Report | 25.04.2002

Ronnie Großkopf Benefizrennen Kottingbrunn

Am Abend des 21. April 2002 um 21 Uhr ging die, schon sehr lange von Mario Nezhyba geplante, Grosskopf-Benefiz-Veranstaltung mit einem Sieg des MZ-Racing-Teams zu Ende.

Hannes Wagner


Modusänderung zu Beginn, dann klappte alles ohne Probleme

An die 500 Zuschauer, teils Familienangehörige der Teilnehmer, teils Stammgäste der Halle Kottingbrunn sahen vier äusserst spannende Rennen. Der Modus, dass jedes Rennen extra gewertet wurde, musste in einer Teamleiter-Sitzung nach dem ersten Rennen erst beschlossen werden, da es kein Zeiterfassungsprogramm gibt, das 4 x 2 Rennen in einem zusammenzählen kann, nachdem dieses unterbrochen wurde.

Also beschlossen die Teamleiter in einer fairen Abstimmung, dass jedes Rennen als solches gewertet wird und die Punktevergabe sich nach dem Zieleinlauf richten soll, d.h., dass von oben nach unten die Punkte vergeben werden. (1.Platz 1 Punkt, 15. Platz 15 Punkte). Tagessieger wird derjenige mit der geringsten Punktezahl.

Das erste Rennen konnte ja Scharmüller Racing Salzburg eine Runde vor kartsport.at und MZ Racing gewinnen. Im zweiten Lauf war KRCV Oki das schnellste Team vor Motorsport Leoben und MZ Racing. Scharmüller konnte nur am vierten Laufrang landen. Im dritten Lauf war diesmal das gut disponierte MZ Team vorne, gefolgt von Donauzentrum und den überraschend starken Pressefotografen. Der vierte Lauf ging überraschend an das Kartteam Donauzentrum, knapp gefolgt von Scharmüller und Donauplex. In diesem Lauf konnten die Leobener noch auf Platz vier landen, was in der Endwertung den dritten Platz bedeutete. Scharmüller wurde Gesamtzweiter und MZ Racing unter Herwig Heckl konnte sich über den Tagessieg freuen.

Dieser Triumph wurde dann noch ausgiebig im Restaurant gefeiert, wo man seiner Freude freien Lauf liess, jedoch mussten viele Teams die von auswärts angereist kamen bald die Heimreise antreten, da montags bereits vielfach gearbeitet werden musste.






Das ewige Thema: Die Kartstreuung

Im Grossen und Ganzen war diese Benefizveranstaltung sehr gut organisiert, sieht man von kleinen Unzulänglichkeiten in der Abwicklung ab, die jedoch bei dieser Grössenordnung fast als selbstverständlich anzusehen sind. Man kann nicht umhin auch einige (objektive) Kritik am Zustand der Karts anzubringen.

Stichwort Kartstreuung: Es gab, meines Erachtens 5-6 Fahrzeuge, die in optimalem Zustand benützt werden konnten, einige waren im Mittelfeld einzugliedern, doch gab es mehrere denen ein kleines Service vor so einem bedeutenden Rennen wohl nicht geschadet hätte. Sicher, man könnte jetzt argumentieren, dass es bloss eine Benefizveranstaltung für einen verunglückten Spitzensportler war und der Zweck ganz woanders liegen würde, doch waren auch recht namhafte Teams mit wirklichen Spitzenpiloten am Start und da sollte man nach Möglichkeit das Material in etwa gleichwertig halten.

Einige Testrunden des sonst sehr ehrgeizigen Personals der KC Kottingbrunn hätten da sicher Abhilfe geschaffen. Zu erwähnen wäre noch die ausführliche Presseunterstützung und Versorgung mit Infomaterial, das die charmante Chefin dem Autor promt immer zukommen liess.





Prominenz war auch da: Düringer, Mörth, Hunyadi, Auspitz, Ronnie himself, ...

Die geladenen Promis waren allesamt gekommen um Ronnie mit ihrem Erscheinen und auch mit Action zu unterstützen; allen voran Roland Düringer, Ruperth Mörth, der steirische Hercules, Emese Hunyadi, die Einschnelläuferin sowie Oliver Auspitz, der auch recht schnell Kartfahren kann. Auch TW 1 und WN TV waren vor Ort und interviewten Ronnie über seine Ziele, seine Pläne punkto Heilungsprozedur und viele andere Fragen an denen ich auch beiwohnen durfte. Ein kleiner Auszug aus seinem Statements: "Es schaut schon relativ gut für mich aus, ich kann schon meine Hände und auch etwas den Oberkörper bewegen (trotz Bruch des 4., 5. und 6. Halswirbels) und meine Zuversicht steigt fast täglich, jedoch dauert der Heilungsprozess sicherlich 5-6 Jahre und ich muss hart arbeiten dafür, aber ich lasse mich nicht unterkriegen, kämpfe diesen Kampf weiter und muss das Beste aus meiner Situation machen, ich schau nur nach vor. Vielleicht kann ich in ein paar Jahren schon wieder Quadfahren, wer weiss?" Wir alle ( Akteure, Promis und Zuschauer) sind im Gedanken bei dir.

So gesehen war die Veranstaltung sicher ein Gewinn für alle, konnte doch eine hübsche Summe für die Beschleunigung des Heilungsprozesses "eingefahren" werden. Wir alle wünschen Ronnie auf diesem Wege baldige Genesung....





MZ Racing gewinnt

Die Wertung: (in Klammer die Laufplatzierungen)
1. MZ Racing Team (3,3,1,5)
2. Scharmüller Racing (1,4,9,2)
3. Motorsport Leoben (6,2,5,4)
4. Donauzentrum (11,7,2,1)
5. Pressefotografen (4,11,3,7)
6. KRCV Oki (12,1,4,11)
7. Donauplex (9,8,8,3)
8. Fastbox Remus (5,5,12,6)
9. Kartsport at (2,9,7,12)
10.KRCV Oki 2 (7,6,10,8)
11.Alien Kartracing (8,12,6,13)
12.HKKV (14,10,11,9)
13.Kartchallenge (10,13,13,14)
14.Sportsmedia Austr. (13,15,15,10)
15.APA und Energy (15,14,14,15)

Die schnellste im Rennen gefahrene Runde ging an Scharmüller Racing Salzburg (Paar,Zweitaktstaatsmeister) in 36,995..


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