht mehr zu unterbietende Rundenbestzeit von 45,887 aufstellte, jedoch seinem Team nur mehr den 19. Platz, statt des erhofften 3. schenken konnte.




Fazit
Best of City Cart

Resumee: Eine Veranstaltung von Hannes Jagerhofer die an Exclusivität kaum mehr zu überbieten sein wird. Laut Aussage des Veranstalters war dieser Event vor allem dazu benützt worden, um wirschaftliche Kontakte herzustellen, Pominente hautnah kennen zu lernen und zwischendurch ein wenig Kart zu fahren. Jedenfalls wird man schon in den nächsten Tagen mit der Vorbereitung für 2003 beginnen...

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